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Eintreten gegen Rechts fordert alle Bürger

Die Berufsfachschulen Oberviechtach engagieren sich für Demokratie. Schüler werden für das Thema sensibilisiert.

Die Ausstellung „Demokratie stärken – Rassismus bekämpfen“ will aufklären.Foto: Sabrina Graßmann
Die Ausstellung „Demokratie stärken – Rassismus bekämpfen“ will aufklären.Foto: Sabrina Graßmann

Oberviechtach.Arno Speiser, Koordinator der Friedrich-Ebert-Stiftung für die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern, hat kürzlich die Ausstellung „Demokratie stärken – Rassismus bekämpfen“ an den Berufsfachschulen Oberviechtach eröffnet. Organisiert wurde die Ausstellung von den Sozialpädagoginnen Stefanie Fischer und Sabrina Graßmann.

An der Einführungsveranstaltung durfte die 10. Jahrgangsstufe der Berufsfachschule für Sozialpflege teilnehmen. Arno Speiser informierte dabei über Rechtspopulismus, die NSU, rechte Gruppen in Bayern sowie typische Merkmale rechter Propaganda. Er erläuterte den Schülern rechte Symbole, welche in jedem Fall strafrechtlich geahndet werden, und erklärte darüber hinaus, dass das Internet zu einer wichtigen Plattform für die Verbreitung von rechtsextremem Gedankengut geworden ist. Im Anschluss erklärte er sich bereit, einige Lehrkräfte und den Außenstellenleiter Thomas Schiller in die Thematik einzuführen.

Er zeigte auf, dass das Thema Rassismus bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Rassistische Einstellungen seien nach wie vor präsent und rückten immer weiter in die Mitte der Gesellschaft vor. Mit der ansteigenden Zahl der Asylanträge 2015 nahmen laut Schiller auch die Attacken gegen Geflüchtete und deren Unterkünfte in Bayern zu. Einer aktuellen Broschüre des Bayerischen Seminars für Politik und der Georg-von-Vollmar-Akademie zufolge waren auch im Jahr 2018 extrem rechte Gruppierungen in Bayern aktiv. Zahlreiche Demonstrationen, Parteitage, Konzerte und Sonnwendfeiern wurden von diesen organisiert. So wird versucht, Jugendliche zu akquirieren. Daher ist es umso wichtiger, Schülerinnen und Schüler für dieses Thema zu sensibilisieren.

Außenstellenleiter Thomas Schiller betonte, nicht zuletzt, weil die Schule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ trägt, sei es wichtig, das Thema Demokratie und Rassismus immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Eine Veranstaltung dazu fand bereits Anfang des Jahres statt. Günter Kohl, der vom Kultusministerium eingesetzte Regionalbeauftragter für Demokratie und Toleranz, welcher für die Extremismusprävention und -intervention an den Oberpfälzer Schulen zuständig ist, kam dafür an die Berufsfachschulen. Er führte mit einer Klasse einen praktisch orientierten Workshop zum Thema Rassismus und Diskriminierung durch. Ziel derartiger Veranstaltungen ist es, Schülern zu zeigen, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eine aktive Beteiligung und das Engagement aller Bürger fordert.

Weitere Termine

Schau: Die Ausstellung befindet sich noch bis einschließlich 1. März an den Berufsfachschulen. Die Klassen besichtigen die Ausstellung und setzen sich mit der Thematik auseinander.

Roadshow: Am 21. März macht die Kolping-Roadshow Integration für zwei Tage Station an der Schule. Der Info-Truck präsentiert vielfältigen Informationen zum Thema Flucht und Integration.

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