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Peter Wilhelm erhält Bundesverdienstkreuz

Dem Neunburger und ehemaligen Chef des bayerischen Landesamts für Finanzen wird das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Peter Wilhelm
Peter Wilhelm Foto: MZ-Archiv

Neunburg.Eine hohe Ehre steht erneut einem Pfalzgrafenstädter bevor: Peter Wilhelm erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande. Die Verleihung findet am 28. Januar in München statt.

Als Peter Wilhelm am 29. Januar 1946 in Fuhrn das Licht der Welt erblickte, war dies beileibe nicht abzusehen. In kleinen Verhältnissen aufgewachsen fiel der Bub aber bald durch seine schulischen Leistungen auf. Nach vier Jahren Volksschule gaben die Eltern ihren Buben ins Internat des Klosters Rohr, wo er das Gymnasium besuchte. Nach dem Abitur zog es den Oberpfälzer aus dem Niederbayerischen ins Fränkische nach Erlangen, wo er an der Universität von 1966 bis 1970 Rechtswissenschaften und Politische Wissenschaft studierte. Nachdem er das erste Examen abgelegt hatte, war er als wissenschaftlicher Assistent an der Uni tätig, wo er auch erfolgreich das große Examen bestand.

Seine ersten beruflichen Sporen verdiente sich der Fuhrner als Hilfsreferent in der Personalabteilung des Bayerischen Finanzministeriums, das bis heute sein Dienstherr ist. Unterbrochen wurde diese „Finanzkarriere“ durch ein kurzes Zwischenspiel des ausgefuchsten Juristen von August 1977 bis Ende 1978 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Wilhelm kehrte wieder in sein „Stammhaus“ am Odeonsplatz in München zurück, wo mittlerweile Max Streibl die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Ludwig Huber übernommen hatte.

Finanzminister Streibl förderte den jungen Beamten und übertrug ihm wichtige Aufgabenbereiche wie Beamtenrecht, Grundsatzreferat und Personalangelegenheiten. Wilhelm hatte es so zum Beispiel als Referent für Arbeits- und Tarifrecht am Verhandlungstisch mit dem mächtigen ÖTV-Boss Heinz Kluncker zu tun. Der ehrgeizige Wilhelm stieg rasch auf der Karriereleiter nach oben – vom Regierungsdirektor bis zum Ministerialrat. Ab 1. Januar 1987 war er als Referent für Angelegenheiten des innerbayerischen Finanzausgleichs, sprich die begehrten Schlüsselzuweisungen, Zuschüsse und Zuwendungen des Freistaates an die Kommunen, zuständig.

1989 zog es den Fuhrner in Heimatnähe. Wilhelm wohnt mit Gattin Rita und Sohn Matthias am Mußhof in Neunburg. Als Präsident der Bezirksfinanzdirektion Regensburg wirkte er seit sechzehn Jahren von der Donaumetropole aus. Unter seiner Ägide wuchs die Behörde in der Bahnhofstraße mit einer Außenstelle in Straubing von rund 300 Mitarbeitern auf 540.

Seine Ernennung zum Leiter des damals neu geschaffenen Landesamts für Finanzen in Würzburg zum 1. August 2005 war der krönende Abschluss einer bemerkenswerten beruflichen Laufbahn. (ak)

Peter Wilhelm

  • Die Verleihung:

    28. Januar in München statt.

  • Geboren:

    29. Januar 1946 in Fuhrn in Erlangen, wo er an der Universität von 1966 bis 1970 Rechtswissenschaften und Politische Wissenschaft studierte.

  • Der berufliche Werdegang:

    Wissenschaftlicher Assistent an der Uni; Hilfsreferent in der Personalabteilung des Bayerischen Finanzministeriums; von August 1977 bis Ende 1978 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Bayerisches Finanzministerium: Personaler, Referent für Arbeits- und Tarifrecht. Ab 1987 war er Referent für Angelegenheiten des innerbayerischen Finanzausgleichs. Präsident der Bezirksfinanzdirektion Regensburg; ab August 2005 Leiter neu geschaffenen Landesamts für Finanzen in Würzburg.

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