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Zustrom zu Haus- und Grundbesitzern

Der Schwandorfer Verein informierte seine Mitglieder bei der Jahresversammlung über Änderungen der Gesetzeslage.

  • Vorsitzender Christoph Bauer
  • Rechtsanwalt Manfred Nikui

Schwandorf.Mit einem derartigen Ansturm der Mitglieder hatte Christoph Bauer, der Vorsitzende des Haus- und Grundbesitzervereines Schwandorf und Umgebung, nicht gerechnet. Weit über 100 Personen nahmen an der jüngsten Jahreshauptversammlung teil. „Ich bin seit 16 Jahren in diesem Amt, aber so viele Leute waren noch nie da“, freute sich der erste Vorsitzende. Ein Grund für das rege Interesse war der Vortrag von Rechtsanwalt Manfred Nikui aus München über Änderungen beim Mietrecht.

In seiner Jahresbilanz berichtete Christoph Bauer von etwa 950 individuellen und fachlichen Beratungen durch den Verein in den Büros in Schwandorf und Burglengenfeld oder am Telefon. Die dienstäglichen Sprechstunden in Schwandorf von 17 bis 19 Uhr seien stets gut besucht, auch in den Sommermonaten. Beratungsschwerpunkte durch den Vorsitzenden selbst oder die beiden Rechtsanwälte waren Nichtzahlung der Miete oder Nebenkosten, Fragen zu Kündigungen und Modernisierungen. Der Verein halte für die Mitglieder eine Vielzahl an vorgefertigten Formularen bereit. Ein Mustermietvertrag wurde eigens konzipiert.

Zeit- und kostenintensiv sei der Versand von Infos an neue Mitglieder und der allgemeine Formularversand. Im laufenden Jahr nahm Bauer auch am Zentralverbandstag teil. Bei der Mitgliederzahl konnte er einen leichten Anstieg ausmachen. Aktuell gehören dem Haus- und Grundbesitzerverein Schwandorf 1044 Personen an. Der Internetauftritt werde sehr gut angenommen. Gegen eine geringe Gebühr können Vermieter eine Bonitätsabfrage eines potenziellen Neumieters erhalten. „Der Verein gibt sich große Mühe, zu helfen und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“, betonte Christoph Bauer.

Bereits bei der vergangenen Jahreshauptversammlung wurde über eine Satzungsänderung bei der Haftungsfrage abgestimmt, die jetzt vom Registergericht Amberg wegen eines kleinen Formulierungsfehlers nicht angenommen wurde. Die Versammlung korrigierte den Text.

Über wichtige Änderungen für Mieter und Vermieter referierte Rechtsanwalt Manfred Nikui vom Landesverband Haus und Grund in Bayern. Er machte deutlich, dass die Mietpreisbremse den Landkreis Schwandorf nicht betreffe. Neu sei das „Bestellerprinzip“ für Makleraufträge. Bisher musste diese Maklerprovision grundsätzlich vom Mieter bezahlt werden. Seit dem 1. November ist das neue Meldegesetz in Kraft. Diese neue Einzugsbestätigung durch den Vermieter ist verpflichtend, meinte der Rechtsanwalt. (sho)

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