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Aktion

616 ließen sich für Moritz typisieren

Das Schicksal des kranken Sechsjährigen bewegt viele. In Pfreimd organisierten Freunde und Bekannte eine Typisierungsaktion.

Typisieren tut nicht weh: Ein Wangenabstrich reicht aus. Foto: Georg Hirmer
Typisieren tut nicht weh: Ein Wangenabstrich reicht aus. Foto: Georg Hirmer

Pfreimd. Lange Warteschlangen gab es am Sonntag in der Landgraf-Ulrich-Halle in Pfreimd. 616 spendenwillige Bürger kamen aus der Stadt und aus dem ganzen Landkreis, weil sie dem kleinen Moritz aus Pfreimd helfen wollten. Verena Schottenheim, eine Freundin der Familie des krebskranken Buben, hatte die Typisierungsaktion gemeinsam mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) und mit etlichen Helfern organisiert.

„Ich bin immer noch fassungslos von der Hilfsbereitschaft.“

Verena Schottenheim, Organisatorin

Anfangs hatte sie nur mit rund 500 potenziellen Knochenmark-Spendern gerechnet. Daher ist sie überglücklich, dass sich nun derart viele typisieren ließen. „Die Typisierungsaktion war ein voller Erfolg“, sagte sie der Mittelbayerischen. Auch der Einsatz der Helfer sei unglaublich gewesen. „Ich bin immer noch fassungslos von der Hilfsbereitschaft“, so Schottenheim.

Für Moritz engagierten sich neben Freuden und Bekannten von Verena Schottenheim die Ehrenamtlichen des Bayerischen Roten Kreuzes und der Wasserwacht und viele weitere Vereine und Unternehmen. Die Pfreimder Feuerwehr etwa ließ Besucher der Typisierungsaktion mit der Drehleiter nach oben fahren, von wo aus man Pfreimd aus einer ganz neuen Perspektive kennenlernen konnte. Jemand betrieb eine riesige Dartscheibe, es gab Kinderschminken, ein Kasperltheater und es waren 200 Oldtimer-Mopeds zu bestaunen. Außerdem verkaufte die Kolpingsfamilie mehr als 35 Kuchen und Torten.

Zur Finanzierung der Typisierungsaktion kamen viele Sach- und Geldspenden zusammen. Die Kommunionkinder aus Weidenthal beispielsweise spendeten ihr Kommuniongeld. Auch etliche Firmen und Vereine unterstützten die Aktion – etwa die Werbegemeinschaft, die Spielvereinigung, der Kirwaverein und die Kolpingsfamilie Pfreimd und das Unternehmen GuKo. In rund sechs Wochen steht fest, ob durch die Aktion ein Spender für Moritz oder einen anderen kranken Menschen gefunden werden konnte. So lange dauert es, bis im Labor die Gewebemerkmale bestimmt sind. (bm)

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