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Förderung

Es gibt Geld für Leuchturm-Projekte

Das Centrum Bavaria Bohemia erhält für zwei Kulturvorhaben 600 000 Euro. Den Förderbescheid übergab der Heimatminister.
Von Ralf Gohlke

Finanzminister Albert Füracker überreichte an CeBB-Geschäftsführerin Dr. Veronika Hofinger und an Landrat Thomas Ebeling in seiner Eigenschaft als Kuratoriumsvorsitzender Bavaria Bohemia einen Förderbescheid über 593 000 Euro für zwei grenzüberschreitende Kulturprojekte. Foto: Ralf Gohlke
Finanzminister Albert Füracker überreichte an CeBB-Geschäftsführerin Dr. Veronika Hofinger und an Landrat Thomas Ebeling in seiner Eigenschaft als Kuratoriumsvorsitzender Bavaria Bohemia einen Förderbescheid über 593 000 Euro für zwei grenzüberschreitende Kulturprojekte. Foto: Ralf Gohlke

Schönsee.Als „Motor des Erfolges“ zum Gelingen der Bayerischen Heimatstrategie bezeichnete Finanz- und Heimatminister Albert Füracker das Bayerisch-Tschechische Entwicklungsgutachten von 2015. In seiner Eröffnungsrede zum Regional-Forum Bayern-Tschechien am Montag im Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee erinnerte er daran, dass es heuer 30 Jahre sein werden seit der Grenzöffnung. Junge Menschen im Alter von 35 Jahre fehlten komplett die Erinnerung und das Bewusstsein an die Zeiten davor.

Finanzminister Albert Füracker und die Ministerin für Regionalentwicklung der Tschechischen Republik, Klára Dostálova, unterzeichneten eine Absichtserklärung zur weiteren Zusammenarbeit auf der Basis des Bayerisch-Tschechischen Entwicklungsgutachtens. Foto: Ralf Gohlke
Finanzminister Albert Füracker und die Ministerin für Regionalentwicklung der Tschechischen Republik, Klára Dostálova, unterzeichneten eine Absichtserklärung zur weiteren Zusammenarbeit auf der Basis des Bayerisch-Tschechischen Entwicklungsgutachtens. Foto: Ralf Gohlke

Umso wichtiger sei es, diese immer wieder wach zu rufen, gerade auch im Hinblick auf derzeit mögliche, falsche politische Entscheidungen. Wichtiger war Füracker allerdings die positive Entwicklung der Zusammenarbeit und das seither erkennbare Zusammenwachsen. „Wir haben den Eisernen Vorhang zu einem goldenen Band umgeschmiedet“, betonte der Minister in seiner Ansprache.

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Die dafür gebauten „Brücken“ machten aber nur Sinn, wenn sie auch von den Menschen genutzt werden. Ziel müsse es daher sein, Produkte und Dienstleistungen auszubauen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Dazu gehöre, eine attraktive Heimat zu schaffen, in die es die Menschen auch aus den Metropolen wieder zurückziehe, um deren Lebensqualität und gesunde Natur zu erleben. Es gelte also, wo immer es möglich sei, die eigenen Stärken zu nutzen.

Reibungslose Zusammenarbeit

Minister Füracker listete die aktuell bereits geförderten „Leuchtturm-Projekte“ im Bayerisch-Tschechischen Grenzland von Freyung bis Tirschenreuth auf, die nun zum Teil durch die zweite Stufe der Förderung ausgebaut und gestärkt werden sollen. Klára Dostálova, Ministerin für Regionalentwicklung, begrüßte die Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung zur Fortführung der Arbeit aus dem Entwicklungsgutachten außerordentlich. Sowohl die Koordinationszentren als auch die Zusammenarbeit im Tourismus, mit den Hochschulen und den Agenturen würden reibungslos laufen.

Die Unterzeichnung der Absichtserklärung und Übergabe von Förderbeschieden im CeBB wurde von einer großen Medienpräsenz begleitet. Foto: Ralf Gohlke
Die Unterzeichnung der Absichtserklärung und Übergabe von Förderbeschieden im CeBB wurde von einer großen Medienpräsenz begleitet. Foto: Ralf Gohlke

Dies gelte in gleichem Maß für die Zusammenarbeit an der Grenze zu Sachsen. Viele Felder, auch im Umwelt- und Klimaschutz gebe es noch aufzugreifen. Sie freue sich schon jetzt auf die Fortsetzung der Regional-Foren.

Nach der Unterzeichnung erfolgte die Vergabe der Förderbescheide an sieben Projektträger mit einem Gesamtvolumen von über drei Millionen Euro. Mit dabei war das Centrum Bavaria Bohemia. Den Bescheid über 593 000 Euro Fördergelder nahmen Landrat Thomas Ebeling und die Geschäftsführerin des CeBB, Dr. Veronika Hofinger, entgegen. Die Mittel sind unter anderem zweckgebunden für ein ganzjähriges Kulturprogramm „Kulturstadt Bayern-Böhmen 2020“, zu dem auch eine „Woche der Nachbarn“, gehören wird.

Innovationen voranbringen

250000 Euro gingen an das Sekretariat für Kultur und Tourismus der Arberland GmbH in Regen, dass eine weitere Vernetzung im Grenzraum voranbringen soll. Landrat Franz Löffler nahm den Bescheid für das Beratungsbüro Oberpfalz in Cham entgegen. 712000 Euro sollen die Arbeit für kleine und mittlere Unternehmen in der Technologieförderung verstärken und ein Innovationsmanagement ermöglichen.

Hintergrund

  • Auftrag:

    Die zuständigen Bayerischen Ministerien und das Ministerium für regionale Entwicklung der Tschechischen Republik hatten 2015 ein gemeinsames Entwicklungsgutachten in Auftrag gegeben.

  • Ergebnis:

    Auf der Basis des Gutachtens erfolgt seit Januar 2016 die Umsetzung grenzüberschreitender Leuchtturmprojekte durch regionale Akteure, die durch das Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat finanziell unterstützt werden.

Der besseren sprachlichen Verständigung, der Fördermittelberatung und der Netzwerktätigkeit widmet sich das Beratungsbüro Oberfranken in Marktredwitz. 576 000 Euro stehen nun für die weitere Arbeit bereit. Das Beratungsbüro Niederbayern in Freyung betreibt das Netzwerkmanagement zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Insbesondere die Unterstützung in puncto Fachkräftemangel wird mit 692 000 Euro gefördert. Der letzte Förderbescheid über 121 000 Euro ging an das Regionalmarketing Niederbayern-Forum Landshut für Konzeptverbesserungen im grenzüberschreitenden Personennahverkehr.

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