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Rauschgift

Polizei stellt 1,4 Kilo Marihuana sicher

Zeugen entdeckten mehrere Cannabispflanzen in einem Waldstück im Landkreis Schwandorf. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

Zeugen entdeckten mehrere Cannabispflanzen in einem Waldstück bei Braunsried.
Zeugen entdeckten mehrere Cannabispflanzen in einem Waldstück bei Braunsried. Foto: Polizei

Niedermurach.Umfangreiche Ermittlungen der Polizeiinspektion Oberviechtach und der Kriminalpolizeiinspektion Amberg führten zur Sicherstellung von knapp eineinhalb Kilogramm Marihuana. Zwei Männer aus dem Landkreis Schwandorf, denen von Seiten der Polizei auch der Anbau von Cannabis sowie der Handel mit Marihuana vorgeworfen werden, befinden sich seit Samstag, 28. November, in Haft.

Bei der Polizeiinspektion Oberviechtach ging durch einen aufmerksamen Zeugen eine Mitteilung über mehrere Cannabispflanzen in einem Waldstück bei Braunsried ein. So begannen umfangreiche polizeiliche Bemühungen zur Klärung der Frage, wer die Pflanzen angebaut haben könnte. Dabei gerieten zwei Männer im Alter von 39 und 40 Jahren aus dem Landkreis Schwandorf in den polizeilichen Fokus. Als sich die Ermittlungserkenntnisse durch umfangreiche Maßnahmen immer weiter verdichteten, beantragte die Staatsanwaltschaft Amberg beim zuständigen Amtsgericht Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der Tatverdächtigen.

Durchsuchungen Ende November

Am 25. November durchsuchten die Ermittler die Wohnungen der Verdächtigten und fanden mehrere hundert Gramm Marihuana und verschiedene Gegenstände, die auch einen Handel mit den verbotenen Substanzen vermuten lassen. Bereits Tage zuvor erfolgte an der verbotenen Waldplantage eine amtliche „Ernteaktion“ und die Sicherstellung von über zehn Cannabispflanzen, die bereits bis zu zwei Meter hoch gewachsen waren. Insgesamt zogen die Beamten ca. 1,4 Kilogramm verbotener Substanzen aus dem Verkehr.

Aufgrund des Umfangs und des zu vermutenden Handeltreibens mit Betäubungsmitteln übernahm das Fachkommissariat der Kripo Amberg noch in den Wohnungen die weitere Sachbearbeitung.

Richter erlässt Haftbefehle

Die Verdächtigen wurden zwischenzeitlich auch zu den Tatvorwürfen befragt. Am Samstag, 28. November, wurden die beiden Verdächtigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Amberg dem Haftrichter am Amtsgericht in Amberg vorgeführt.

Dieser erließ Haftbefehle wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz gegen die Festgenommenen. Die Männer wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen auch hinsichtlich möglicher Abnehmer der verbotenen Betäubungsmittel dauern an.

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Cannabis

  • Illegales Suchtmittel

    Cannabis gehört nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz zu den illegalen Suchtmitteln. Besitz, Anbau und der Handel sind verboten. Das Betäubungsmittelgesetz sieht Geldstrafen oder bis zu fünf Jahre Haft vor.

  • Spielraum bei Strafmaß

    Beim Umgang mit großen Mengen liegt die Höchststrafe bei 15 Jahren. Für „Gelegenheitskiffer“ kennt das Gesetz die Untergrenze der „geringen Menge“ zum Eigenverbrauch. Die Staatsanwaltschaft kann dann von einer Strafverfolgung absehen.

  • Wirkstoff THC

    Ausgangsquelle für Haschisch und Marihuana ist die Hanfpflanze „Cannabis sativa“. Besonders stark konzentriert ist der Wirkstoff THC im Harz der Blüte, das als Haschisch konsumiert wird.

  • Tee und Plätzchen

    Marihuana ist eine Mischung aus getrockneten Blättern, Blüten und Zweigen. „Hasch“ wird geraucht, als Tee aufgebrüht oder in Nahrungsmitteln verarbeitet – gerne in Plätzchen.

  • Suchtgefahren

    Häufiger starker Konsum kann nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen zur psychischen Abhängigkeit führen. Cannabis-Produkte werden seit Jahrhunderten zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt – manche Patienten dürfen Cannabis inzwischen legal verwenden.

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