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Nachruf

Taktgeber für das Kolpingwerk ist tot

Heinz Süss aus Schwandorf, Diözesanvorsitzender im Kolpingwerk, ist gestorben. Sein Leben war von Kirche und Beruf geprägt.

Heinz Süss erhielt 2015 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Heinz Süss erhielt 2015 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland Foto: Gert Krautbauer

Schwandorf.„Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben“ Auf wohl keinen anderen Menschen könnte das Dichterwort besser zutreffen als auf Heinz Süss. Bis drei Tage vor seinem Tod leitete er als Diözesanvorsitzender im Kolpingwerk Regensburg – scheinbar bei bester Gesundheit – die „Tage der Treue“ für Jubilare mit 25- jähriger Mitgliedschaft in einer Kolpingsfamilie der Diözese Regensburg. Am vergangenen Sonntag ist er im St. Barbara Krankenhaus, in das er sich zur Behandlung akuter Beschwerden begeben hatte, verstorben.

Heinz Süss wurde am 14. Januar 1941 mitten in den Wirren des 2. Weltkriegs als zweiter von drei Söhnen in Schwandorf geboren. Nach dem Schulbesuch begann Süss die Lehre eines medizinisch-technischen Kaufmanns und übte diesen Beruf 46 Jahre lang aus, ehe er 2001 als Außendienstmitarbeiter bei der Firma Hans-Georg Schubert in Ruhestand ging.

Von Jugend an prägten ihn Beruf und Kirche. Auf dem Kreuzberg fühlte er sich bald heimisch; 14 Jahre lang war er Ministrant und er war als Jugendführer in Pfarrei und Dekanat tätig. In den sieben Jahren als Kolpingssenior steigerte er die Mitgliederzahl von 154 auf 504 und von 1975 bis 2006 leitete er das Kolpingwerk im Bezirksverband Schwandorf. Mit der Wahl zum Kolping-Diözesanvorsitzenden in der Diözese Regensburg 2005 begann Süss’ bedeutendster Abschnitt seiner Laufbahn. In diesem Amt wurde er nicht nur zum Aushängeschild der Kolpingsfamilien im Bistum Regensburg, sondern auch zum Initiator und Taktgeber für das Kolpingwerk.

Von Beginn an prägte den Verstorbenen sein sozial-caritatives Engagement. So führte Süss 1968 mit der KF Schwandorf die Altkleider- und Papieraktion ein und organisierte sie 35 Jahre lang. Mit dem Reinerlös von ca. 300 000 D-Mark wurden der Kinderspielplatz „Auf der Point“ mitfinanziert sowie das Krankenhaus St. Barbara und soziale Einrichtungen gefördert. 1975 rief Süss das Schwandorfer Adventssingen ins Leben.

Heinz Süss erhielt viele Ehrungen und Auszeichnungen, angefangen vom Bundesverdienstorden der BRD (1999), der Wolfgangs-Medaille des Bistum Regensburg 2006, der Bürgermedaille der Stadt Schwandorf 2009 und dem „Bundesverdienstkreuz am Bande 2015“ bis hin zum „Ehrenvorsitz“ der Kolpingsfamilie und des Kolpingwerks im Bezirksverband Schwandorf.

Verheiratet war Heinz Süss mit Gertraud, mit der er 2015 „Goldene Hochzeit“ feierte. Mit ihr trauern Sohn Norbert mit seiner Frau Manuela und die Enkelkinder Manuel und Tobias. Das Requiem für den Verstorbenen ist am Donnerstag, 10. März, um 10 Uhr in der Stadtpfarrkirche Herz-Jesu, die Beerdigung um 11.15 Uhr am Friedhof Schwandorf. (sfl)

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