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Integration

Hürden bei Flüchtlingsarbeit überwinden

Rotary Club, Lions Club und Round Table Schwandorf organisieren eine Benefizgala, um eine Beraterstelle zu finanzieren.

Andy aus Eritrea wird bei Horsch zur Fachkraft für Lagerlogistik ausgebildet. Foto: Archiv/fu

Schwandorf.Das Projekt „Schwandorfer interkulturelles Ausbildungsprogramm“ hat bundesweiten Vorbildcharakter und ist sehr gut angelaufen. Jungen schutzsuchenden Flüchtlingen wird hier die Chance gegeben eine Ausbildung zur Metallfachkraft zu erlernen und parallel gute Deutschkenntnisse zu erwerben. Es wird sich aber auch um ihre Unterbringung und die gesellschaftliche Integration und vieles mehr gekümmert. Dieses Projekt soll weiter voran getrieben und zu einem Projekt mit langfristigem Erfolg werden. Dazu wird eine neue Stelle von den drei Schwandorfer Serviceclubs Rotary, Lions und Round Table geschaffen, deren Finanzierung eine Benefizgala unterstützen soll.

Der Abend wird am Samstag, 26. November, ab 17.30 unter dem Motto „Flüchtlinge: Integration fördern und fordern“ im Horsch FITZentrum stattfinden. Auch Unternehmer und Unternehmen aus der Region sollen motiviert werden, Flüchtlingen die Möglichkeit einer Ausbildung oder Anstellung zu ermöglichen.

Menschen investieren viel Zeit für die Integration

An vielen Stellen investieren Menschen Zeit und Ressourcen und stellen sich zur Verfügung, um Flüchtlinge zu begleiten, zu unterrichten, Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen. Bildung, Ausbildung und Beschäftigung sind zentrale Themen, wenn es um Integration geht. An dieser Stelle setzen die Schwandorfer Service-Clubs Rotarier, Lions und Round Table an. „Wir wollen etwas unternehmen“, so der Grundton, „und Integration fördern und fordern.“

Um Betriebe in der Region zu motivieren und dann auch dabei zu begleiten, Flüchtlinge auszubilden und einzustellen, werden die drei Clubs einen Berater einstellen. Der soll – zunächst für drei Jahre – Betriebe unterstützen, wenn es um ganz praktische Hürden geht. Er soll vernetzen, so dass Neueinsteiger von den Erfahrungen anderer Unternehmen profitieren können. Und er soll Kontakt halten zu den jugendlichen Flüchtlingen selbst, um nah dran zu sein und zu erkennen, was nötig ist, damit die Ausbildung Erfolg zeigt.

Benefizabend am 26. November

Um die Anstellung dieses Beraters zu finanzieren, findet am Samstag, 26. November der Auftakt-Benefiz-Abend statt. Informativ und unterhaltsam präsentiert, erfahren Interessenten dort mehr über die Idee und die Hintergründe – und natürlich auch, wie sie diese Initiative ganz praktisch unterstützen können. Prominente Unterstützer wie Staatsministerin Emilia Müller, Landrat Thomas Ebeling sowie Unternehmer wie Thomas Hanauer (EMZ) oder Philipp Horsch (Horsch Maschinen) sind an diesem Abend dabei; Afghanistan-Kenner Dr. Reinhard Erös sowie Dalal Makari Pausch, die ihr Heimatland Syrien verlassen musste, berichten anhand von persönlichen Erfahrungen. Natürlich werden Gäste auch kulinarisch auf ihre Kosten kommen und das Eberhard Geyer Trio sorgt für einen zauberhaften musikalischen Rahmen.

Die Schwandorfer Service-Clubs laden Unternehmer und Verantwortungsträger sowie darüber hinaus Interessierte herzlich zu dem Benefiz-Abend ein.

Anmeldung für den Benefizabend per E-Mail an: benefizgala@horsch.com

Neuer Lebensabschnitt

  • Chiara Mailli (16):

    Die Schwandorferin war „schon immer technikbegeistert“, hat oft mit dem Vater in der Werkstatt geschraubt. Mit der Firma Horsch kam sie erstmals beim Camp „Hightech life“ in Tuchfühlung. Bei einem Praktikum hat sie dann „richtig arbeiten dürfen“. Das kann sie jetzt auch als angehende Konstruktionsmechanikerin.

  • Michaele Bokuretsion (19):

    Michaele stammt aus Eritrea und wohnte als „unbegleiteter Flüchtling“ lange im Haus des Guten Hirten in Schwandorf. Er hat sich schon immer für handwerkliche Tätigkeiten interessiert und freut sich sehr über die Chance bei der Horsch Maschinen GmbH: „Das ist ein neues Leben für mich“, strahlt er.

  • Karimullah Durani (19):

    Von Afghanistan kam Karimullah nach Schwandorf und besuchte am Berufsschulzentrum zwei Jahre die Integrationsklasse. Bei Horsch beginnt er nach verschiedenen Praktika nun mit einer Ausbildung zur Fachkraft Metalltechnik. Am Unternehmen schätzt er unter anderem „die vielen Beziehungen ins Ausland“.

  • +

  • Markus Holzinger (16):

    „Die Firma Horsch kenne ich, seit ich klein bin“, sagt Markus Holzinger aus Schwarzenfeld. Nach einem Praktikum wusste er: „Da will ich hin. Die Leute sind nett, die Ausbildung ist hervorragend“. Als angehender Fertigungsmechaniker darf er jetzt lernen, wie man die Horsch-Spezialmaschinen montiert und wartet.

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