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Konvent

Ein flammendes Plädoyer für die Kirche

Marianische Männer-Congregation Schwarzhofen und Dieterskirchen ehrte langjährige Sodalen. Pater Schwemmer referierte.
Von Adolf Mandl

Pfarrer Urban, die Jubelsodalen und Pater Schwemmer  Foto: Adolf Mandl
Pfarrer Urban, die Jubelsodalen und Pater Schwemmer Foto: Adolf Mandl

Schwarzhofen.Zu einem gemeinsamen Konvent der MMC (Marianische Männer-Congregation) der beiden Pfarreien der Gemeinschaft Schwarzhofen – Dieterskirchen reiste der Zentralpräses Pater J. Schwemmer am Sonntag aus Cham nach Schwarzhofen. Er zelebrierte in der Pfarrkirche „Maria vom Siege“ zusammen mit Pfarrer Markus Urban eine Messe zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder, seit dem letzten Konvent Michael Ruhland (Schwarzhofen), Hans Kraus (Uckersdorf) und Georg Haider (Dieterskirchen).

Im Nebenzimmer des Gasthofs Gillitzer in Schwarzhofen begrüßte Schwemmer zusammen mit den neuen Obmännern Albert Plößl (Schwarzhofen) und Gerhard Lottner (Dieterskirchen) die Sodalen beider Pfarreien. Schließlich ehrte der Präses langjährige Sodalen und händigte zusammen mit den Obmännern Ehrennadeln aus. Pater Schwemmer hatte noch eine Reihe von Informationen parat. Seine Ausführungen stellte er unter das Motto „Ein Haus voll Glorie schauet“ – Kirche: Schatten und Licht. Die Schatten scheinen manchmal zu überwiegen: schwindende Kirchenbesucherzahlen, schwindendes Glaubenswissen, Skandale. Tatsache sei aber auch, dass der Mensch heute fast nicht mehr zur Ruhe komme, dass er von Infos und Einflüssen überflutet werde, kaum noch zu eigenem Denken komme, die Eindrücke kaum noch sortieren und kritisch hinterfragen könne.

„So schlecht, wie die Kirche gemacht wird, ist sie nicht“, sagte Pater Schwemmer. „Neben den Schatten gibt es viel Licht!“, stellte er fest und nannte Beispiele. Dass die Sklaverei mehr und mehr abgeschafft werden konnte, daran sei das Christentum wesentlich beteiligt. Dass Toleranz gefordert wird, sei christliches Gedankengut.

Die Kirche sei auch maßgeblich daran beteiligt, dass die Frau sich mehr und mehr entfalten kann – so ist die Hälfte der Hauptabteilungsleiter in den Ordinariaten München und Köln Frauen.

Von Anfang an habe die Kirche die Internationalität geprägt. Fremdenfeindlichkeit sei unchristlich. Mitleid sei eine „christliche Erfindung“, bei den Heiden wurden Behinderte ausgesetzt oder verbannt. Krankenhäuser seien eine christliche Erfindung.

Anbetungsnächte haben laut Schwemmer Zulauf – die Menschen wollen beten. „Nicht innerkirchliche Strukturen bringen uns weiter, sondern gelebter Glaube“, stellte Schwemmer heraus. Die lichtvolle Seite der Kirche sollte wieder zum Tragen kommen, Umkehr und Erneuerung seien täglich gefragt, nicht nur in der Fasten- und Adventszeit.

Die deutsche Kirche brauche sich nicht zu verstecken, betonte Schwemmer und nannte als gute Beispiele die Aktionen Adveniat, Misereor, Renovabis. (gma)

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