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Solidarität

Gospels für Welt ohne Hunger und Armut

Der „Gospelday“ sollte ein weltweites Zeichen gegen Not und Unterdrückung setzen – auch in der Schwandorfer Erlöserkirche.
Von Dietmar Zwick

Der Gospelchor „Heavenbound“ beteiligte sich in der Schwandorfer Erlöserkirche am bundesweiten „Gospelday“.
Der Gospelchor „Heavenbound“ beteiligte sich in der Schwandorfer Erlöserkirche am bundesweiten „Gospelday“. Foto: Zwick

Schwandorf.Schon vier Mal fand der bundesweite „Gospelday“ statt. An Ländergrenzen, vor dem Brandenburger Tor, auf der Zugspitze, in Einkaufszentren oder Bahnhöfen erhoben Gospelsängerinnen und -sänger gemeinsam ihre Stimme. Auch Schwandorf war wieder eine Station des Choraktionstags gegen Hunger und Armut. Die Formation „Heavenbound“ unter der Leitung von Thomas Huber gestaltete am Samstag einen stimmungs- und schwungvollen Gospelgottesdienst in der evangelischen Erlöserkirche.

Auf die Ungerechtigkeit in der Welt will der Gospelday aufmerksam machen und dabei zugleich Perspektiven vermitteln. Er ist Teil der Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt“, einer Initiative von „Brot für die Welt“, dem Evangelischen Entwicklungsdienst und der Stiftung Creative Kirche. Bereits 2010 startete die bundesweite Gospelaktion. In diesem Jahr wurden auch Partnerchöre im Ausland aktiviert und schlossen sich an. Dafür sind erstmals Gospelchöre in 20 Ländern und auf allen Kontinenten gemeinsam mit einem Lied verbunden – „We are changing the world“ von Hans Christian Jochimsen. Dieser Song ging an diesem Tag um die Welt. 7000 Sänger in 180 Chören beteiligten sich daran, wie Dr. Matthias Hofmann informierte.

Der Gospelgottesdienst war perfekt zum Zuhören, Mitsingen und Nachdenken. Bisher haben Gospelchöre mehr als 220 000 Euro für Entwicklungsprojekte von „Brot für die Welt“ gesammelt. Seit Beginn der Aktion wurden ein Brunnenbau oder Schulen unterstützt, und dieses Jahr wie schon 2014 geht das Geld an das Hilfsprojekt „Happy Home Bangladesch“. Hier wohnen ständig 30 Kinder, deren Unterkunft schon mit einer Spende von 20 Euro im Monat finanziert werden kann, informierte Dr, Hofmann. Er prangerte unter anderem die Discounter und Modefirmen an, die in diesem Land billig produzieren ließen, aber auch die Kunden, die nach der „Geiz ist geil“-Mentalität immer billiger einkaufen wollten. Dr. Hofmann animierte in diesem Zusammenhang die Besucher, „Fair Trade“-Produkte zu kaufen. Davon profitierten heute schon 1,6 Millionen Menschen direkt, mit Familienangehörigen sogar sechs Millionen, so Dr. Hofmann. „Jede Spende ist ein Tropfen, und vielleicht wird daraus ein Meer der Hilfe“, sagte er.

Am Ende wurde es symbolisch: Jeder, der am Samstag in die Erlöserkirche kam, erhielt einen Schlüssel, der ein Leben in Freiheit versinnbildlichen sollte. Und beim verbindenden Song „Changing the world“, standen die Besucher auf, reichten sich die Hände und sangen mit.

Gospels mit „Heavenbound“

  • Konzert:

    Alle Gospelliebhaber können sich bereits heute einen weiteren Termin in der Schwandorfer Erlöserkirche vormerken: Am 17. Oktober findet hier ein Gospelkonzert von Heavenbound statt.

  • Gäste:

    In diesem Jahr hat der Chor wieder besondere musikalische Freunde eingeladen: die Jazz-Sängerin Evelin Mahjour und den Profi-Posaunisten Thorsten Willecke. Unter dem Motto „Gospel & Friends“ werden sie gemeinsam mit allen Sängerinnen und Sängern einen abwechslungsreichen und swingenden Abend gestalten.

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