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Internet

amplus versorgt Schwandorfer Stadtsüden

Das Teisnacher Unternehmen übernimmt auf eigene Kosten den Breitbandausbau in den Ortsteilen Bubach, Büchelkühn und Klardorf.
Von Hubert Heinzl

Der Kuchen beim privatwirtschaftlichen Breitbandausbau ist aufgeteilt: Als dritter Anbieter versorgt amplus drei Ortsteile im Stadtsüden.
Der Kuchen beim privatwirtschaftlichen Breitbandausbau ist aufgeteilt: Als dritter Anbieter versorgt amplus drei Ortsteile im Stadtsüden. Foto: dpa

Schwandorf.Neben der Telekom und dem Amberger Anbieter Jobst DSL steigt nun auch die amplus AG in den Breitbandausbau ein. Auf eigene Kosten will das Unternehmen aus Teisnach (Kreis Cham) den Stadtsüden für das schnelle Internet erschließen. Profitieren könnten rund 1300 Haushalte in den Ortsteilen Bubach, Büchelkühn und Klardorf, wenn sie sich für den Anbieter aus dem Bayerwald entscheiden. Garantiert werden Übertragungsgeschwindigkeiten von 30 Megabit pro Sekunde; je nach Lage der einzelnen Anwesen sind aber auch deutlich höhere Raten bis zu 100 MBit drin.

Rund 400.000 Euro will amplus in einem ersten Schritt in den drei südlichen Stadtteilen investieren, so Vorstandsvorsitzender Christof Englmeier bei einem Pressetermin im Rathaus. Knapp sieben Kilometer Glasfaser sollen nach seinen Worten für das schnelle Internet verlegt werden – ausschließlich unter der Erde, wie Englmeier versicherte. Möglichst noch im Frühjahr will das Unternehmen mit den Bauarbeiten beginnen, sofern es die Witterung zulässt. „Ende 2016 wird das Netz Stück für Stück in Betrieb gehen“, so der Vorstandschef.

Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Oberbürgermeister Andreas Feller und Christof Englmeier (re.), der Vorstandsvorsitzende der amplus AG. Foto: Heinzl
Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Oberbürgermeister Andreas Feller und Christof Englmeier (re.), der Vorstandsvorsitzende der amplus AG. Foto: Heinzl

Auch an der nächsten Phase des Breitbandausbaus, die durch ein bayerisches und ein Bundesförderprogramm finanziell gestützt wird, will sich die amplus AG beteiligen. Englmeier: „Im Rahmen der jeweiligen Ausschreibungsverfahren werden wir bei jeder Kommune im Landkreis ein Angebot abgeben, auch in Schwandorf“. Wichtig sei es, eine flächendeckende Breitbandversorgung zu erreichen. Wann die Ausschreibung für die restlichen noch unterversorgten Haushalte in Schwandorf beginnt, ist noch unklar. Erst muss die Stadt die Lose für die verbleibenden Ortsteile und Weiler möglichst sinnvoll zusammenstellen und dabei auch noch die beiden sich ergänzenden Förderprogramme aufeinander abstimmen. Oberbürgermeister Andreas Feller geht jedenfalls davon aus, „dass wir im Lauf des Jahres 2018 überall schnelles Internet in Schwandorf haben werden“.

WLAN-Hotspots in der Region:

Der OB zeigte sich erfreut, dass als dritter Anbieter nun auch die amplus AG mit im Boot ist. „Je höher der Anteil des eigenwirtschaftlichen Ausbaus ist, um so kleiner ist der Kuchen, den die Stadt finanzieren muss“, so Feller. Englmeier revanchierte sich für das Kompliment und bezeichnete das Vorgehen der Stadt im Vorfeld der Investitionsentscheidung als „beispielhaft“.

Die amplus AG will beim Breitbandausbau übrigens nicht auf der ersten Stufe stehenbleiben, sondern plant im Stadtsüden schon weiter – bis hin zur Vision, Glasfaser bis zu den Gebäuden zu verlegen (Fibre To The Building, FTTB). Wer jetzt schon einen solchen direkten Anschluss benötige, für den würden Lösungen gefunden, versprach Englmeier. Die Tiefbauarbeiten müssen Interessenten, ob Betrieb oder Privatleute, dann aber selbst tragen.

Um die Kunden von morgen über das Angebot von amplus zu informieren, sind nach Angaben aus der Marketingabteilung drei Informationsveranstaltungen geplant – zeitnah nach dem ersten Spatenstich im Frühjahr. Dabei will man immer Hand in Hand mit der Stadt auftreten. Darüber hinaus soll jeder Haushalt durch amplus-Mitarbeiter noch eigens angesprochen werden.

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Weitere Infos

  • Informationen im Vorfeld

    gibt es bei der amplus-Marketingabteilung unter der Rufnummer 0 99 23/80 45 29 32 (Ramona Gigl oder Saskia Stingl) oder per E-Mail servus@amplus.ag.

  • Die amplus AG

    in Teisnach (Kreis Cham) wurde im Jahr 2009 gegründet und versorgt heute mehr als 100 Kommunen in Niederbayern und der Oberpfalz mit VDSL bis 200 MBit/s. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 60, (hh)

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