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Naturschutz

Neues Biotop für Amphibien und Libellen

Der neue, naturnah gestaltete Graben auf Niedermuracher Flur dient auch dem Hochwasserschutz, freut sich Bürgermeister Prey.

Eigentümer Inge und Georg Roßmann (Zweite und Dritter von links) am neu angelegten Graben am Döferingbach mit Felicitas Lubinski von der unteren Naturschutzbehörde (links), Bürgermeister Martin Prey und Markus Kurz vom Naturparkverein Oberpfälzer Wald (von rechts). Bild: Josef Böhm
Eigentümer Inge und Georg Roßmann (Zweite und Dritter von links) am neu angelegten Graben am Döferingbach mit Felicitas Lubinski von der unteren Naturschutzbehörde (links), Bürgermeister Martin Prey und Markus Kurz vom Naturparkverein Oberpfälzer Wald (von rechts). Bild: Josef Böhm

Niedermurach.Munter plätschert das Wasser im Graben dem Döferingbach zu. Erste Rückenschwimmer ziehen auf der Wasseroberfläche ihre Kreise. Auch Libellen waren schon zur Eiablage unterwegs. Am Grabenrand sprießen langsam die ersten Pflanzen.

Wo vor kurzem noch eine normale landwirtschaftlich genutzte Wiese war, schlängelt sich jetzt ein kleiner Bach auf gut 50 Meter Fließstrecke. „Wir haben uns schon längere Zeit überlegt, auf unserer Fläche die Drainage zu entfernen und einen offenen Graben anzulegen“, erklärt Inge Roßmann aus Niedermurach. Durch den Kontakt mit dem Verein Naturpark Oberpfälzer Wald sei die Umsetzung ins Rollen gekommen. „Als Naturparkverein haben wir uns um die wasserrechtliche Genehmigung und eine finanzielle Förderung der Maßnahmen mit Mitteln der Naturschutzbehörden gekümmert und die Durchführung der Maßnahme organisiert“, erläutert Markus Kurz vom Naturparkverein. Im Rahmen dieser Verfahren seien auch die Anregungen und Einwendungen von Behörden, der Gemeinde Niedermurach und von Grundstücksangrenzern gehört worden. „Manche Leute schüttelten den Kopf über unser Vorhaben und sagten: ´Schade um die schöne Wiese!“, erzählt Eigentümer Georg Roßmann. Schließlich habe man aber eine genehmigungsfähige Variante gefunden. Besonders beeindruckt zeigten sich die Beteiligten von der naturnahen Gestaltung des neuen Grabens durch den Baggerbetrieb Hartinger aus Kleinschwand, der die Arbeiten über den Maschinenring Schwandorf durchführte. „Hier entwickelt sich neuer Lebensraum für wasser- und feuchtigkeitsliebende Pflanzen- und Tierarten wie Amphibien und Libellen“, freut sich Felicitas Lubinski von der unteren Naturschutzbehörde. Und auch für den Hochwasserschutz wurde ein Beitrag geleistet. „Wenn der Döferingbach Hochwasser führt, kann sich das Wasser im neuen Graben ausbreiten, so dass weniger bei den Unterliegern ankommt und deshalb auch weniger überflutet wird“, ergänzt Bürgermeister Martin Prey.

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