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Initiative

Netzwerk soll Energie sparen helfen

E.ON Energie und Bayernwerk bringen Firmen für mehr Energieeffizienz an einen Tisch - mit fachlicher Erfolgskontrolle.
Von Hubert Heinzl

Dr. Alexander Fenzl, Geschäftsführer der Bayernwerk Natur, Anna Gruber von der Münchner Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft, E.ON-Regionaldirektor Otmar Zisler und Jörg Meier, ebenfalls von E.ON Energie (v. l.) informierten über das Auftakttreffen des Energieeffizienz-Netzwerks.
Dr. Alexander Fenzl, Geschäftsführer der Bayernwerk Natur, Anna Gruber von der Münchner Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft, E.ON-Regionaldirektor Otmar Zisler und Jörg Meier, ebenfalls von E.ON Energie (v. l.) informierten über das Auftakttreffen des Energieeffizienz-Netzwerks. Foto: Heinzl

Schwandorf.Energie in den Unternehmen sinnvoller einsetzen, Praxistipps branchenübergreifend austauschen und von gegenseitigen Erfahrungen profitieren: Mit diesen Zielen ist am Donnerstag beim Bayernwerk in Schwandorf ein neues Energieeffizienz-Netzwerk gestartet. Dem Netzwerk gehören zwölf Unternehmen aus der mittleren und nördlichen Oberpfalz, Oberbayern und Franken an – von der Brüterei Süd aus Regenstauf über die Wackersdorfer Wewatec und das Rohrwerk Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg bis zur Cummins Deutschland GmbH in Marktheidenfeld.

Das auf Initiative von Bayernwerk Natur und E.ON Energie Deutschland gegründete Netzwerk soll unter dem Motto „Impuls für Bayern“ in den nächsten drei Jahren helfen, konkrete Einsparpotenziale in den beteiligten Betrieben zu erkennen und bei gemeinsamen Diskussionsrunden und Workshops „Energie-Know-how“ aufzubauen. Der Prozess wird durch Fachleute von der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH (FfE) aus München begleitet.

Das Vorgehen ist nicht gänzlich neu. Bereits im Jahr 2009 wurden 30 ähnliche Pilot-Netzwerke bundesweit ins Leben gerufen, erläuterte Anna Gruber von der FfE. Ausgehend von den ersten Erfahrungen, entstanden zahlreiche weitere solcher „Lernenden Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke“, unter anderem gefördert durch Mittel aus dem Bundesumweltministerium. Die Bayernwerk- und E.ON-Initiative ist vor diesem Hintergrund zu sehen, aber bei Vorgehen und Methodik „eines der Netzwerke mit höchstem Qualitätsstandard“, wie Anna Gruber hervorhob. Die beiden Netzwerke von Bayernwerk bzw. E.ON Energie – ein weiteres gibt es derzeit noch in Franken – dürften daher auch zu den bundesweit 15 Projekten gehören, die mit einem besonderen Gütesiegel ausgezeichnet werden. Die öffentliche Förderung soll nach Angaben von E.ON Energie und Bayernwerk Natur vor allem „in das Ingenieur-Know-how“ der energietechnischen Berater fließen.

Organisiert wird das Netzwerk „Impuls für Bayern“ von Bayernwerk Natur und E.ON Energie, die „als Netzwerkträger auch das nötige Energiewissen einbringen“, wie Dr. Alexander Fenzl, der Geschäftsführer von Bayernwerk Natur, erläuterte. Der Energieversorger sieht dabei durchaus auch die Chance, mit den Netzwerkpartnern ins Geschäft zu kommen, wie Otmar Zisler, E.ON-Regionaldirektor Süd, einräumte. Aber vor allem sollen natürlich die Teilnehmer an dem auf drei Jahre angelegten Erfahrungsaustausch profitieren.

„Das Netzwerk bietet den Teilnehmern die Chance, individuelle Optimierungen zu identifizieren und die eigene Energieeffizienz zu steigern“, nannte Dr. Fenzl als Zielsetzung. Der Clou besteht nach seinen Worten vor allem in der Methode, denn der „vertrauensvolle und regelmäßige Austausch innerhalb des Netzwerks“ ermögliche es, firmen- und branchenübergreifend zu praktischen Lösungen zu kommen. Otmar Zisler verspricht: „Die praxisnahe Betrachtung des Themas Energie und die möglichst rasche Umsetzung der besten Lösungen vor Ort bringt einen echten Mehrwert für alle Teilnehmer.“

Dass dem auch so ist, soll die FfE überprüfen. Deren Mitarbeiter legen zusammen mit den Teilnehmern die Ziele fest, die das Netzwerk am Ende gemeinsam erreichen will – und messen kontinuierlich, wie weit man vom Soll noch entfernt ist.

Netzwerk Energieeffizienz

  • Teilnehmer:

    Zwölf Unternehmen aus der Oberpfalz, Ober- und Unterfranken und Oberbayern. Auch das Erzbistum Bamberg ist vertreten, aus dem Landkreis Schwandorf die Wackersdorfer Wewatec. Die einzelnen Jahresverbräuche reichen von einigen bis zu mehreren hundert Millionen Kilowattstunden.

  • Ziele:

    Ziel des Netzwerks ist eine Energiekostenreduzierung in allen Abläufen – von Licht über Prozesswärme bis hin zur elektrischen Energie. Durch den branchenübergreifenden Austausch sollen gute Beispiele aus der Praxis eine größere Verbreitung finden. Die Zielerreichung wird kontinuierlich überprüft.

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