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Kooperation

Impulse für die Zukunft der Region

Mit „Kulturregion Bayern-Böhmen 2017“ ist ein Projekt zum kulturellen Austausch im Grenzraum gestartet.

Übergabe des Förderbescheids durch Minister Dr. Markus Söder
Übergabe des Förderbescheids durch Minister Dr. Markus Söder Foto: StMFLH

Schönsee.Mit der Übergabe des Förderbescheids durch Minister Dr. Markus Söder an Irene Träxler, 1. Vorsitzende von Bavaria Bohemia e.V., dem Trägerverein des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee, kann das Projekt Kulturregion Bayern-Böhmen 2017 starten. Die Entscheidung der Staatsregierung, die Stadt Zwiesel, den Markt Bayerisch Eisenstein und umliegende Gemeinden als Kulturregion Bayern-Böhmen 2017 auszuwählen und das CeBB bei der Koordination und Programmumsetzung zu fördern, war wohlüberlegt.

Die Grenzregion um Zwiesel und Bayerisch Eisenstein ist prädestiniert für dieses Projekt, denn diese Kommunen haben ein ausgeprägtes grenzüberschreitendes Potenzial und sind mit großen kulturellen, naturräumlichen und touristischen Traditionen und Angeboten, insbesondere als Arberregion, als Orte mit Glastradition und Anteil am Nationalpark Bayerischer Wald/Šumava überregional bekannt. Zudem verbindet Bayerisch Eisenstein und Böhmisch Eisenstein (Železná Ruda) ein Bahnhof, durch den die Staatsgrenze verläuft – einmalig in Europa. Als Gastgeber der bayerischen Landesausstellung 2007 mit dem Thema „Bayern und Böhmen – 1500 Jahr Nachbarschaft“ hat die Stadt Zwiesel drei Jahre nach der EU-Osterweiterung das verbindende in der Geschichte hervorgehoben. Das CeBB kann für das Projekt seine zehnjährigen Erfahrungen bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit als Kulturdrehscheibe, Koordinierungs- und Vernetzungsstelle für den bayerisch-tschechischen Nachbarraum einbringen.

Der zeitliche Rahmen für das Projekt Kulturregion Bayern-Böhmen 2017 umfasst 18 Monate und liegt zwischen dem 1. Juli 2016 und dem 31. Dezember 2017. Die erste Hälfte des Projektzeitraums zwischen Juli 2016 und März 2017 dient der Vorbereitung der Aktionen und Veranstaltungen, die Teil des Programms werden sollen. In dieser Zeit finden Absprachen mit den beteiligten Kommunen, mit dem Landkreis Regen, mit dem Bezirk Niederbayern, der Regierung von Niederbayern, den für die Entwicklungsstudie federführenden Ministerien in München und Prag, den örtlichen kulturellen und touristischen Akteuren und den Kooperationspartnern in der Oberpfalz, in Oberfranken, Karlsbad, Pilsen und Südböhmen statt. Die Gespräche mit den überregionalen Partnern und das Brainstorming mit den Akteuren vor Ort münden in ein Veranstaltungskonzept, aus dem ein Kulturprogramm entsteht, das im ersten Quartal 2017 veröffentlicht und umgesetzt wird.

Parallel zu den Programmvorbereitungen wird ein PR- und Marketingkonzept entwickelt, das die Medien und öffentlichen Partner im Landkreis Regen, die kulturellen, touristischen und Kooperationspartner in den sechs bayerisch-tschechischen Grenzregionen einbezieht mit dem Ziel, für den Besuch von Zwiesel und Bayerisch Eisenstein als Kulturregion Bayern-Böhmen 2017 zu werben. Im April/Mai 2017 starten die Veranstaltungen in beiden Gemeinden. Das Programm des grenzüberschreitenden Kulturfestivals soll die vielen Facetten des Kulturlebens und der touristischen Reize der Kulturregion Bayern – Böhmen 2017 herausstellen. Die Besucher sollen spüren, dass sich die beteiligten Kommunen öffnen und für eine Saison zum kulturellen Mittelpunkt des bayerischen und tschechischen Grenzraums werden. Die Veranstaltungen gestalten einheimische Akteure, Gruppen und Kulturschaffende, jedoch immer verbunden mit einer Einladung an Künstler aus den anderen Regionen, insbesondere aus der benachbarten tschechischen Grenzregion zwischen Železná Ruda und Klatovy.

In einer Woche der Nachbarn – als Höhepunkt der Veranstaltungsreihe – werden alle sechs Grenzregionen eingeladen, sich mit kulturellen Beiträgen in Zwiesel und Bayerisch Eisenstein zu präsentieren. Zum Erfolg des Veranstaltungsprojekts tragen intensive PR-Arbeit, Zweisprachigkeit und ein abgestimmtes Veranstaltungsmarketing bei, das die beteiligten Akteure bestärkt und die Bevölkerung informiert.

Ziele des Projekts

  • Kultur:

    Der bayerisch-tschechische Grenzraum soll als gemeinsamer nachbar- und grenzüberschreitender Entwicklungsraum ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Kultur soll die grenzübergreifende Identitätsfindung der sechs Regionen befördern und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit beleben. Wichtig ist es bei dem Projekt Kulturregion Bayern -Böhmen 2017, die breite Bevölkerung bei den Veranstaltungen einzubeziehen und mitzunehmen. Aus dem Kontakt mit Gästen und Kulturakteuren sollen neue Bekanntschaften und Freundschaften wachsen.

  • Die Kulturakteure

    sollen mit kreativen Veranstaltungsformaten einheimische Gäste gewinnen und Besucher aus allen sechs bayerischen und tschechischen Nachbarregionen anziehen. Daraus entstehen Impulse für die Zukunft der Region und für das bürgerschaftliche Engagement.

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