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Soziales

Neue Trauma-Fachberater ausgebildet

In einer vierjährigen Fortbildung haben sich 13 Oberpfälzer beim Trauma-Institut Süddeutschland fortgebildet.

Die Teilnehmer erhielten das Zertifikat aus den Händen der Trauma-Instituts-Leiter Marlene Biberacher und Volker Dittmar (Mitte).
Die Teilnehmer erhielten das Zertifikat aus den Händen der Trauma-Instituts-Leiter Marlene Biberacher und Volker Dittmar (Mitte). Foto: Diakonie

Schwandorf.Petra S. (Name geändert) hat ihre Angst das erste Mal besiegt. Jetzt ist sie überglücklich. Sie bekam keine Panikattacke mehr, als sie heute mit dem Bus fahren musste. Sie ließ sich von ihrer Freundin begleiten, außerdem half ihr die Therapie-Knete in der Jackentasche, an der sie ihre Aufregung abarbeiten konnte. Das nächste Mal will sie es ohne Freundin versuchen.

Unterstützt wird Petra S. von Josef Lanzinger. Der Berater des Schwandorfer Diakonie-Zentrums kennt ihre Lebensgeschichte. Er weiß, dass sie in der Kindheit viel geschlagen und stundenlang in den Keller gesperrt wurde. Solche traumatischen Erlebnisse, so weiß der Sozialpädagoge, hinterlassen bei Menschen unterschiedliche Spuren: Manche entwickeln Ängste, andere Depressionen, wieder andere werden aggressiv gegen sich oder andere. Wie man traumatisierten Menschen am besten hilft, hat der Sozialpädagoge in seiner vierjährigen Fortbildung zum Trauma-Fachberater des Trauma-Instituts Süddeutschland gelernt. Die hat er jetzt mit zwölf weiteren Fortbildungsteilnehmern im Schwandorfer Diakonie-Zentrum mit einem Colloquium abgeschlossen.

In ihrer Fortbildung lernten die zertifizierten Fachberater, wie ein Trauma entsteht, welche Auswirkungen es auf Menschen gibt und mit welchen Methoden traumatisierten Menschen am besten geholfen werden kann. Dieses Wissen können die 13 Teilnehmer jetzt an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz einsetzen: Bei der Hilfe von Flüchtlingen in Cham, in der Bewährungshilfe in Regensburg, bei der Unterstützung psychisch kranker Menschen in Schwandorf und Amberg sowie an anderen Einsatzorten. In Schwandorf wird Petra S. von Sozialpädagoge Lanzinger behutsam durch Gespräche und Übungen begleitet, damit sie nach und nach ihre Angst überwinden kann.

Das Trauma-Institut Süddeutschland bietet laufend weitere Fortbildungen an.

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