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Wasser

Spitzenergebnis für die Nord-Ost-Gruppe

Die Nord-Ost-Gruppe erzielte ihre bisher beste Bilanz.Schwerpunkt der nächsten Jahre werden Sanierungen sein.
Von Ralf Gohlke

Georg Keil, Klaus Zeiser und Max Beer (v. links) verabschiedeten Wassermeister Johann Mühlbauer (2. von rechts) mit einer Dank-Urkunde.
Georg Keil, Klaus Zeiser und Max Beer (v. links) verabschiedeten Wassermeister Johann Mühlbauer (2. von rechts) mit einer Dank-Urkunde. Foto: ggo

Neunburg.„Es gibt keine Vergünstigungen für Großabnehmer.“ Das stellte der Vorsitzende des Wasserlieferzweckverbandes Nord-Ost-Gruppe, Klaus Zeiser, in der Verbandsversammlung am Samstag im Gasthaus Kiener in Unterauerbach noch einmal deutlich heraus. Grund dafür war einen Anfrage von Verbandsrat Peter Schießl in Bezug auf Herstellungsbeiträge für Landwirte beim Bau von Großviehställen. Insgesamt hatten die Verbandsräte in dieser Versammlung ein straffes Programm zu absolvieren. Auf der Tagesordnung standen sowohl ein kompletter Neuerlass der Verbandssatzung und der Geschäftsordnung als auch der Wasserabgabe-, Beitrags- und Gebührensatzung sowie der Rückblick auf das vergangene und auslaufende Wirtschaftsjahr samt Haushalt für 2015.

In die Verbandssatzung aufgenommen wurde unter anderem die Verpflichtung, Löschwasser bereitzustellen sofern der eigentliche Verbandszweck, die Lieferung von Trinkwasser, dadurch nicht beeinträchtigt werde. Wegen der Aufnahme der Gemeinde Niedermurach als Vollmitglied im kommenden Jahr wurde die Gesamtzahl der Verbandsräte von 24 auf 25 erhöht, um dem Proporz Rechnung zutragen. Der Abschluss für das Rechnungsjahr 2013 stand unter anderem unter dem Vorzeichen einer leicht rückläufigen Wasserabgabe um rund 48 000 Kubikmeter und der „nicht mehr kalkulierbaren Energiekosten“.

Angesichts der ungünstigen Rahmenbedingungen sei das Gesamtergebnis als „sehr gut zu bezeichnen“, so Zeiser. Es sei das beste Ergebnis, dass in den vergangenen elf Jahren erzielt werden konnte. Die Bilanzsumme belief sich auf rund 10,1 Millionen Euro und einen Jahresverlust von 17 000 Euro, der aber unter steuerlichen Aspekten zu bewerten sei.

Auch für den Wirtschaftsplan 2015 ging die Verwaltung des Zweckverbandes von einem leicht rückläufigen Verbrauch aus. Nach „vorsichtigen Hochrechnungen“ wurde von einem Erlös für den Wasserverkauf von etwa 1,23 Millionen Euro ausgegangen. Eine Zwischenkalkulation auf der Basis der bestehenden 265 Haupt- und Versorgungsleitungen mit einer Gesamtlänge von 383 Kilometern habe ergeben, dass ein Großteil bereits 40 Jahre alt sei und daher davon ausgegangen werde könne, dass der Schwerpunkt der Investitionen in den kommenden Jahren auf der Netzsanierung liegen werde.

Für 2015 plant der Zweckverband Investitionen mit einem Gesamtvolumen von rund 1,8 Millionen Euro. Darin eingeschlossen sind unter anderem die Erneuerung der Leitung im Bereich des Staatsstraßenausbaus von Kemnath nach Sonnenried, die Erneuerung des Ortsnetzes Warberg bei der Herstellung des Kanals und die Erneuerung von rund 300 Metern Wasserleitung im Zuge des Neu- und Umbaus der sogenannten „AOK-Kreuzung“. Für Letzteres erhielt der Verbandsvorsitzende den Auftrag zur Vergabe der Arbeiten nach Vorlage der Ausschreibungsergebnisse. Diese lagen für den Bauabschnitt zur Sanierung der Brunnenleitung bereits vor. Der Auftrag in Höhe von 111 682 Euro ging an die Firma Wagner, Waldmünchen, dem wirtschaftlichsten Bieter. Das teuerste Gebot von neun Firmen lag um knapp 100 000 Euro höher.

Unter „Verschiedenes“ erwähnte Klaus Zeiser noch einmal den Beitritt der Gemeinde Niedermurach, für den im Januar eine Informationsveranstaltung abgehalten werden soll. Er bedauerte, dass es für einige Ortsteile von Mitgliedsgemeinden, die bislang nicht erschlossen wurden, keine Förderung mehr geben werde, da sie den Fördertatbestand einer „Ersterschließung“ nicht mehr erfüllten. In Winklarn, Thanstein, Niedermurach und der Stadt Neunburg soll der Ausbau mit den funkauslesbaren Wasserzählern fortgesetzt werden. Als erfreulich wertete Zeiser zusammenfassend die Einführung des Energiemanagements, bei dem 9262 Euro Ausgaben knapp 25 000 Euro an Steuerentlastung gegenüberstünden. Eine kleine Hiobsbotschaft hatte er für die Mitgliedgemeinden, die künftig für die Überlassung von Verbrauchsdaten eine Gebühr entrichten müssten.

Ein besonderer Moment war schließlich die offizielle Verabschiedung von Wassermeister Johann Mühlbauer nach 35 Jahren Dienstzeit. Der Verbandsvorsitzende ließ noch einmal seinen beruflichen Werdegang vom einfachen Arbeiter zum Leiter des technischen Dienstes Revue passieren. Besonders erwähnte Zeiser dessen Zuverlässigkeit und Zielstrebigkeit. Er sei quasi die „Schnittstelle zwischen dem Zweckverband und den Abnehmern“ gewesen. Unter dem Applaus der Verbandsräte sprach er ihm dafür Dank und Anerkennung aus. Mühlbauer gab den Verbandsräten mit auf den Weg, wie wichtig der richtige Umgang mit Menschen sei, und: „Unser Wasser aus Erzhäuser ist das beste in Deutschland, lernen Sie es schätzen, wie ich es geschätzt habe.“

Wirtschaftsplan 2015

  • Haushalt:

    Erfolgsplan: 1 666 200 Euro; Vermögensplan: 2 015 000 Euro; Kreditaufnahme: 800 000 Euro

  • Investitionen 2015:

    Volumen: 1 855 000 Euro;

  • Finanzierung:

    Rücklagenentnahme in Höhe von 1 001 520 Euro; Kreditaufnahme circa 800 000 Euro.

  • Maßnahmenkatalog:

    Sanierungen Brunnen 1 und Brunnenleitung; Austausch Hauptwasserleitung Sonnenried-Kemnath/Fuhrn; Erneuerung Ortsnetz Warberg und der Leitung im Bereich AOK-Kreuzung; Baugebietserweiterungen und Sanierungen; Sanierung Pumpwerke Pissau und Warberg; Fortsetzung der Umstellung auf funkauslesbare Ultraschall-Wasserzähler

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