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Landwirtschaft

Schüler züchten ihre eigenen Kartoffeln

In Oberviechtach erlernen Mittelschüler und Gymnasiasten den Umgang mit der für die Region so wichtigen Kartoffel.

Betriebsleiter Reinhard Elsner (vorne links) beim Kartoffelgraben mit Schülerinnen und Schüler des Ortenburg-Gymnasium-Oberviechtach und Besuchern aus Politik und Schulwesen. Foto: Josef Wittmann
Betriebsleiter Reinhard Elsner (vorne links) beim Kartoffelgraben mit Schülerinnen und Schüler des Ortenburg-Gymnasium-Oberviechtach und Besuchern aus Politik und Schulwesen. Foto: Josef Wittmann

Oberviechtach.Offen für die heimische Landwirtschaft und den Kartoffelanbau vor Ort zeigten sich die beiden Schulleiter des Ortenburg-Gymnasiums und der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule in Oberviechtach, OStD Ludwig Pfeiffer und Rektor Werner Winderl. So betreut eine Schülergruppe des Ortenburg Gymnasiums mehrere Kartoffelbeete mit verschiedenen Kartoffelsorten, vom Anbau bis zur Ernte. Dabei steht auch der Umgang mit dem Kartoffelkäfer und Kartoffelkrankheiten auf dem Programm.

Über den Entwicklungsstand der Kartoffelbeete informierten sich auf dem Kartoffelfeld von Landwirt Reinhard Elsner Kreisobmann Josef Irlbacher, der stellvertretende Kreisobmann Georg Lorenz und die stellvertretende Kreisbäuerin Manuela Pronath zusammen mit dem stellvertretenden Landrat Arnold Kimmerl und der zweiten Bürgermeisterin Christa Zapf. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Frühkartoffelsaison im Landkreis Schwandorf eröffnet. Von der Qualität der heimischen Kartoffeln konnten sich alle Schüler und Gäste im Anschluss an die Feldbesichtigung auf dem Betrieb von Reinhard Elsner überzeugen und dazu noch einige Informationen und Wissenswertes zur Direktvermarktung der Kartoffeln einholen.

Denn die Knolle spielt eine wichtige Rolle für die Landwirtschaft in der Region: Im Landkreis Schwandorf werden von rund 300 Landwirten auf über 1060 Hektar Kartoffeln, davon 14 Hektar allein im Stadtgebiet von Oberviechtach, angebaut.

Die Kartoffel

  • Rekordknolle:

    Deutschland ist der größte Produzent von Kartoffeln in der Europäischen Union. Pro Jahr isst jeder Bundesbürger im Durchschnitt – direkt oder verarbeitet, etwa als Chips oder Pommes – etwa 67 Kilogramm davon.

  • Vielfalt:

    Es gibt etwa 5000 verschiedene Kartoffelsorten, etwa 200 davon werden hierzulande angebaut. Am Bekanntesten sind die Sorten Linda, Annabelle und Gala.

Die auf diesen Feldern erzeugten Kartoffeln werden nach der Ernte vor allem bei der Firma Lorenz-Snack-World in Neunburg vorm Wald zu Kartoffel-Chips und von Burgis in Neumarkt zu Knödeln und Kloßteig weiterverarbeitet.

Im Fokus stand auch die aktuelle Hitzeperiode, zu der sich vor allem die anwesenden Frühkartoffelanbauer austauschten. Schwer setzt die Hitze den Feldfrüchten, insbesondere der Kartoffel zu. Temperaturen ab 25 Grad Celsius sind für die Kartoffel purer Stress. Es ist zu befürchten, so Erzeugerringvorsitzender Alfred Bauer, dass bei solchen Extremtemperaturen manche Kartoffelbestände umkippen.

Auf die anstehende Getreideernte ging Kreisobmann Josef Irlbacher ein. Die Wintergerstenbestände lassen demnach wohl eine durchschnittliche Ernte erwarten. Bei allen anderen Früchten könne man angesichts des Witterungsgeschehens zurzeit keine seriöse Aussage treffen, betonte der Kreisobmann.

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