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Glaube

Den Frauentag festlich begangen

Weihbischof Reinhard Pappenberger zelebrierte in Stadlern den Gottesdienst. Viele Pilger kamen zu der Heiligen Messe.

Die Priester und Gläubigen zogen in die Kirche ein. Foto: Bistum
Die Priester und Gläubigen zogen in die Kirche ein. Foto: Bistum

Stadlern.Die ersten Besucher des Frauentags feierten bereits morgens in der Wallfahrtskirche die heiligen Messen mit. Vor dem Gotteshaus gab es von Frauenhand gefertigte Kräuterbüschel, die später auch geweiht wurden. Eifrig waren die mobilen Händler entlang der Hauptstraße am Werk, um in ihren Kirwastandln mit verschiedensten Artikeln das Interesse der Kundschaft zu wecken.

Zu Fuß hatten sich Wallfahrergruppen aus Schönau, Tiefenbach und Schönsee auf dem Weg nach Stadlern gemacht. Wie bereits in den Vorjahren, zogen von Schönsee aus auch wieder Reiter mit ihren Pferden, Kutschen und Wagen zum höchsten Fest in Stadlern. Für die meisten war dann das Angebot von Kaffee und Kuchen am Kirchenvorplatz willkommen. Zum Festgottesdienst versammelten sich die Ortsvereine und die inzwischen in großer Zahl eingetroffenen Pilger und zogen, voran Ministranten mit Kreuz und Fahnen, mit der Blaskapelle, den Ehrengästen und den Priestern, zum Kalvarienberg. Am Freialtar nahe der Kreuzigungsgruppe begrüßte Pfarrer Michael Reitinger die Teilnehmer am Festgottesdienst.

Der Geistliche freute sich über die vielen Wallfahrer, die zu Ehren der Gottesmutter nach Stadlern gekommen sind. Sie alle, unter ihnen Landrat Thomas Ebeling, Staatssekretärin a. D. Marianne Deml, Bürgermeister und Gemeinde- und Kreisräte aus der Region, hätten sich auf dem Weg gemacht, um an der Wallfahrt Kraft zu schöpfen und eines der größten kirchlichen Feste im Grenzland mitzufeiern. Dankesworte richtete der Priester an die Stadlerner für die Vorbereitungen zu diesem Fest und hob das Engagement von Ehrenbürger Michael Koller für das Aufstellen der Sitzbänke nahe dem Altar hervor.

Mit großer Freude hieß Pfarrer Reitinger Weihbischof Reinhard Pappenberger als Hauptzelebrant und Festprediger willkommen und dankte den Ruhestandsgeistlichen Martin Särve aus Regensburg für sein Kommen. Der gebürtige Weidinger halte den Festlichkeiten am Frauentag seit Jahren die Treue. Mit am Altar standen bei diesem Gottesdienst Pater Joseph, Urlaubsvertretung des Schönseer Pfarrers Wolfgang Dietz, Diakon Hans Winter, Oberviechtach, und Pastoralreferent Stefan Knott aus Charlottenthal.

„Jeder, der bei Maria Zuflucht suchte, fand diese auch bei der Gottesmutter“, betonte Weihbischof Reinhard Pappenberger in seiner Festpredigt, der sich gerne in die Reihe der großen Schar der Wallfahrer stellte. Die Entstehung der Wallfahrt sei wohl auch in diesem Ort aus einer Dankbarkeit entstanden, ein Hufeisen an der Kirche gebe dazu auch einen Hinweis.

Der Weihbischof rief in seiner Predigt den Besuch von Papst Benedikt in seiner bayerischen Heimat vor der Mariensäule in Erinnerung. Mit Zepter und Krone zeige dieses Bild, dass bei der Gottesmutter die Macht in guten Händen liege. „Wenn wir die Spur Marias mitgehen wollen, sollen wir Christen auf das Vertrauen in Maria bauen“, so der Weihbischof.

Nach dem Festgottesdienst, den die Blaskapelle unter Leitung von Franz Riedl begleitete, weihte Reinhard Pappenberger die Kräuterbüschel, welche die Gläubigen zur Weihe mitbrachten. Weihwasser sprengte der Weihbischof auch auf die vorbereiteten Brote und Büschel mit Karotten für die Pferde, die Pater Joseph segnete. Mit einem gemeinsam gesungenen Marienlied endete der eindrucksvolle Gottesdienst am Kalvarienberg zu Ehren Marias Aufnahme in den Himmel.

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