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Heimat

Alte und neue Stücke schaffen Besonderes

Die neue Ausstellung im Stadtmuseum vereint viele Werke bisheriger Präsentationen. Viel Interessantes ist dabei zu sehen.
Von Fabian Kaiser

Museumsleiterin Carolin Schmuck und Bürgermeister Karl Bley mit einem Exponat zum Thema „1000 Jahre Siegel Nittenau“ Foto: Kaiser
Museumsleiterin Carolin Schmuck und Bürgermeister Karl Bley mit einem Exponat zum Thema „1000 Jahre Siegel Nittenau“ Foto: Kaiser

Nittenau.Das „Besondere“ an der seit dem vergangenen Mittwoch für die Öffentlichkeit zugänglichen Sonderausstellung mag dem regelmäßigen Besucher des Stadtmuseums Nittenau zunächst nicht sofort ins Auge fallen. Ein beträchtlicher Teil der zur Ausstellung gehörenden Stücke war schließlich bereits in vergangenen Präsentationen zu sehen. Auch der Titel „40 Jahre Stadtmuseum“ scheint zunächst nicht ganz zu passen, behandeln die Vitrinen und Objekte doch nicht Entstehung und Entwicklung der Einrichtung.

Wer genauer hinschaut, dem fällt auf, dass wichtige Stücke aller vorangegangener Ausstellungen und dazu einige sehenswerte Ergänzungen gezeigt werden. „Es ist nicht selten, dass fertige Ausstellungen neue Museums-Objekte herbeirufen. Und darum war die Idee einer Rückschau auf die 40 Jahre auch die große Chance, das zu zeigen, was so gut dazu gepasst hätte, wenn man es zur jeweiligen Ausstellung schon gehabt hätte“, erklärt Museumsleitung Carolin Schmuck die Konzeption. Die Ausstellung sei eben nicht chronologisch, sondern nach Themen geordnet. Sie enthalte neben den Gegenständen der Dauerausstellung, wie etwa die Kleidung des seligen Eustachius Kugler samt ausgetretenen Lederschuhen, auch neue Stücke.

Das Stadtmuseum

  • 1978:

    Dr. Alois Bergmann beginnt, historisches Material im Auftrag der Stadt zusammenzutragen.

  • 1979:

    Gründung des Museumsvereins und Eröffnung des Stadtmuseums Nittenau

  • Aktionen:

    Seit der Eröffnung jährlich wechselnde Sonderausstellungen im Sommer

Doch auch dem Titel der Ausstellung entsprechende Stücke sind zu sehen: etwa ein auffälliger blauer Schrank mit der Jahreszahl 1818. Er zählt zu den Exponaten des 1909 bis 1919 bestehenden Museums und damit zu den am längsten dem historischen Bestand zugehörigen Objekten. Auch Aufzeichnungen, Fotos und der Spazierstock des Heimatforschers Franz Michael Loritz gehören zur Geschichte des Museums. „Die Forschung und die Objekte von Franz Loritz und später von Dr. Bergmann stellen eine Grundlage da, auf der wir sehr gut aufbauen konnten und mit der zu arbeiten eine wahre Freude ist“, so Carolin Schmuck über ihre Vorreiter. Bei der Begrüßung ließ die Museumsleiterin durchblicken, dass sie bei Konzeption und Organisation der Schau auch durch ihre Nachfolgerin, Birgit Auburger, tatkräftig unterstützt wurde.

Im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des Pfarrheims dankte 1. Bürgermeister Karl Bley allen, die sich für das Stadtmuseum engagiert haben, und würdigte die Arbeit von Carolin Schmuck, die das Museum Ende Juni verlassen wird. Umrahmt wurde die Eröffnung von der Hackbrettmusik aus Nittenau. Auf die Frage, welches Objekt der Ausstellung ihr besonders gefalle, meinte Carolin Schmuck: „Es gibt zu viel Interessantes zu sehen, als dass ich mich für ein einzelnes Stück entscheiden könnte.“

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