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Hilfskräfte

Sensible Schnauzen und Sensoren suchten

Die Rettungshundestaffel Ostbayern absolvierte eine Einsatzübung mit der Bergwacht Schönseer Land. Auch Drohnen waren dabei.

Die Rettungshundestaffel Ostbayern absolvierte eine Einsatzübung mit der Bergwacht Schönseer Land.
Die Rettungshundestaffel Ostbayern absolvierte eine Einsatzübung mit der Bergwacht Schönseer Land. Foto: Bergwacht

Stadlern. „Einsatzalarm für die Bergwacht Schönseer Land und die Rettungshundestaffel Ostbayern zur Personensuche in einem Waldgebiet bei Stadlern ...“ So könnte es im Ernstfall für einen Einsatz der beiden Hilfsorganisationen durch die Rettungsleitstelle Amberg lauten. Es handelte es sich hierbei Gott sei Dank „nur“ um eine Übung.

Der Bereitschaftsleiter der Bergwacht, Dieter Güll, und der Leiter der Rettungshundestaffel Ostbayern, Martin Schnupfhagn, haben schon seit dem Zusammentreffen auf dem Blaulichttag in Oberviechtach eine gemeinsame Übung ins Auge gefasst. Bei mehreren Echteinsätzen im Landkreis Schwandorf war die Zusammenarbeit immer wieder gefragt, und nun haben beide Gruppen einen Termin gefunden, der passte.

In verschiedenen Szenarien wurden dabei realistische Situationen nachgestellt. Von folgendem Szenario gingen die Einsatzkräfte aus: Gegen 23 Uhr ist eine Gruppe aufgebrochen, um eine Nachtwanderung zum Böhmerwaldturm zu unternehmen. Die Gruppe hatte sich nachts verlaufen, und am nächsten Morgen fehlten fünf Personen.

Nach Rücksprache mit der örtlichen Polizei veranlasste die Rettungsleitstelle um 11 Uhr die Alarmierung der beiden Hilfsorganisationen. Als Sammelstelle und Treffpunkt für die Einsatzmannschaften wurde der Parkplatz bei der MMM Stadlern vereinbart, und die geplante Übung begann um 13 Uhr. Zur Unterstützung wurde auch das Technikfahrzeug der Bergwacht Region Bayerwald aus Deggendorf angefordert, das neben vielen anderen technischen Details auch über ferngesteuerte Multicopter verfügt.

Nach kurzer Einweisung durch die Übungsleitung, bestehend aus Martin Schnupfhagn und Dieter Güll, wurde eine gemeinsame Einsatzleitung gebildet und die Suchmannschaften in den Raum um die Talstation der Böhmerwaldabfahrt in Waldhäuser verlegt. Der Übungsraum wurde in Suchabschnitte eingeteilt und systematisch abgesucht. Eingesetzt wurden dabei die Suchhunde der Rettungshundestaffel, zwei Suchdrohnen mit Wärmebildkameras und die verschiedenen Geländefahrzeuge der Bergwacht.

Ebenso musste die Bergwacht die Rettung einer Verletzten aus unwegsamen Gelände trainieren. Nach drei Stunden waren alle „Vermissten“ gefunden und wurden bei Bedarf medizinisch versorgt. Die Übung fand bei perfekten Witterungs- und Suchverhältnissen statt.

Bei der Übungsnachbesprechung im Grenzwirtshaus Gerstmeier wurde von allen Seiten die hervorragende Zusammenarbeit gelobt und die Übung sehr positiv bewertet. Das Übungsziel, Bildung einer gemeinsamen Einsatzleitung und die Zusammenarbeit beider Organisationen wurde von allen hervorragend praktiziert.

Bergwacht-Bereitschaftsleiter Güll bedankte sich als Organisator bei allen Aktiven und nicht zuletzt bei den Kameraden der FFW Dietersdorf und Stadlern, die sich tapfer als „Vermisste“ zur Verfügung stellten. Diese Übung diente auch als Generalprobe der Hundestaffel für eine Prüfung, die sie hervorragend meisterte.

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