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Kultur

Julia Schnorrers Film feiert Premiere

„Acceptance/Akzeptanz“ ist das erste Werk der Schwandorfer Regisseurin. Zu Hause fand die erste offizielle Aufführung statt.
Von Nina Brolich

Julia Schnorrer (3. v. r.) und die Mitwirkenden von „Acceptance“ freuen sich über das gelungene Debüt.
Julia Schnorrer (3. v. r.) und die Mitwirkenden von „Acceptance“ freuen sich über das gelungene Debüt. Foto: sni

SCHWANDORF.„Ich habe immer davon geträumt, eine Premiere zu haben“, erzählte Julia Schnorrer der MZ. Am Sonntag war es dann so weit: Um 18 Uhr lud die in Berlin wohnhafte Klardorferin zur Erstaufführung ihres Kurzfilmdebüts „Acceptance/Akzeptanz“ ins Unionkino Schwandorf ein.

Schon der Stehempfang, der um 17 Uhr in der Kostbar stattfand, war gut besucht. Im vielseitigen Publikum befanden sich sowohl alte Freunde und Bekannte als auch Lokalpolitiker sowie Sponsoren. Unter anderem ließen es sich Altlandrat Hans Schuierer, MdL Franz Schindler und Schwandorfs zweite Bürgermeisterin, Ulrike Roidl, nicht nehmen, die Premiere zu besuchen. Obwohl die Unterstützer der Crowdfundingkampagne, mit der Schnorrer den Film finanziert hat, das Endprodukt als Dankeschön für ihre Spende vor der Premiere schon gesehen hatten, war die Spannung groß.

Julia Schnorrer nutzt auch für ihren zweiten Film Crowdfunding:

„Acceptance/Akzeptanz“ ist ein zweisprachiger Film über die junge Managerin Fiona, die nach einer Beförderung mit ihrer Freundin Sam von London zurück in ihre oberpfälzerische Heimat zieht. Dort meldet sich ihr Vater Jörg, obwohl zwischen den beiden seit Jahren Funkstille herrscht, weil er eine vernichtende Krebsdiagnose erhalten hat. Im Folgenden versucht er, sich mit der Homosexualität seiner Tochter zu arrangieren und trifft dabei auch auf Sam.

Auch die Hauptdarsteller des Kurzfilms, Daniela Jankowiak (Fiona), Thomas Giegerich (Jörg) und Shabana Hussain (Sam), die auch in Schnorrers zweitem Film mitspielen wird, waren bei der Premiere anwesend.

Die Resonanz im Publikum war durchwegs sehr positiv. Ein paar Gäste hätten Tränen in den Augen gehabt und Menschen zu berühren, sei ihr Ziel gewesen, deswegen sei die Premiere ein voller Erfolg gewesen, resümiert Schnorrer zufrieden. Besonders gut fand Matthias Haberl, Lehrer am CFG-Gymnasium, „den emotionalen Moment am Schluss“, die „peinlichen Pausen, die die Schwierigkeit der Situation zeigen“ und auch die Darstellung von „sprachliche Problemen, die den Gegensatz zwischen der Oberpfalz und der weiten Welt illustriert“. Andere Zuschauer lobten die „Darstellung des Generationenkonflikts“, die „Einbindung von sozialen Medien in den Kurzfilm“ oder auch den Toleranzgedanken, der den Film auszeichnet.

Das gelungene Debüt ist jedoch noch lange nicht das Ende: Schnorrers zweiter Kurzfilm steht schon in den Startlöchern.

Aktuelle Nachrichten aus dem Kreis Schwandorf lesen Sie hier.

Der Film Acceptance

  • DVDs:

    Die DVDs von „Acceptance/Akzeptanz“ gibt es ab nächster Woche in „Claudia‘s Fashion Corner“ (Breite Straße 20) in der Innenstadt zu erwerben.

  • Cast:

    Die Hauptrollen übernahmen Thomas Giegerich, Daniela Jankowiak und Shabana Hussain.

  • Schnitt und Sound:

    Den Schnitt des Films übernahm Tina Reuther, um den Sound kümmerte sich Thomas Werner.

  • Soundtrack:

    Den Soundtrack steuerte der Wackersdorfer Komponist Hartwig Ross zum Film bei, der Titelsong ist „Lost to be found“ von Eddy Gabler.

  • Dauer:

    Der Kurzfilm hat eine Länge von circa 18 Minuten.

  • Weitere Aufführungen:

    Ab dem 5. September wird „Acceptance/Akzeptanz“ im Unionkino als Vorfilm zu „La belle saison – eine Sommerliebe“ laufen. Momentan wird der Film auch bei diversen Festivals eingereicht.

  • The Hacker:

    Julia Schnorrers nächstes Projekt heißt „The Hacker“ und wird ab 5. September in Klardorf gedreht. Momentan läuft wieder eine Crowdfundingkampagne. Weitere Infos zum Film und zur Spendenkampagne findet man unter: http://www.jays-lair.com/

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