MyMz
Anzeige

Politik

Per S-Bahn von Maxhütte nach Regensburg

Der ÖPNV war ein zentrales Thema beim Neujahrsempfang der SPD. Gekommen war auch Regensburgs Bürgermeisterin.
Von Norbert Wanner

SPD-Ortsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Horst Viertlmeister traf auf ein interessiertes Publikum. Foto: Norbert Wanner
SPD-Ortsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Horst Viertlmeister traf auf ein interessiertes Publikum. Foto: Norbert Wanner

Maxhütte-Haidhof.Gut gefüllt war das Foyer der Stadthalle beim gemeinsamen Neujahrsempfang der SPD-Ortsvereine. Ansprache und Moderation lag beim Maxhütter SPD-Ortsvorsitzenden und Bürgermeisterkandidaten Horst Viertlmeister. Aus Regensburg war Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer gekommen, um über das Thema ÖPNV zu sprechen.

Viertlmeister versprach bei der Begrüßung den Gästen, dass sie „in der Stadthalle völlig sicher vor dem „Wahlkampf“ seien. Seiner Versprechung folgend verzichtete er auf Ausflüge ins Wahlprogramm oder Details der Kommunalpolitik. Doch schon allein die Auftritte der SPD-Bürgermeisterkandidaten aus Burglengenfeld Michael Hitzek und Andreas Ferstl aus Teublitz zeigten, dass der Kommunalwahltermin im März nicht vergessen war. So lautete der Subtext ihrer Reden, die SPD kümmere sich um die Anliegen der Bürger.

Dank an Ehrenamtliche

Eine Veranstaltung der Maxhütter Sozialdemokraten in den ersten Wochen eines neuen Jahres werde sich „aus innerster Überzeugung und eigener Erfahrung“ immer auch mit dem Ehrenamt beschäftigen, sagte Viertlmeister mit Blick darauf, dass der Neujahrsempfang Ehrenamtler, Menschen, die sich für die Stadtgesellschaft einsetzen, in den Mittelpunkt stelle. Er zitierte den Manager Hans von Rohr: „Kapital lässt sich beschaffen, Fabriken kann man bauen, Menschen muss man gewinnen.“

Mit der Pendlerzahl aus dem Städtedreieck Richtung Regensburg, rund 8000 Personen täglich, leitete Viertlmeister zum Thema Verkehrsanbindung Städtedreieck und ÖPNV ein, samt S-Bahn nach Regensburg. Eine Rechnung zum Thema hatte Ferstl mitgebracht und dazu Google bemüht. Das Auto erwies sich dabei als schnellstes und günstiges Verkehrsmittel. Dass die Rechnung einen Haken hat, zeigte er am Beispiel seines Sohnes, beschäftigt bei einem Unternehmen an der Osttangente. Fahrtdauer bei Abfahrt um zehn Minuten vor sechs Uhr: rund 30 Minuten bis zum Werkstor. Zehn Minuten nach Sechs: 40 bis 45 Minuten. Abfahrt um Sieben: „Nicht unter einer Stunde.“

Ferstl wies daraufhin, welches Nadelöhr der Tunnel Pfaffenstein für die Pendler aus dem Städtedreieck sei. Die Bahn wäre derzeit keine Alternative, da man erst vom Bahnhof mit den Stadtbus in den Stadtosten müsse. Die drei SPD-Bürgermeisterkandidaten sähen den Auftrag der Bürger für eine S-Bahn nach Regensburg, mit sinnvollen Haltestellen.

Hitzek sagte, dass das Thema ÖPNV der SPD nicht erst im Wahlkampf eingefallen sei. Seit Jahren greife die SPD die Problematik auf. Von der CSU sei dazu nichts gekommen und nun würden zwei zusätzliche Busse am Morgen zum Bahnhof Maxhütte als großer Fortschritt verkauft.

80 000 Einpendler täglich

Maltz-Schwarzfischer sagte, die Stadt Regensburg wisse um die Pendlerproblematik und dass diese nicht an den Stadtgrenzen aufhöre. 80 000 Einpendler seien täglich unterwegs. Neues zu den bekannten Problemen konnte sich nicht vermelden. Ausführlich ging sie auf die laufenden politischen Aktionen ein, den öffentlichen Nahverkehr von Weiden bist Straubing gen Regensburg zu verbessern. Dass dafür ein langer Atem notwendig ist, zeigt schon der Satz von „2030 plus X“.

Nach einer Verbesserung der Taktung des schienengebundenen ÖPNV, die bis 2024 abgeschlossen sein soll, sehe erste die Phase zwei die Reaktivierung ehemaliger Haltepunkte, beispielsweise Wutzlhofen, vor.

Sehen Sie Gertrud Maltz-Schwarzfischer im 100-Sekunden-Interview:

Gertrud Maltz-Schwarzfischer im 100-Sekunden-Interview

Mehr Nachrichten aus Maxhütte-Haidhof lesen Sie hier.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über den Facebook Messenger, Telegram und Notify direkt auf das Smartphone.

Internet

Kein Anschluss wegen eines Messfehlers

In Meßnerskreith werden Glasfaserkabel verlegt. Aber für Franz Schmitt gibt es wohl keinen geförderten Anschluss.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht