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Festakt

2,8 Millionen-Projekt ist eingeweiht

Die Ortsdurchfahrt Schwarzhofen ist von Minister Albert Füracker eingeweiht worden. Drumherum wurde Marktfest gefeiert.
Von Ralf Gohlke

Gemeinsam mit den Kleinen aus dem Kindergarten durchtrennten die Ehrengäste das symbolische Band zur Ortsdurchfahrt. Fotos: Ralf Gohlke
Gemeinsam mit den Kleinen aus dem Kindergarten durchtrennten die Ehrengäste das symbolische Band zur Ortsdurchfahrt. Fotos: Ralf Gohlke

Schwarzhofen.Einen Schirmherren mit Musik und allen Ehren am Festtag „abzuholen“, gehört zur guten Tradition in bayerischen Landen. So wurde auch dem Bayerischen Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, dem Schirmherrn für die feierliche Einweihung der Ortsdurchfahrt von Schwarzhofen, diese Ehre zuteil. Dem vorausgegangen war bereits ein Festgottesdienst in der Pfarrkirche, würdig zelebriert von Pfarrer Markus Urban.

Der Weg des Festzuges führte den Minister vorbei an den neu entstandenen Freiflächen, an Häusern, die schon im Rahmen von Fördermaßnahmen saniert wurden und zwischen den Gehwegen, die es in der Form bis dahin noch nicht gegeben hatte. Ziel war zunächst der ebenfalls neu gestaltete General-Stephan-Platz mit seinem neuen Bürgerbrunnen.

Symbolik des Brunnens erklärt

Die Brunnengestaltung durch den in Schwarzhofen ansässigen Künstler Vasilij Plotnikov erläuterte Bürgermeister Maximilian Beer noch einmal kurz. Er sprach über die Symbolik des Baumes in Bezug auf die Gemeindeteile, der Tiere als früherer Lebensgrundlage und den Abfluss, der die mäandernde Schwarzach versinnbildliche. Plotnikov selbst bedankte sich für die Unterstützung beim Aufbau des Brunnens, der im Anschluss, ebenso wie die Ortsdurchfahrt und alle Nebenanlagen, den kirchlichen Segen erhielt. An gleicher Stelle wurde von den Ehrengästen symbolisch das Band zur Ortsdurchfahrt durchtrennt.

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Einweihung der Ortsdurchfahrt Schwarzhofen

Auf dem Marktplatz gab es zunächst eine musikalische Begrüßung durch Kinder der Dr.-von-Ringseis-Grundschule. Schwarzhofen. Bürgermeister Max Beer freute sich über die zahlreichen Gäste, die er namentlich willkommen hei´ßen konnte. Unter ihnen war auch Dr. Hubert Schmid, Sachgebietsleiter für Städtebauförderung.

Dass es sich beim Bau der Ortsdurchfahrt nicht um einen „Pappenstiel“ gehandelt habe, verdeutlichte Beer anhand der Gesamtkosten von 2,8 Millionen Euro, an Flächengrößen aber auch in Bezug auf den Abbruch von vier Gebäuden. Schon jetzt sei die Impulswirkung, etwas für die eigenen Anwesen zu tun, spürbar. Nicht unerwähnt ließ er das anfängliche Zögern des Straßenbauamts und die politische Unterstützung durch die ehemalige Ministerin Emilia-Müller, die letztendlich die Bereitschaft zu der Generalsanierung bewirkt habe. Auch wenn es immer noch kritische Stimmen gäbe, lautet der übereinstimmende Tenor inzwischen: „Es is gscheid schöi wor’n“.

Treffpunkt

„Tante Emma“ ist quicklebendig

Den Schwarzhofener Marktladen gibt es seit 15 Jahren. Meta Arnold, die Frau der ersten Stunde, erinnert sich an Meilensteine.

Albert Füracker griff in seinem Festvortrag die eine oder andere Anekdote auf, die Beer aus der Bauphase geschildert hatte. Dessen Hartnäckigkeit sei es zu verdanken, dass die Maßnahme „mit gefühlten 104 Prozent bezuschusst“ wurde. Mit den sinnvoll eingesetzten Mitteln seien aber nicht Straßen repariert, sondern sei echte Ortsbildgestaltung betrieben worden. Dies sei ein gutes Beispiel dafür, dass Städtebauförderung gerade im ländlichen Raum seine Hauptaufgabe finde.

In die Zukunft investiert

Rund 80 Prozent der dafür bereitgestellten Gelder kämen inzwischen dem ländlichen Raum zugute. Die Förderung in dem Fall lag bei rund 670 000 Euro. Um solche Projekte realisieren zu können, bedürfe es kreativer Gemeinderäte mit Weitblick, und Bürger, die nicht alles von vornherein kritisierten. Im Hinblick auf das neue Selbstbewusstsein im ländlichen Raum wünschte er sich, dass dieses auf die kommenden Generationen überspringen möge, dann könne daraus noch viel mehr erwachsen. Er schloss mit einem Zitat der Bayernhymne und wünschte „Schwarzhofen immer unter dem Himmel weiß und blau“.

Szenen der Freigabe

  • Schirmherr:

    Wie es sich für einen Schirmherren gehört, wurde auch Staatsminister Albert Füracker von den Honoratioren des Marktes und den Vereinen am Ortseingang abgeholt und mit Musik durch die neue Ortsdurchfahrt geleitet.

  • Geschichte:

    Der Architekt Hartmut Schließer überreichte Bürgermeister Maximilian Beer die ersten, zum Teil von Hand gezeichneten Entwürfe für die künftige Gestaltung der Ortsdurchfahrt, die zur Erinnerung an die dieses einmalige Projekt einen würdigen Platz im Archiv erhalten sollen.

  • Segen:

    Pfarrer Markus Urban gestaltete nicht nur einen eindrucksvollen den Festgottesdienst, sondern übernahm im Anschluss, in Anwesenheit der Ehrengäste, auch die Segnung des neuen Heimatbrunnens am General-Stephan-Platz.

  • Abschluss:

    „Heute ist ein Tag, der in die Geschichte des Marktes Schwarzhofen eingehen wird. Danke, dass ich dabei sein durfte!“, schrieb Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, zum Abschluss des offiziellen Festaktes in das Goldene Buch der Gemeinde.

Landrat Thomas Ebeling dankte allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen hatten, insbesondere Bürgermeister Maximilian Beer, der einmal mehr „in der ihm eigenen Art vorangegangen ist.“ Dass ohne ihn der Marktplatz heute noch eine „Asphaltwüste“ wäre, unterstrich auch Architekt Hartmut Schließer, der seit rund 25 Jahren den Markt städtebaulich begleitet. Die Ortsdurchfahrt sei in vielen kleinen Schritten vorangebracht worden. Dem Festakt folgte der Gang ins Rathaus, wo sich der Minister ins Goldene Buch der Gemeinde eintrug.

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