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Betreuung

Kindergarten bekommt den Anbau

Die Stadt Nittenau denkt darüber nach, das Gebäude der katholischen Kirchenstiftung Fischbach zu erwerben.
von Cornelia Lorenz

Der Kindergarten Sankt Josef in Fischbach Foto: lc
Der Kindergarten Sankt Josef in Fischbach Foto: lc

Nittenau.Beim Kindergarten Sankt Josef in Fischbach hat der Stadtrat beschlossen, mit der Diözese nicht mehr weiter ums Geld zu verhandeln: Für den von vielen Fischbacher Eltern seit langem gewünschten Erweiterungsbau wird die Stadt nun den Vertrag unterzeichnen und eine im Raum stehende Differenz von rund 30000 Euro selbst übernehmen, deren Finanzierung die Diözese bislang verweigert. Auch der Erwerb des Gebäudes durch die Stadt ist nun eine Option.

Rund 700000 Euro wird der Anbau an den kirchlichen Kindergarten nach aktuellen groben Schätzungen aus dem Rathaus kosten. Rund 250000 Euro davon wird die Stadt tragen müssen. Die Diözese wird sich mit 81000 Euro beteiligen, während die Kirchenstiftung in Fischbach, der das Kindergartengebäude gehört, aufgrund akuter Finanznot keinen Beitrag leisten wird.

Wie Bürgermeister Karl Bley (SPD) den Räten in der Sitzung am Dienstagabend berichtete, hat die Verwaltung am 4. März einen Förderantrag bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht, um sich Mittel aus einem Bundesprogramm zu sichern, nachdem der zuletzt angefragte Fördertopf überzeichnet gewesen war.

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Derzeit besuchen 25 Kinder zwischen drei und sechs Jahren den Fischbacher Kindergarten. Dazu kommen noch zwei Kinder, die erst zwei sind. Mit Hilfe des Anbaus soll in der Einrichtung eine zweite, altersgemischte Gruppe unterkommen. Hier könnten dann auch Krippenkinder betreut werden. „Es ist eine gute Sache, die Kinder ortsnah unterzubringen“, sagte Thomas Hochmuth (CSU). Auch Heinrich Hofstetter (FW) plädierte dafür, den Anbau zu realisieren. „Wenn das Angebot da ist, wird auch die Nachfrage steigen und es wird eine gute Auslastung des Kindergartens geben“, sagte er.

Der Anbau könne realistischerweise 2020 und 2021 über die Bühne gebracht werden, sagte der Bürgermeister und schlug den Räten vor, eine weitere Möglichkeit zu überdenken, auf die sich das Gremium am Ende auch einigte: Die Stadt soll mit der Kirchenstiftung Fischbach das Gespräch suchen und mit ihr klären, ob und zu welchen Konditionen ein Erwerb des Kindergartengebäudes und des Grundstücks durch die Stadt in Frage kommt. Mit dem Kauf des Kindergartens könne man verhindern, dass die Stadt für viel Geld auf fremdem Grund fremdes Eigentum bauen müsse, gab Bley den Räten zu bedenken.

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