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Schwarzachbrücke ist total gesperrt

Der Marktrat in Schwarzhofen hat die Notbremse gezogen: Der Übergang ist für Fußgänger und Radfahrer tabu.
Von Ralf Gohlke

Am Sperrzaun verdeutlichen Fotos das Schadensausmaß.  Foto: Gohlke
Am Sperrzaun verdeutlichen Fotos das Schadensausmaß. Foto: Gohlke

Schwarzhofen.Die Bilanz einer Überprüfung der alten Schwarzachbrücke durch den Bausachverständigen Franz Eckl aus Miltach ist erschütternd: „Der gesamte Brückenkörper einschließlich der Widerlager und Stützen ist in einem bedenklichen Zustand. Lose Granitsteine in den Widerlagern, durchgerostete Metallstützen, starker Bewuchs von Bäumen und Sträuchern aus dem Brückenkörper, stark angerostete Metallträger und dergleichen mehr vermindern die Standsicherheit des gesamten Bauwerks. Eine Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer ist durch die unvorschriftsmäßigen Brückengeländer nicht gegeben.Ebenso könnte es bedingt durch Hochwasser und Frost, wegen der durchgerosteten Stahlstützen und teilweise zerklüfteten Widerlager sogar zum Einsturz kommen.“

Da gab es für den Marktgemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung nur eine Entscheidung: die sofortige Sperrung auch für den Fußgänger- und Radverkehr.

Fotografie

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„Angesichts dessen möchte ich mir gar nicht ausmalen, was da hätte während der Baumaßnahme an der Ortsdurchfahrt passieren können“, sagte Bürgermeister Maximilian Beer auf Nachfrage der Mittelbayerischen. Seinerzeit hatte ein polnischer 40-Tonner die Sperrschilder ignoriert und sich in der Baustelle festgefahren. Die einzige Möglichkeit, ihn zu „befreien“, sei es gewesen, ihn über die Brücke zu schleusen.

Beer stellt fest, dass der Zustand schon seit längerem bekannt gewesen sei – nur nicht in diesem Ausmaß. Bislang habe die Meinung vorgeherrscht, Fußgänger seien nicht gefährdet. Das Bauwerk ersatzlos abzureißen, habe keine überzeugende Mehrheit gefunden. Andererseits könne sich der Markt einen Neubau wegen der Schulsanierung und der Erweiterung des Kindergartens momentan nicht leisten. Vor allem bedauerte er die Maßnahme im Hinblick auf das anstehende Heimatfest. „Ich hätte den letzten Schritt schon deshalb gerne noch hinausgeschoben. Es blieb aber die Frage nach Verantwortlichen, wenn doch etwas passiert wäre“, betonte er.

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