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Ostern 2020: Bei Anruf Andacht

Die evangelischen Kirchengemeinden Neunburg und Nittenau bieten unter einer Hotline geistliche Impulse an.
Von Ralf Gohlke

Andacht per Telefon.  Foto: Ralf Gohlke
Andacht per Telefon. Foto: Ralf Gohlke

Neunburg.Das Kontaktverbot im Zeichen der Corona-Krise zeigt Wirkung – bis hinein in die Glaubensgemeinschaften. Das Osterfest ist das wichtigste Fest der Christen. Bereits Mitte März wurden alle Veranstaltungen in Rom und der Vatikanstadt abgesagt, alle Gottesdienste mit Papst Franziskus werden ausschließlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden und nur von den Medien verbreitet werden. Gleiches gilt auch für die Kirchen beider Konfessionen vor Ort. Auch dort gibt es seit Mitte März keine öffentlichen Gottesdienste und Andachten mehr.

„Es ist wohl die erste Karwoche und das erste Ostern, das ohne öffentliche Gottesdienste gefeiert wird“, stellt der evangelische Pfarrer Gerhard Beck dazu fest. Er übernahm eine Idee, die Gläubigen per Telefonaktion durch diese schwere Zeit zu begleiten. Gemeinsam starten daher die katholische Pfarrei Sankt Josef und die evangelischen Kirchengemeinden Neunburg und Nittenau das Angebot „Bei Anruf Andacht“.

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Unter der Telefonnummer (0 96 72) 8 13 19 71 kann sich jeder vom Palmsonntag an täglich einen kurzen geistlichen Impuls anhören. Stadtpfarrer Stefan Wagner, Pfarrer Gerhard Beck, Pfarrvikar Benny Joseph, Pastoralreferentin Susanne Albang und Gemeindereferentin Katja Klein werden die Impulse abwechselnd gestalten.

„Der Hintergrund war der Gedanke, dass nicht jedes Gemeindemitglied über Internet und damit über die vielfältigen Angebote in diesen Zeiten verfügt, wohl aber über ein Telefon“, sagte Pfarrer Beck auf Nachfrage der Mittelbayerischen. Die Texte können zu jeder Tages- und Nachtzeit angehört werden und sind zusätzlich auf der Homepage „http://app.neunburg-evangelisch.de/“ per Podcast abrufbar.

Jeweils am Vorabend werde der Impuls für den kommenden Tag eingestellt. Die Ansage erfolge ohne Zusatzkosten nach dem Ortstarif. Ein weiterer Vorteil sei, dass der Anrufer eine ihm vertraute Stimme höre. Der einzige Nachteil bestehe darin, dass kein Dialog möglich sei, ergänzte Pfarrer Stefan Wagner. Wer darüber hinaus Gesprächsbedarf habe, könne natürlich gern die üblichen Nummern der Pfarrbüros anwählen. Ihn freut es, dass dieses Angebot gemeinsam initiiert werden konnte. Geplant ist, die Aktion bis zum Sonntag nach Ostern weiter zu führen.

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