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Fortbildung

Förderschultag bringt Besucherrekord

18 Seminare, 14 Referenten und 150 Besucher aus der ganzen Oberpfalz gab es im Sonderpädagogischen Förderzentrum Schwandorf.

Anne Breitenbach, als Vertreterin der konfrontativen Pädagogik erläutert den Dreischritt: Konfrontieren, Respektieren, Einfordern
Anne Breitenbach, als Vertreterin der konfrontativen Pädagogik erläutert den Dreischritt: Konfrontieren, Respektieren, Einfordern

Schwandorf.Im Umfeld des Sonderpädagogischen Förderzentrums Schwandorf-Ettmannsdorf war am vergangenen Samstag kaum mehr ein Parkplatz zu ergattern. Mehr als 150 Lehrkräfte, Seminarleiter und Mitglieder der Schulaufsicht erschienen zum achten Schwandorfer Förderschultag, der sich inzwischen zum größten sonderpädagogischen Fortbildungsevent der Oberpfalz entwickelt hat.

Dem Organisationsteam der Schule um Sonderschulrektor Michael Zirngibl ist es wieder gelungen, mit der Auswahl der Inhalte die aktuellen Bedürfnisse der Lehrerschaft zu treffen. Besonders gefragt waren Kurse aus dem Themenbereich der schwierigen Erziehungssituationen.

Mit viel Interesse folgten die Zuhörer hier den Ausführungen zur konfrontativen Pädagogik von Anne Breitenbach und Verena Fiur von „schlicht-weg“ aus Regensburg. Die auf den Punkt gebrachte Aussage des Psychologen Bauhofer „Schwierige Kinder haben Probleme – schwierige Kinder machen Probleme“ füllte gleich zwei Workshops.

Beim Vortrag der Bildungsexpertin Stephanie Müller zur Entwicklung der Schreibkompetenz stieß das Förderzentrum, was den Zulauf betraf, an räumliche Grenzen. Die Botschaft, dass die Kinder unserer Zeit an allen Schulen ein deutlich erhöhtes Förderbedürfnis im Bereich der Motorik haben, wurde von den Teilnehmern bestätigt, die aufmerksam den Fördervorschlägen folgten.

Der Regensburger Schauspieler Tobias Ostermeier riss die Lehrkräfte mit seinen beiden Theaterworkshops ebenso mit, wie der diesjährige Kulturpreisträger des Bezirks Oberpfalz Ulrich Radl mit seinem musikpädagogischen Beitrag „Ohrwurm, Tanzbär, Zeiserl“. Wie schon in den vergangenen Jahren lobten die Teilnehmer die Vielfalt der hochkarätig besetzten Kurse. Sprachförderung, Metallbearbeitung, Rechtschreiben, Achtsamkeitstraining, Größenvorstellungen entwickeln und schließlich Stressbewältigung durch Achtsamkeit ergänzten die Themenpalette.

Sonderschulrektor Zirngibl betonte auch gegenüber Regierungsschulrat Krigers, der den Mitveranstalter, die Regierung der Oberpfalz vertrat, den Glücksfall, dass hinter den Kulissen der Schwandorfer Schule eine Schulgemeinschaft lebt, die ein so großes überregionales Ereignis in gemeinsamer Anstrengung schultert.

Was im Fasching gilt, trifft auf den Förderschultag auch zu: Nach dem großen Fortbildungstag ist vor dem nächsten Förderschultag und so beginnen die Planungen des Teams für den 9. Schwandorfer Förderschultag im Oktober 2016 schon in den kommenden Tagen.

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