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Politik

Landrat Thomas Ebeling kandidiert erneut

Schwandorfs Landrat will’s bei der Kommunalwahl 2020 noch einmal wissen. Die Nominierung ist für den 11. Juli geplant.
Von Hubert Heinzl

Landrat Thomas Ebeling kandidiert bei der Kommunalwahl erneut. Foto: Hans Prechtl
Landrat Thomas Ebeling kandidiert bei der Kommunalwahl erneut. Foto: Hans Prechtl

Schwandorf.Der amtierende Landrat Thomas Ebeling wirft seinen Hut erneut in den Ring. Wie aus einer aktuellen Mitteilung des CSU-Kreisvorsitzenden, MdL Alexander Flierl, hervorgeht, hat Ebeling am Donnerstag bei einer Sitzung von Kreisvorstand und Kreistagsfraktion offiziell seine Bereitschaft erklärt, sich 2020 erneut als Kandidat zur Verfügung zu stellen. Die CSU-Führung im Landkreis stärkte Ebeling mit einem einstimmigen Beschluss den Rücken. Bei der Nominierungsversammlung am 11. Juli soll der 43-jährige Jurist den 159 Kreisdelegierten als Bewerber um das Landrats-Amt vorgeschlagen werden.

Das Landrats-Amt macht Thomas Ebeling „sehr viel Spaß“

Ebeling selbst erklärte am Freitag auf Anfrage der Mittelbayerischen, dass es für die erneute Kandidatur keines großen Anlaufs bedurft habe. „Mir macht mein Amt als Landrat sehr viel Spaß, und es war eine ganz kurze Überlegung, noch einmal anzutreten“, sagte er. Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Kreisvorstands am Donnerstag habe er die erste Möglichkeit genutzt, seine Entscheidung bekanntzugeben, und dabei auch die CSU-Kreistagsfraktion hinzugezogen, „mit der ich ja fünf Jahre vertrauensvoll zusammengearbeitet habe“. Auch bei seiner Ehefrau habe er übrigens „vollste Unterstützung“ für seinen Entschluss, noch einmal anzutreten.

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Auf Ebelings politischer Agenda bei einer Wiederwahl stehen die Themen, die ihn schon in seiner jetzigen Amtszeit beschäftigt haben: Der Erhalt und Ausbau der Schullandschaft, das Thema Bildung allgemein, bleiben eine Daueraufgabe, ebenso die Infrastruktur – vom Ausbau der Kreisstraßen bis hin zu einem leistungsfähigen Breitbandnetz im Landkreis. Die Verbesserung des ÖPNV – Stichwort: Rufbus „Baxi“ – müsse von der Konzept- in die Umsetzungsphase eintreten, so der Landrat. Auch die Förderung des Tourismus sieht Thomas Ebeling als „ganz große Aufgabe“. Die Holzkugel am Steinberger See zeige, welchen Boom ein derartiges Projekt auslösen könne. Beim Schuldenabbau schließlich sieht der Landrat zwar Erfolge, „doch wir sind diesen Weg noch nicht zu Ende gegangen“, wie er erklärt.

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Eine Bilanz über die zu Ende gehende Wahlperiode hatten Ebelings Parteifreunde bereits am Donnerstag gezogen. Kreisvorsitzender MdL Alexander Flierl hob laut Pressemitteilung die positiven Entwicklungen hervor, die unter Ebeling seit dem Jahr 2014 erkennbar geworden seien. Dazu zählt er unter anderem die nach oben zeigende Wirtschaftskurve, die kontinuierliche Senkung der Kreisumlage sowie den erst kürzlich vertraglich vereinbarten Ausbau der Breitbandversorgung. Auch die Weiterentwicklung des Landkreises Schwandorf als Naherholungs- und Tourismusgebiet sowie der Ausbau des ÖPNV seien unter Ebeling stetig vorangetrieben worden.

Was die anderen Parteien machen

  • Kandidaten:

    Nach bisherigem Stand wollen sowohl die SPD als auch die Grünen jeweils eigene Kandidaten aufstellen. Personalien wurden bisher nicht bekannt, allenfalls der Zeitplan. Die SPD jedenfalls will laut dem Kreisvorsitzenden Peter Wein erst im September oder Oktober nominieren, also deutlich nach der Sommerpause.

  • Ambitionen:

    Dem Kreisvorsitzenden der Freien Wähler, dem Schwandorfer Polizeihauptkommissar Dieter Jäger, werden ebenfalls Ambitionen auf eine Kandidatur nachgesagt. Ob er dabei auf den Landratsposten oder nicht doch auf das Amt des Schwandorfer Oberbürgermeisters abzielt, ist allerdings noch nicht ausgemacht.

Die CSU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Schwandorfs 3. Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf, formulierte es so: „Die Modernisierung der Schulen und Bildungseinrichtungen unter Trägerschaft des Landkreises hat für Thomas Ebeling immer oberste Priorität“, sagte sie bei der erweiterten Vorstandssitzung am Donnerstag. Außerdem habe sich der Landrat über sämtliche Parteigrenzen hinweg als sachlicher und menschlicher Ansprechpartner gezeigt, „dem es nie um persönliche Animositäten, sondern stets um die Lösungen für die Herausforderungen des Landkreises geht“, so Englhardt-Kopf weiter.

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