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Das „Tal der Tränen“ hinter sich lassen

Beim Neujahresempfang der SPD Nittenau zogen die Redner Bilanz und schworen die Genossen auf den Wahlkampf ein.
von Ulrike Wolf

Monika Kulzer (r.) wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Alicia Jäger (2. v. l. vorne) und Simon Heimerl (3. v. r.) traten neu in die Partei ein. Ismail Ertug (links), Harald Grill, Karl Bley und Peter Wein gratulierten.Foto: wolf
Monika Kulzer (r.) wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Alicia Jäger (2. v. l. vorne) und Simon Heimerl (3. v. r.) traten neu in die Partei ein. Ismail Ertug (links), Harald Grill, Karl Bley und Peter Wein gratulierten.Foto: wolf

NITTENAU. Beim dritten Neujahrsempfang der SPD Nittenau blickten die Redner auf das letzte Jahr mit seinen Höhen und auch Tiefen zurück. Für die musikalische Umrahmung mit alten Arbeiterliedern sorgte das Trio „Volxxgsang“.

Für Vorsitzenden Martin Grill war es sein erster Neujahrsempfang. In seiner Begrüßung ging er auf die „bittere Landtagswahlniederlage“ ein. Auch Genossen aus den Nachbargemeinden waren am Freitagabend in den Pirzersaal gekommen, unter anderem auch der Bodenwöhrer Bürgermeisterkandidat Stefan Rauch. Kreisvorstand Peter Wein beschwor die Sozialdemokraten, „das Tal der Tränen“ hinter sich zu lassen und sich für die Kommunalwahl 2020 und die Europawahl im Mai zu engagieren. „Wir müssen es wieder schaffen, die SPD in den Städten zu verankern“, meinte er im Hinblick auf die verlorenen Stimmen bei der Landtagswahl.

Bürgermeister Karl Bley berichtete kurz vom Kreistag. „Die Probleme wurden schon von Volker Liedtke gelöst“, meinte er im Hinblick auf den Verkauf der Kreiskrankenhäuser oder den Bau des beruflichen Schulzentrums. Jetzt habe der Landkreis Rücklagen. Sorgen mache ihn, dass immer mehr für Soziales wie Jugendarbeit (2002: 2 Mio Euro, 2018: 18,6 Mio Euro) ausgegeben werden müsse.

Für die SPD-Stadtratsfraktion schaute Jürgen Kuprat zurück. Er zeigte Bilder der größten Investitionen wie Kläranlage, Baugebiete oder Hochwasserschutzanlagen. Firmenansiedlungen gäbe es im Industriegebiet Hirschenbleschen, im Gewerbegebiet Fischbach sei eine Firma, die für den britischen Markt produziere, wegen der Unsicherheit des Brexit abgesprungen.

Mit den Baugebiet „Hopfengarten“ habe man auch den Gutshof in Fischbach übernehmen müssen. So könne man für eine Ortskernsanierung Fördergelder in Anspruch nehmen. Baugrundstücke seien gefragt, liege Nittenau doch im Speckgürtel von Regensburg. Auch der „Rosengarten“ in Nittenau sei schon bebaut. Auf die nun abgeschlossene Rathaussanierung ging Kuprat kurz ein. Die Nordost-Umgehung soll in Zukunft den Schwerlastverkehr aus der Stadt halten – wird doch der Neubau der Regenbrücke einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Behelfsbrücke werde „sehnlichst erwartet“, sie soll nächstes Jahr fertig sein. Das Planfeststellungsverfahren für die neue Regenbrücke läuft. Auch das neue Hochwasserschutzkonzept stellte er vor. Etwa 80 Prozent der Kosten von 14 Mio Euro wird vom Freistaat Bayern übernommen. 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Prestice zeigten, dass die EU zusammengewachsen sei. Ebenfalls im Bereich der Internetversorgung mit Glasfaserkabel habe sich viel getan.

Ismail Ertug berichtete von seinen Aufgaben als Europaabgeordneter in Brüssel und machte deutlich, dass die SPD mehr denn je als ausgleichende Kraft in Europa gebraucht werde. Er prangerte den Rechtsruck in Europa durch die Staatschefs von Ungarn, Italien, Polen, Österreichs und Tschechiens an. „Das ganze Hickhack um die Bundestagswahl war problematisch“ zog er den Schluss für die schlechten Wahlergebnisse der SPD.

Alicia Jäger und Simon Heimerl wuren als Neuaufnahmen die Parteibücher überreicht.

Geehrt für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Monika Kulzer. In der Wahlperiode 2008 bis 2014 war sie als erste Frau zweite Bürgermeisterin der Stadt Nittenau.

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