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Rarität

Bahn frei für die Modell-Müllcontainer

Für Eisenbahnfans gibt es eine limitierte Auflage von 500 Nachbauten der grünen Eisenbahnwaggons im Maßstab „Ho“.
Von Regina Suttner

  • Begeisterte Modellbahnfans: Waldemar Aumiller, OB Andreas Feller, Landrat Thomas Ebeling, Thomas Knoll, Franz Grabinger und Konrad Rieger. Foto: ssu
  • Hellgrün sind die neuen Containerwagen für die Modelleisenbahn, dunkelgrün zwei alte Modelle.
  • Vor 34 Jahren nahm der bayerische Umweltminister Alfred Dick mit den ersten Müllcontainer in Betrieb. Foto: ZMS
  • Vor 34 Jahren nahm der bayerische Umweltminister Alfred Dick mit den ersten Müllcontainer in Betrieb. Foto: ZMS

Schwandorf.Die Freude bei den Modelleisenbahnfreunden in der Region ist groß. Seit Jahren wurden sie immer wieder nachgefragt, jetzt gibt es sie endlich: die Tragwagen mit den ZMS-Müllpresscontainern für die Modelleisenbahn zuhause. ZMS-Verbandsdirektor Thomas Knoll präsentierte den Miniaturwaggon des ZiS gemeinsam mit Landrat und Zweckverbandsvorsitzendem Thomas Ebeling und Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller.

Realisiert haben das Modell die Firmen Märklin und Modellbahn Engl zusammen mit dem Schwandorfer Modelleisenbahnfreund Waldemar Aumiller. Die Idee dazu entstand bei der zweiten Schwandorfer Modelleisenbahnausstellung am 9. November 2014. Waldemar Aumiller und sein Freund Michael Schnepf entschlossen sich zum Bau der Wagen.

Limitierte Stückzahl

Nach dem „großen“ Vorbild der grünen Pressmüllcontainer des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf (ZMS) wurden Exklusivmodelle gebaut. Um dem Modell im Maßstab „H0“ einen Sammlerwert zu verschaffen, wurde die Produktion auf 500 Stück beschränkt. Jedes Exemplar hat ein exklusives durchnummeriertes Zertifikat. Auf absolute Authentizität wurde penibel geachtet. „Von der RAL-Farbe bis zur Beschriftung ist alles wie beim Original“, berichtet Aumiller. Das Problem sei der Lack gewesen.

Erst nach einem Vierteljahr der Suche habe man den richtigen Lieferanten gefunden, der auch für die kleine Menge von 500 Stück die benötigte Menge liefern habe können. Schließlich sei jedes Modell Handarbeit. Es werde von Hand zusammengebaut und lackiert.

Bei der Vorstellung des Mini-Pressmüllcontainers im ZMS lobte Aumiller für die gute Zusammenarbeit mit Thomas Knoll, dem Verbanddirektor des ZMS, der begeistert war und gleich grünes Licht für die Produktion gegeben haben.

Seit 34 Jahren im Einsatz

ZMS-Verbandsvorsitzender Thomas Ebeling, Oberbürgermeister Andreas Feller sowie ZMS-Verbandsdirektor Thomas Knoll outeten sich bei der Präsentation selber als Modelleisenbahnbegeisterte. Entsprechend ausgerüstet mit Bahnhelm, Fähnchen und Trillerpfeife, gaben sie mit sichtlichem Vergnügen das Startsignal für den kleinen Zug. Sowohl Ebeling als auch Feller sind stolz auf den Ideengeber aus Schwandorf. Schließlich sehe man täglich von der Adenauerbrücke aus die markanten, grünen Container auf der Schiene fahren. Sie seien den Bürgern schon ein vertrauter Anblick im Stadtbild.

Seit beinahe genau 34 Jahren ist das Ferntransportsystem auf der Schiene unverzichtbarer und nicht wegzudenkender Bestandteil der ZMS-Unternehmensphilosophie. Umweltschutz beginne nicht erst bei den technischen Einrichtungen beim Müllkraftwerk, sondern schon bei der Anlieferung. Soweit als möglich sei diese umweltfreundlich, emissionsarm, mit möglichst wenig Energieverbrauch und ohne Belastung des Verkehrsaufkommens. Rund 80 Prozent des anfallenden Mülls, das seien rund 340 000 Tonnen pro Jahr, kämen auf der Schiene zum ZMS.

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