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Landwirtschaft

Agrarpolitik im Lauber Hofladen

SPD-Politiker waren zu Gast bei Land & Gut. Die Erzeugergemeinschaft setzt sich für regionale Produkte ein.
Von Ralf Gohlke

Einblicke in die regionale Produktion: Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl, Landtagskandidat Peter Wein und Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder (von links) bei der Familie Grosser, Foto: Gohlke
Einblicke in die regionale Produktion: Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl, Landtagskandidat Peter Wein und Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder (von links) bei der Familie Grosser, Foto: Gohlke

Schönsee.Der Hofladen der Familie Grosser in Laub bei Schönsee ist von der Größe her eher überschaubar. Liebevoll sind dort unter anderem Strick- und Häkelwaren drapiert. Besonders ins Auge fällt das große Regal mit einer Vielzahl von verschiedenen Likören, vom Johannisbeerwein bis zum „Geld-Likör“. Ergänzt wird das Angebot mit Fruchtaufstrichen und kleinen Körben, in denen sich eine Geschenkeauswahl befindet, die sich auf Wunsch mit unterschiedlichen Produkten aus dem Sortiment der Erzeugergemeinschaft Land & Gut im Schönseer Land zusammenstellen lassen.

Am Donnerstag war zudem ein großes Kuchenbüfett und Häppchen aufgebaut, denn Besuch aus Berlin hatte sich angekündigt. Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder hatte Rita Hagl-Kehl (beide SPD), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz eingeladen, um sich vor Ort über die Arbeit der Erzeugergemeinschaft zu informieren. Seit über 20 Jahren ist diese schon auf dem Markt.

Baptist Grosser ist der erste Vorsitzende des Vereins, der seinerzeit auf eine Initiative des Altbürgermeisters von Schönsee, Hans Eibauer, aus der Taufe gehoben worden war. Grosser hieß die Gäste willkommen und stellte einige Mitglieder des Vereins vor, die ebenfalls an dem Besuch teilnahmen, um über ihre Erfahrungen zu berichten. Grosser stellte heraus, dass sich die Erzeugergemeinschaft mittlerweile gut entwickelt habe. Neben der Direktvermarktung bei den Mitgliedern bildeten die Besuche der großen Bauernmärkte einen der Schwerpunkte der Arbeit. Ebenso lobte er die Zusammenarbeit mit dem örtlichen Raiffeisenmarkt, bei dem der Verein auch beim Late-Night-Shopping mit vertreten sei.

Land und Gut

  • Gründung:

    Vor über 20 Jahren haben sich verschiedene Betriebe zur Erzeugergemeinschaft Land & Gut zusammengeschlossen.

  • Ziele:

    Die Intention war, gemeinsam eigene, hochwertige regionale Produkte zu vermarkten.

  • Angebot:

    Das Sortiment umfasst Lebensmittel in fester und flüssiger Form bis hin zu Geschenkartikeln.

Werbung werde unter anderem über ein Schaufenster in der Innenstadt und verschiedene Flyer betrieben. Überlegungen, ein eigenes Geschäft zu eröffnen seien wegen zu geringer Nachfrage in dem relativ kleinen Einzugsgebiet verworfen worden. Trotz der Grenzöffnung, sei kaum Kundschaft aus Tschechien zu verzeichnen, was wohl auch mit der Sprachbarriere zusammenhänge.

Detailliert schilderten die Anbieter von Wild- und Schaffleischprodukten, Imker, Obstveredler und Strickerinnen ihre Erfahrungen, wobei auch die wachsende Auflagenflut ein Thema war ebenso. Die Rückkehr des Wolfs beschäftig vor allem die Schafhalter.

Hagl-Kehl stellte unter anderem fest, dass das es ein Fehler der Politik gewesen sei, Zuschüsse nicht an die Erzeugung bestimmter Produkte zu binden, sondern an die Flächen. Bevor es an die Verkostung einiger der Produkte ging, betonte Schieder die Wertschöpfung, die durch die Gemeinschaft erzielt werde.

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