MyMz
Anzeige

Hobby

83 Imker betreuen 384 Bienenvölker

Die gute Frühjahrs- und Sommertracht sorgte für ein gutes Honigjahr 2015. Interessierte Neuimker können noch einsteigen.

Michael Fleischmann (links) stellte in seinem Referat die eingewanderten Pflanzen, die sogenannten invasiven Neophyten und die Auswirkung auf die Imkerei vor, mit im Bild Zuchtwart Johann Kagerer.
Michael Fleischmann (links) stellte in seinem Referat die eingewanderten Pflanzen, die sogenannten invasiven Neophyten und die Auswirkung auf die Imkerei vor, mit im Bild Zuchtwart Johann Kagerer. Foto: srg

Schwandorf.Gegenüber dem Vorjahr nahm die Anzahl der Bienenvölker um 37 ab. Bei der Jahreshauptversammlung blendete der Vorsitzende des Imkervereins Konrad Grauvogl auf die Aktivitäten des Vereins zurück. Die Neuimkerausbildung nehme in der Vereinsarbeit einen nicht unerheblichen Zeitaufwand in Anspruch, so Grauvogl. Ein aktives Vereinsjahr wurde bei der Jahresversammlung im Bienenlehrheim offengelegt. Imkervereins-Vorsitzender Konrad Grauvogl konnte zur Jahreshauptversammlung zahlreiche Mitglieder und Neumitglieder begrüßen. Dem Verein gehören derzeit 89 Mitglieder an.

In seinem Rechenschaftsbericht ließ der Vorsitzende, Konrad Grauvogl, das Vereinsjahr nochmals Revue passieren. Er erinnerte an die neun Schulungsveranstaltungen mit Gastreferenten und internen Referenten. So wurden die Mitglieder von externen Referenten über Schwarmverhinderung und Ablegerbildung, neue Mittel in der Varroabekämpfung und Versicherungsfragen informiert. Ein Erster-Hilfekurs für Imker rundete das Jahresprogramm ab. Zuchtwart Johann Kagerer betreute die Jungimker das Jahr über und hielt die Anfängerausbildung ab.

Ein großer Erfolg war das Imkerfest verbunden mit einem „Tag der offenen Tür“. Viele Besucher nutzten den Tag und ließen sich über die Bienenzucht und Imkerei von den Vereinsmitgliedern aufklären. Besonders der Bienenschaukasten und unser Bienenstand waren ein Anziehungsmagnet, führte Grauvogl aus.

Der Wettergott war den Imkern 2015 gut gesonnen. Der Völkerverlust im Winter 2014/15 war bei den einzelnen Imkern sehr unterschiedlich. Die gute Frühjahrs- und Sommertracht sorgte für ein gutes Honigjahr 2015. Der Verein wird auch heuer wieder einen Kurs für Neuimker anbieten. „Wer mit Honigbienen arbeitet, der bekommt einen Einblick in die komplexe Welt der Naturkreisläufe“ – mit diesem Slogan wirbt der Imkerverein Schwandorf neue Imker. Außerdem stellt die Imkerei eine äußerst sinnvolle Freizeitbeschäftigung dar, so der Vereinsvorsitzende.

Interessierte, die sich der Freizeitimkerei widmen wollen, können noch einsteigen. Sie werden von erfahrenen Imkern über zwei Jahre betreut. Bei diversen Theorie- und Praxiskursen können die Neuimker ihr Wissen um die Bienenzucht vertiefen. Die nächste Veranstaltung für Neuimker ist am 18. März um 18 Uhr im Bienenlehrheim.

Einen positiven Kassenbericht legte Kathrin Fleischmann den Mitgliedern vor. Trotz verschiedener Anschaffungen konnte das Jahr mit einem Überschuss abgeschlossen werden. Die Kassenprüfer Peter Merl und Georg Höfler bescheinigten den Mitgliedern eine ordnungsgemäße Kassenführung. Zuchtwart Johann Kagerer berichtete, dass 209 Königinnen gezüchtet wurden. Davon wurden 72 standbegattet und 100 waren bei den Belegstellen in Kühweiher bei Wernberg-Köblitz, am Rachel und in Bodenwiese bei Marktredwitz. Gezüchtet wurde ausschließlich die Rasse Carnica.

Konrad Grauvogl informierte die Mitglieder noch über die Jahresversammlung des Kreisverbandes mit Neuwahlen. Mit wenigen Ausnahmen wurde eine neue Vorstandschaft gewählt. Künftig ist jeder 1. Vorsitzende der 16 Mitgliedsvereine im Ausschuss vertreten. Abschließend gab der Vorsitzende noch bekannt, dass am Samstag, 19. März von 9 bis 12 Uhr Arbeitseinsatz im Bienenlehrheim ist. Zum Abschluss seiner Ausführungen dankte Grauvogl den Mitgliedern für die geleistete Grundstückspflege und für das Holz machen. Anschließend hielt Michael Fleischmann einen Vortrag über die eingewanderten Pflanzen – die sogenannten invasiven Neophyten – und deren Auswirkung auf die Imkerei. Dabei standen das drüsige Springkraut, die kanadische Goldrute, die Stauden-Knöteriche sowie der gefährliche Riesen-Bärenklau im Vordergrund. Die meisten Neophyten dienen den Bienen als hervorragende Nektar- und Pollenspender, da diese zu einer Zeit blühen, in der die heimischen Trachtpflanzen bereits verblüht sind. Zudem fehlen in unserer Natur seit der intensivierten Landwirtschaft Pflanzen wie die Kornblume, Kamille oder Klatschmohn. Die invasiven Neophyten sind jedoch auch eine große Bedrohung für die heimische Flora und Fauna, da sie hier keine Fressfeinde haben und durch ihre enorme Wuchskraft andere Pflanzen verdrängen. Ebenso haben manche der Neophyten Giftstoffe in sich, die den Menschen und den Bienen starke Schäden zufügen können, führte der Referent abschließend aus. (srg)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht