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Politik.

SPD Steinberg eröffnet den Wahlkampf

Der SPD-Ortsverband wirbt mit Bürgermeisterkandidat Harald Bemmerl und sechs Themenschwerpunkten um die Wählergunst.
Von Max Schmid

Bürgermeister Harald Bemmerl, der sich für eine weitere Wahlperiode bewirbt, informierte über das SPD-Wahlprogramm in der Gemeinde.  Foto: Max Schmid
Bürgermeister Harald Bemmerl, der sich für eine weitere Wahlperiode bewirbt, informierte über das SPD-Wahlprogramm in der Gemeinde. Foto: Max Schmid

Steinberg am See.SPD-Ortsvorsitzende Erika Oberndorfer konnte zum Wahlkampfauftakt im DJK-Sportheim rund 60 Zuhörer begrüßen. Ein lebens- und liebenswertes Steinberg am See für alle Generationen sei das große Ziel ihrer Partei. In der SPD gehe man solidarisch miteinander um und sei kompromissbereit. Oberndorfer erinnerte, dass ihre Fraktion alle Wahlversprechen von 2014 eingehalten habe und sich auch weiterhin mit Ideen im Gemeinderat einbringen werde. Als Beispiele nannte sie den Bürgerhaushalt, die Plakatierungsverordnung und den Fußweg am Sportplatz.

Gemeinsam mit ihrem Gemeinderatskollegen Klemens Hecht stellte Erika Oberndorfer die 24 Kandidaten vor, die sich für die Sozialdemokraten um den Gemeinderat bewerben. Aus beruflichen Gründen werden die bisherigen Mitglieder Horst Binner und Konrad Zitzler nicht mehr kandieren. Konrad Zitzler umriss den Werdegang von Bürgermeister Bemmerl, der seit rund 50 Jahren politisch aktiv und seit 1990 Mitglied des Gemeinderates sei.

Bürgernaher Denker

Seit 2014, als Harald Bemmerl zum Bürgermeister gewählt wurde, habe er viel Liegengebliebenes aufarbeiten müssen. Zitzler bezeichnete Bemmerl als einen bürgernahen Denker mit zuverlässiger und sozialer Einstellung. Dieser informierte dann sehr ausführlich über sechs große Themenschwerpunkte, die sich die SPD zum Ziel gesetzt habe.

An vorderster Stelle stehe das Wasser. Trinkwasserleitungen, Pumpen und Schieber in der Gemeinde seien teilweise über 50 Jahre alt, deshalb müsse man sie zukunftssicher modernisieren. Die Gemeinde habe die Hauptleitung bereits erneuert und auch die drei Brunnen saniert, eine Fernwirkanlage für den Hochbehälter installiert und einen Notverbund mit Schwandorf geschlossen, berichtete Bemmerl. Aber auch die Abwasserleitungen müssten optimiert und der Hochwasserschutz weiter verbessert werden. 2020 werde die Globalberechnung für Wasser und Abwasser durchgeführt. Ob und wie sich damit die Wasser- und Abwassergebühren verändern, könne er noch nicht sagen.

Weitere Themen

  • Familie, Kinder und Senioren:

    Weiterentwicklung des Schulstandortes, Sanierung der Sporthalle, betreutes Wohnen, Barrierefreiheit.

  • Tourismus/Umwelt:

    Optimierung der Seeordnung, günstige Parkgebühren für Steinberger Bürger, Radwegeanschluss, Aufwertung des Freizeitzentrums; Blühwiesen, Baumpatenschaften, Vermeidung von Versiegelungen, Förderung E-Mobilität und alternative Energie

Zweites großes Thema seien Baugebiete und die Infrastruktur. Das Neubaugebiet „Hirmerleiten III“ sei bereits komplett verkauft, deshalb suche die Gemeinde wieder Flächen für weitere Wohnbebauung. Bemmerl sprach die Fläche an der Waldheimer Straße beim Tennisplatz an, er könne sich hier auch ein Mischgebiet vorstellen. Konkrete Pläne hierfür gebe es aber noch nicht. Als weitere Vorhaben nannte er die Begrünung im Neubaugebiet, die Optimierung von Straßen, Gehwegen und Parkplätzen wie die Pfarrer-Gschwendtner-Straße oder die Waldheimer Straße sowie die Ansiedelung eines Handwerkerhofes.

Einsparmöglichkeiten prüfen

Die Sanierung des Friedhofs werde man umsetzen, Spielplätze sollen eingezäunt werden und die Grünanalgenpflege ausgeschrieben werden, da der Bauhof damit überfordert sei. Bei der Breitband- und Mobilfunkversorgung müsse man auf ein neues Förderprogramm warten, als neuer Standort für den Mobilfunkmasten werde das Gelände bei den Sportplätzen favorisiert.

Zur Parkplatzsituation im Ort äußerte Bemmerl, dass man Überlegungen für eine zeitliche Begrenzung der Parkdauer anstellen müsse. Das Thema Finanzen sei der dritte große Bereich. Dazu gehören ebenso eine nachhaltige Finanzplanung, um künftige Einnahmen zu generieren, wie die Inanspruchnahme weiterer staatlicher Fördergelder. Aber auch Einsparmöglichkeiten bei Energie, Wasser und durch Digitalisierung sowie Finanzmodelle bei Großprojekten in der Zukunft sind nötig.

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