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Ausflug

Die Auen der Schwarzach erkundet

Kulturförderkreis und Imkerverein organisierten eine Wanderung. Zu lernen gab es Interessantes aus Natur und Geschichte.
Von Adolf Mandl

Am Altwasser informierte Bürgermeister Maximilian Beer über sogenannte „Neophyten“. Foto: Adolf Mandl
Am Altwasser informierte Bürgermeister Maximilian Beer über sogenannte „Neophyten“. Foto: Adolf Mandl

Schwarzhofen.Am Sonntagnachmittag startete die diesjährige Schwarzhofener Veranstaltung im Rahmen der Bayern-Tour Natur: dieses Jahr etwas später im Jahr, weil man die Brutzeit der Wiesenbrüter abwarten wollte.

Treffpunkt war in Schönau am Dorfplatz bei der neuen Dorfscheune. Bürgermeister Maximilian Beer begrüßte die Teilnehmer – sie kamen bis aus Thanstein – im Namen des Kulturförderkreises Schwarzhofen als Hauptveranstalter, vor allem auch Herbert Ippisch als „Lokalmatador“ und Vertreter des Bundes Vogelschutz.

Hans Hofweber vom Mitveranstalter „Imkerverein Schwarzhofen“ hieß die Gäste ebenfalls willkommen und stellte den groben Ablauf vor. Leider war eine halbe Stunde vorher ein heftiger Regenschauer niedergegangen, der bestimmt etliche Leute vom Besuch abgehalten hatte, so dass sich die Zahl der Teilnehmer in Grenzen hielt. Diese kamen allerdings auf ihre Kosten.

Vom Dorfplatz Schönau ging es hinunter auf die Wiesen in den Schwarzachauen. Zuvor hatte Beer an einer Schautafel darüber informiert, dass die Schwarzachauen zum Fauna-Flora-Habitat gehörten, einem Schutzgebiet, das nach EU-Recht besteht – hier zum Schutz der Wiesenbrüter. Acht Prozent der Fläche Bayerns sind solche FFH-Gebiete. Dort bekam man auch Störche zu sehen, die auf Nahrungssuche unterwegs waren: Abertausende von Grashüpfern in den nach dem Regen feuchten Wiesen waren leichte Beute.

Auf dem Weiterweg erklärte Beer an einem Altwasser als Beispiel, dass „Neophyten“ (also Pflanzen und Tiere, die früher hier nicht heimisch waren und „eingewandert“ sind), wie „Indisches Springkraut“ oder „Riesenbärlauch“ sich wegen fehlender Fressfeinde rasch vermehren und andere verdrängen.

Der Wald und die ganze Natur seien wegen des Klimawandels im Umbruch seien und man müsse darauf reagieren. Die Teilnehmer konnten sich selbst davon überzeugen, denn in den Wäldern waren etliche dürre Bäume zu beklagen, vor allen Föhren.

Hofweber und Ippisch hatten ebenfalls viel Wissenswertes parat, so etwa, dass es bis 1834 in Schönau ein Schloss gab. Auch einige ältere Teilnehmer konnten Informationen beisteuern. In Girnitz schaute man die Fischtreppe an. Auch über die neue Brücke im Ort wusste Beer viel zu erzählen.

Nach dem Rückweg traf man sich in der Dorfscheune noch zu einer gemütlichen Einkehr – die Schönauer hatten für hervorragende Wegzehrung gesorgt.

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