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Neunburgs Wasserversorger bauen schon

Vor Beginn des Ausbaus der Staatsstr. 2151 errichtet die Nord-Ost-Gruppe eine Hauptleitung. Sie wird in einem Stück verlegt.
Von Ralf Gohlke

Kurz vor Kemnath bei Fuhrn kreuzt die neue Wasserleitung die Staatsstraße 2151.  Foto: Ralf Gohlke
Kurz vor Kemnath bei Fuhrn kreuzt die neue Wasserleitung die Staatsstraße 2151. Foto: Ralf Gohlke

Neunburg.Der Lückenschluss beim Ausbau der Staatsstraße 2151 zwischen Fuhrn (Stadt Neunburg vorm Wald) und Sonnenried (Marktgemeinde Schwarzenfeld) stand seit Beginn seiner Amtszeit auf der Prioritätenliste von Bürgermeister Martin Birner. Die Umsetzung erforderte ein zähes Ringen, sowohl mit dem zuständigen Straßenbauamt Amberg-Sulzbach als auch mit den Grundstückseigentümern, die Teile ihrer Flächen dafür zur Verfügung stellen sollten. Im Vorjahr kam nun die Nachricht, alle Hürden sind genommen, dem Ausbau steht nichts mehr im Wege. Baubeginn soll definitiv 2020 sein.

Es sind aber noch nicht die Straßenbauer, die derzeit für eine stellenweise Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer sorgen, sondern die Mitarbeiter der Firma Hartinger aus Tännesberg, die im Auftrag des Wasserversorgungszweckverbandes Nord-Ost-Gruppe tätig sind.

Bau im Pflugverfahren

„Der Bau der Hauptleitung in Richtung Sonnenried stellt heuer mit rund 640 000 Euro die zweitgrößte Investition für den Verband dar“, erklärte der Vorsitzende Klaus Zeiser auf Nachfrage der Mittelbayerischen. In Absprache mit dem Straßenbauamt sollte die Maßnahme vorab erfolgen, um später den Straßenbau nicht zu behindern. Baubeginn war bereits im November des vergangenen Jahres. Verlegt würde die Leitung weitgehend entlang der Trasse der Wirtschaftswege, die im Zuge des Straßenausbaues neu angelegt würden. Das biete den Vorteil, dass auch künftig, etwa bei Reparatur- oder Wartungsarbeiten, kein Eingriff in den Straßenkörper erforderlich würde.

Infrastruktur

Warum sich der Straßenausbau verzögert

Diskussion um die Strecke zwischen Sonnenried und Kemnath: Neunburgs Wasserversorger sieht das Bauamt in der Pflicht.

Das Besondere am Bau dieser Leitung sei die Verlegeart. „Sie wird sowohl offen als auch im Pflugverfahren erfolgen“, erklärte Zeiser. Das offene Verfahren sei ein normaler Grabenbau, in den die Leitung verlegt werde. Beim Pflugverfahren werde die bereits verschweißte Leitung mittels einer Spezialmaschine im Boden versenkt, ohne dass vorher Grabarbeiten erforderlich wären. „Wir haben das Verfahren schon bei kleineren Maßnahmen mit Erfolg getestet, aber noch nie bei einer so großen Leitung“, ergänzte Zeiser. Voraussichtlich ab Montag, 20. April, soll das Gerät zum Einsatz kommen.

Der Leitungsbau

  • Bauvorhaben:

    Die Sanierung der Wasserleitung Kemnath-Sonnenried erfolgt im Pflugverfahren und teilweise in offener Bauweise.

  • Planung und Bauleitung:

    Ingenieurbüro Weiß, Neunburg v. Wald

  • Bauausführung:

    Firma Hartinger, Tiefbau, Tännesberg-Kleinschwand

  • Bauherr:

    Zweckverband Nord-Ost-Gruppe

  • Gesamtkosten:

    circa 640 000 Euro

Straßenbau dauert noch

Der Grund für den Leitungsbau sei der marode Zustand der alten Leitung gewesen, der bereits einen großen Reparaturaufwand erfordert habe, begründete der Vorsitzende die Maßnahme. die sich im Zusammenwirken mit dem Straßenausbau angeboten habe. Der Verlauf geht nach Sonnenried weiter über Raffach in Richtung Unterauerbach. In dem Zusammenhang sprach der Vorsitzende den zuständigen Ämtern in den Verwaltungen von Neunburg und Schwarzenfeld ein großes Kompliment für die problemlose Zusammenarbeit bei der Planung aus. Wann mit dem Straßenbau begonnen wird, konnte Zweckverbandsvorsitzender Klaus Zeiser nicht sagen. Die Nachfrage beim Straßenbauamt Amberg-Sulzbach ergab, dass dort derzeit die Ausschreibungen für die einzelnen Gewerke noch liefen.

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