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Ehrenamt

Pfreimder Verein wird ausgezeichnet

Der Verein „Aktion Tschernobyl Pfreimd e. V.“ wurde für seinen Einsatz geehrt. Das Engagement kommt gut an.

Die Verdienstmedaillen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde im würdigen Ambiente des Bürgersaals der Stadt Pfreimd an Heinz Fink, Josef Mutzbauer sowie Erwin Koppmann ausgehändigt. Foto: Tobias Weiss
Die Verdienstmedaillen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde im würdigen Ambiente des Bürgersaals der Stadt Pfreimd an Heinz Fink, Josef Mutzbauer sowie Erwin Koppmann ausgehändigt. Foto: Tobias Weiss

Pfreimd.Für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement geehrt wurden im Bürgersaal der Stadt Pfreimd Bürger aus Pfreimd, Trausnitz und Nabburg. Um sie zu würdigen händigte Landrat Thomas Ebeling die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus an Heinz Fink, Josef Mutzbauer und Erwin Koppmann. Vorgeschlagen wurden sie von Dr. Josef Ziegler für deren besonderes Engagement für den Verein „Aktion Tschernobyl Pfreimd e. V.“.

Landrat Thomas Ebeling zeigte sich in seiner Laudatio emotional berührt, denn die Aushändigung der Verdienstmedaillen sei die höchste Ehrung, die ein Landrat vornehmen dürfe. Diese Auszeichnung bezeichnete er als Dankeschön und sie zeige zudem, was einige leisten und worauf sie aber auch alles verzichteten. Mit dieser Auszeichnung sollen Verdienste um das Gemeinwohl gewürdigt werden, darunter politische und geistige Leistungen sowie Verdienste im sozialen und karitativen Bereich. Zum Verein „Aktion Tschernobyl Pfreimd e. V.“ merkte der Landrat an, das dieser seit 1991 ehrenamtlich Hilfe für die von der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl betroffenen Menschen in der Ukraine leistet. Der Schwerpunkt der Arbeit liege auf der Verbesserung der medizinischen Versorgung. Seit Beginn der Hilfstransporte würden Kliniken und Waisenhäuser mit hochwertigem medizinischem Equipment versorgt. Die gespendeten Anlagen und Hilfsgütern müssen von den Ehrenamtlichen abgebaut, größtenteils repariert und für den Transport aufbereitet werden. Dabei seien handwerkliches Geschick und Sachverstand gefragt.

Freizeit investiert

Viele Jahre lang wurden für die Hilfstransporte ehrenamtliche Lkw-Fahrer eingesetzt. Menschen wie Heinz Fink, Josef Mutzbauer und Erwin Koppmann seien unerlässlich für den Erfolg. Bereitwillig investieren sie Freizeit und Urlaub. Zu Heinz Fink aus Pfreimd merkte Ebeling an, dass dessen Familie von 1991 bis 1996 regelmäßig erholungsbedürftige Kinder bei sich aufnahm. Seit 1992 beteiligte sich der Geehrte aktiv an 24 Hilfslieferungen in die Ukraine als Lkw-Fahrer. Auch heute ist er in ganz Deutschland unterwegs, um Hilfsgüter zu sammeln und für den Transport vorzubereiten. Sein überdurchschnittlicher Einsatz sowie seine Fachkompetenz seien eine unverzichtbare Stütze für den Verein.

Hilfe vor Ort

  • Anerkennung:

    Der Verdienstorden ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik durch den Bundespräsidenten für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.

  • Verein:

    Die „Aktion Tschernobyl Pfreimd e. V.“ kümmert sich ehrenamtlich um die von der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl betroffenen Menschen in der Ukraine, vor allem um eine bessere medizinische Versorgung.

Bereits 1990 begleitete Josef Mutzbauer aus Trausnitz als Lkw-Fahrer einen Hilfskonvoi des BRK nach Donez. Die neu gewonnenen Eindrücke berührten ihn so, dass er seit 1991 die „Aktion Tschernobyl“ ehrenamtlich unterstützt. Sein Wissen um Kraftfahrzeugtechnik und Logistik seien von unschätzbarem Wert. Bis heute unterstützt er aktiv den Verein beim Sammeln der Spenden, beim Verpacken und Verladen. Engagiert ist Josef Mutzbauer zudem seit mehr als 20 Jahren beim Fischereiverein Trausnitz.

In zahlreichen Vereinen ist der Nabburger Erwin Koppermann ehrenamtlich tätig. Seit 1998 begleitete er für die „Aktion Tschernobyl“ 17 Hilfskonvois als Lkw-Fahrer. Als erfahrener Chauffeur ist er deutschlandweit als Spendensammler unterwegs. Woche für Woche werden mit seiner Mithilfe Ausrüstungsgegenstände repariert und Hilfsgüter aufbereitet. Von 1976 bis 2013 übte er auch die Aufgabe des Geschäftsführers der Gebietsverkehrswacht aus. Unter seiner Anleitung lernten Kinder das „Fahrradfahren“ im Schulverkehrsgarten. Ehrenamtlich unterstützt Koppmann auch die Kolpingfamilie Nabburg. Eine Wahlperiode lang engagierte er sich in der Kommunalpolitik als Mitglied des Nabburger Stadtrats. Die Besucher Nabburg begeistere er mit szenischen Führungen und als Gästebegleiter im Freilandmuseum Neusath-Perschen.

Weitere Helfer gesucht

Dr. Josef Ziegler, Vorsitzender der „Aktion Tschernobyl Pfreimd e. V.“, dankte den Mitstreitern für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Die Situation vor Ort habe sich gebessert, sei jedoch immer noch schlimm. Jeder, der mithelfen wolle, sei willkommen. Derzeit habe der Verein an die 80 Mitglieder. (swt)

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