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Wettkampf

Die Kugel rollt acht Tage lang

Beim Kegelturnier der FFW Unterauerbach auf historischer Bahn gehen diesmal mehr als 90 Teams an den Start.

  • Die ersten Mannschaften haben bereits vorgelegt und als Besonderheit des Kegelturniers bekommen alle ein Foto in Jubelpose. Foto: sgb
  • Die Kegelmächen und -buben müssen in der Turnierwoche Schwerstarbeit verrichten. Foto: sgb

Schwarzach.Acht Tage lang ist die gut erhaltene, fast historische Kegelbahn in Unterauerbach aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Seit Mittwoch rollen dort im Rahmen eines Kegelturniers für Vereins- und Freizeitmannschaften die Kugeln.

Es gibt sie seit Ende der 1960er Jahre, die Kegelbahn in Unterauerbach, gleich neben Pfarrhaus und dem Jugendheim. Ihr Erbauer ist der langjährige Unterauerbacher Seelsorger, Bischöflich Geistlicher Rat Josef Flor, der in diesen Tagen seinen 85. Geburtstag hätte feiern können. Lange Jahre war sie fast ein bisschen in Vergessenheit geraten. Doch gerade das ursprüngliche und rustikale, die schweren, massiven hölzernen „Keil“ und dass eine Kugel schon mal kurz vor dem Ziel links oder rechts abbiegt, machen den Reiz dieser Bahn aus. Kegelbuben und -mädchen stellen die Kegel auf. Beim diesjährigen Jubiläumsturnier müssen sie Schwerstarbeit leisten. Innerhalb dieser Woche muss rund 5000 Mal die Kugeln zurückgerollt und müssen rund 150 00 Kegel aufgestellt werden.

Von 32 auf 95 Teams

2014 hat die Freiwillige Feuerwehr Unterauerbach die Kegelbahn mit dem ersten Versuch für ein kleines Kegelturnier gleichsam aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküsst. 32 Teams gingen damals an den Start, 2015 waren es schon 46 Mannschaften, 2016 starteten 55 Teams und im Vorjahr steigerte sich die Teilnehmerzahl auf 90. Bei der fünften Jubiläums-Auflage sind es nun 95 Mannschaften, die sich bei diesem Kegelturnier messen, sportlich „in die Vollen“, aber auch mit einer Portion Glück, die man beim „Spekulieren“ und beim „Zufallsgenerator“ braucht. Dadurch haben fast alle, Könner wie blutige Anfänger, annähernd die gleichen Chancen, ganz vorne zu landen. Und das Wichtigste ist ohnehin der Spaßfaktor, der bei diesem Turnier sicher nicht zu kurz kommt.

Fantasievolle Namen

Wer geht in Unterauerbach alles an den Start? Ministranten-Teams ebenso wie Familien, Freundeskreise, Vereine, Nachbarn, Berufskollegen. Fantasievoll sind dann auch die Mannschaftsnamen: von „Bematenmikado“ über „Die 4 lustigen drei“, „Neunerräumer“, „Krumme Gurken“, „3 dicke Freunde und da Hans“, „Die jungen Schafköpf“ bis zu den „Awaner Jaga“, „Siemasechzga“, die „Frauen-Rollen“ von der Kleinen Bühne, „Die flotten Keglerbienen“ und die „Gockalas“ – um nur einige zu nennen. Mit drei Gemeinderatsteams zeigen sich auch die Schwarzacher Räte sehr sportlich. Und mit „GroKo“ haben auch sie sich einen vielsagenden Namen gegeben.

Die Kugel rollt noch bis kommenden Mittwoch, 11. Juli, jeweils in den Abendstunden von 17 bis 21 Uhr. Zuschauer und Fans sind dabei immer gerne gesehen. Begleitend zum Kegelturnier gibt es eine Bilderausstellung mit Höhepunkten aus den vergangenen Jahren.

Alle dürfen fürs Foto jubeln

Als eine Besonderheit des Kegelturniers wird von allen Mannschaft ein Foto gemacht, natürlich in Jubelpose, als ob sie bereits als Sieger feststehen würde. Am Freitag, 13. Juli, ab 19.30 Uhr ist dann die Stunde der Wahrheit: Nach der Auswertung wird es beim Abschlussabend im Pfarrgarten in den drei Wertungen „In die Vollen“, „Spekulieren“ und „Zufallsgenerator“ sowie beim „Jubiläumsschub“ wahrscheinlich nur Sieger geben: Die erfolgreichen Kegler, die Urkunden und Preise erhalten, ebenso wie alle Teilnehmer an dem Turnier, die viel Spaß hatten und dadurch auch voll auf ihre Kosten gekommen sind. Und die Kegelbuben und -mädchen haben sich bis dahin dann auch wieder von den Strapazen des Aufstellens erholt. (sgb)

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