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Bildung

Schüler informierten sich am JobCampus

Die Neunburger Realschule veranstaltete ihren 10. JobCampus. 45 Firmen nutzten das Angebot, um sich vorzustellen.
Von Ralf Gohlke

Viele Ausbildungsbetriebe stellten sich auf dem JobCampus in Neunburg vor. Foto: Gohlke
Viele Ausbildungsbetriebe stellten sich auf dem JobCampus in Neunburg vor. Foto: Gohlke

Neunburg.Die richtige Berufswahl ist ein entscheidendes Kriterium für die eigene Zukunft. Die Weichen dafür müssen in der Regel am Ende der Schulzeit gestellt werden. Dazu eine Hilfestellung anzubieten, sehen die meisten Schulen als einen Teil ihres Bildungsauftrages an. Die Gregor-von Scherr- Realschule in Neunburg hat bereits vor neun Jahren damit begonnen, Firmen, die Ausbildungsplätze anbieten und die Schüler im Rahmen eines JobCampus zusammen zu bringen.

Am Donnerstag startete die 10. Bildungsmesse dieser Reihe und das Angebot war noch nie so groß. 45 Firmen aus der Region stellten sich und das weite Feld ihrer Ausbildungsmöglichkeiten, den Eltern und Schülern vor.

Sehen Sie in unserer Bildergalerie, welche Betriebe sich vorgestellt haben:

Der Jobcampus an der Neunburger Realschule

„Seit weit über zehn Jahren gibt es bei uns die verschiedensten Angebote rund um die Berufswahl und ein Pflichtpraktikum. Damit boten wir schon ein vielfältiges Programm an, noch bevor es ein Politikum wurde“, erklärte die Rektorin Diana Schmidberger bei ihrer Begrüßung.

Noten können relativ sein

Bei der Aufzählung der zahlreichen Unterstützer hob sie besonders die Kooperation mit der Agentur für Arbeit Schwandorf hervor. Nicht unerwähnt blieben die beiden Organisatoren der diesjährigen Veranstaltung, Christian-Rudolf Bauer und Matthias Schreiner.

Berufswahl

  • JobPortfolio:

    Seit diesem Schuljahr bietet die Realschule ein individuelles Berufsportfolio an. Es soll potenziellen Arbeitgebern Aufschluss darüber geben, welche schulischen Angebote wahrgenommen und mit persönlichem Engagement ergänzt wurden.

  • Pflichtpraktikum:

    Die Durchführung des verpflichtenden Betriebspraktikums findet während der Schulzeit statt.

Der Vorsitzende der Agentur, Markus Nitsch, sprach über die verschiedenen Möglichkeiten, seinen Traumberuf zu finden. Der schlechteste Ratgeber sei demnach die eigene Interessenslage. Die Wissenschaft habe ermittelt, dass sich diese bis zum 30. Lebensjahr häufig ändere. Somit wäre es ziemlich fatal, täglich eine Arbeit tun zu müssen, die einen eigentlich nicht mehr interessiere. Nachdem „Schulnoten sehr relativ sein können“, sei es der bessere Weg, seine eigenen Stärken und Schwächen auszuloten.

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Nur sei der Mensch selbst eben sehr schlecht darin und daher sei eine Beratung, also „der Blick von Außen“ die zielsichere Variante. Menschen mit entsprechender Erfahrung könnten einem den Blick in die richtige Richtung führen. Nitsch verdeutlichte seine Aussage am Beispiel des Mechatronikers. Das Interesse „etwas mit Autos“ zu machen, sei das Eine. Das Andere wäre in dem Fall das räumliche Vorstellungsvermögen als unabdingbare Voraussetzung. Bei einem Praktikum stünden den Anwärtern erfahrene Menschen zur Seite, die sehr schnell erkennen würden, ob es in die richtige Richtung ginge. Nur ausprobieren eröffne die Chance zur Erfahrung.

Spaß und Kompetenz wichtig

Bei 320 Ausbildungsberufen und rund 20 000 Studiengängen sei die Chance groß, das Richtige zu finden. Und schließlich mache es einfach mehr Spaß, etwas zu tun, wozu man auch die entsprechende Kompetenz besäße. Neben den Einführungsvorträgen am Vormittag standen die Firmen und Organisationen, häufig sogar mit eigenen Auszubildenden, Rede und Antwort. Eine unverbindliche Umfrage unter den Schüler ergab, dass sich einige der jungen Damen durchaus für den Dienst bei der Polizei und der Bundeswehr interessierten.

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