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Kultur

Gästeführer vertiefen Wissen über Barock

Organisator des grenzübergreifenden Seminars war das Centrum Bavaria Bohemia. Die Teilnehmer sind voll des Lobes.

Die Exkursionsteilnehmer vor der Propstei und Wallfahrtskirche Mariánská Týnice Foto: David Veres
Die Exkursionsteilnehmer vor der Propstei und Wallfahrtskirche Mariánská Týnice Foto: David Veres

Schönsee.Die Gebrüder Asam, die Baumeisterfamilie Dientzenhofer und viele andere schufen in Bayern und Böhmen großartige barocke Bauwerke. Die baugeschichtlichen Verbindungen im Stil und im Schaffen der Barockzeit herauszustellen und ihren Glanz grenzüberschreitend zu verbreiten, dieses Ziel hat das von der EU geförderte und vom Bezirk Oberpfalz unterstützte dreijährige Projekt „Barockregion Bayern-Böhmen“ unter Federführung des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee. Mit dabei sind von tschechischer Seite die Projektpartner Pilsen 2015 z.ú. und Kulturista, die weitere Aktivitäten rund um das Thema Barock beisteuern.

Das CeBB hat langjährige und gute Erfahrungen mit Kulturtouren und weiß, dass viele Kulturinteressierte lieber gemeinsam, unter fachkundiger Führung, das Nachbarland erkunden. Dies war der Auslöser, im Rahmen des Projekts interessierten Gästeführern auf bayerischer Seite in einem Wochenendseminar intensive Einblicke in das gemeinsame Kulturerbe des Barock zu geben.

Mit dem dritten Oktoberwochenende hatten die vierzehn Gästeführer der bayerischen Seite, die an den zwei Tagen eine Intensivfortbildung zu den westböhmischen Barockjuwelen erhielten, obendrein noch goldenes Herbstwetter. Stationen waren am Samstag das Kloster Kladruby, ein Werk des berühmten böhmischen Baumeister Santini-Aichl, der den Stil der „Barock-Gotik“ hier zur Vollendung brachte und die Stadt Klatovy (Klattau), die mit der Barockapotheke „Zum weißen Einhorn“ ein nationales Kulturdenkmal und überregional beachtetes Museum besitzt.

Unter Leitung von Eva Ehmann, Weiden, assistiert vom zweisprachigen CeBB-Mitarbeiter Sebastian Lesnák, erweiterten die Experten für Sehenswürdigkeiten in der Oberpfalz und im Geopark Bayern-Böhmen am Sonntag ihre Kenntnisse über Barock in Westböhmen bei einer hochinteressanten Rundfahrt von Tachov (Tachau) mit Schloss, Franziskanerkloster und Reitschule über die Propstei und Wallfahrtskirche Mariánská Týnice, dem Barockzentrum der Region Pilsen und weiter zum Kloster Plasy, das im 17. und 18. Jahrhundert großzügig im Barockstil nach Plänen bedeutender Meister der Barockkunst umgebaut wurde.

Die Exkursionsteilnehmer versprachen, die großartigen und für viele überraschenden Eindrücke in ihre zukünftigen Tourangebote einzubeziehen. Dies ist ganz im Sinn der Verantwortlichen im CeBB mit Trägervereinsvorsitzender Irene Träxler und Leiterin Dr. Veronika Hofinger.

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