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Schwandorf

So war der „Prangertag“ früher

Fronleichnam ist ein typischer katholischer Feiertag mit einer Inszenierung, die auch in Schwandorf eine lange Tradition hat.
Ingrid Hirsch

Die kleine Elisabeth Sichler steht vor dem Oberammergauer Altar, der bei ihrem Elternhaus im Kreuzberg-Viertel postiert war.  Foto: Mayer
Die kleine Elisabeth Sichler steht vor dem Oberammergauer Altar, der bei ihrem Elternhaus im Kreuzberg-Viertel postiert war. Foto: Mayer

Schwandorf.Früher gab es in der Stadt die große Prozession vom Marktplatz zum Kreuzberg-Viertel und zurück. Die Straßen waren mit „Schemm“ (Schilf) bestreut und die Häuser mit Fahnen, Blumen, Birken und brennenden Kerzen geschmückt. Die Altäre standen am alten Friedhof, bei der Bäckerei Mayer, bei der Brauerei Hubmann in der Klosterstraße und vor dem Schmidt-Bräu-Haus am Marktplatz. Elisabeth Sichler, geborene Mayer, erinnert sich an den schönen Altar aus Oberammergau, der an ihrem Elternhaus im Kreuzberg-Viertel stand.

Damals gab es auch eine eigene Zuordnung für die Teilnehmergruppen, deren Sammelplätze in der Zeitung veröffentlicht wurden. Im Mittelpunkt stand das Allerheiligste, getragen von den Geistlichen der Stadtpfarrei. Nach dem Evangelium erklang das „Pange linqua“. Selbst die Nazis wagten es nicht, dieses öffentliche Glaubensbekenntnis der Katholiken zu verbieten. Inzwischen haben die Pfarreien ihre eigenen Prozessionen. Eine Tradition ist geblieben. Nach der letzten Station treffen sich die Teilnehmer im Bier- oder Pfarrgarten zum Bratwurstessen.

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