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Kultur

Spannende Storys vor Traumkulisse lesen

Der Hochfels in Stadlern war Kulisse für die Bierdeckelkrimi-Lesung aus dem Begleitprogramm der Kulturhauptstadt Pilsen 2015.

  • Die Veranstalter waren begeistert von der gelösten Stimmung. Fast alle hatten Picknickkörbe dabei.
  • Als die Dämmerung in das Dunkel der Nacht überging, gaben die Felsspitzen ein imposantes Bühnenbild.

Stadlern.Pilsner Kulturhauptstadtflair trug der Ostwind über die Grenze, als im Felsen sitzende Autoren aus ihren drei Bierdeckelkrimis bei Picknick und Blasmusik am Hochfels in Stadlern lasen. Eines der 100 schönsten Geotope Bayerns war traumhafte Kulisse für den Beitrag der Gemeinde Stadlern zum Dachprojekt Treffpunkte Kulturorte 2015 im grenzüberschreitenden Begleitprogramm Pilsen, Kulturhauptstadt Europas 2015, koordiniert vom Centrum Bavaria Bohemia (CeBB).

Als die Dämmerung in das Dunkel der Nacht überging, gaben die Felsspitzen ein imposantes Bühnenbild in blau, gelb, rot und grün. So eine Lichtinszenierung hat der Hochfels noch nicht erlebt. Die in großer Zahl gekommenen Gäste, die drei Autoren, die Gemeinde Stadlern und das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) waren begeistert von der Wahl des Ortes und der gelösten Stimmung, die sich schon bald nach dem Eintreffen der ersten Besucher breit machte. Fast alle hatten Picknickkörbe dabei, die Decken auf der Wiese rund um den Johannisfeuerplatz am Hochfels verwandelten sich in einen reich gedeckten Tisch mit großer kulinarischer Vielfalt.

Der Stadlerner Bürgermeister Gerald Reiter freute sich über den großen Zuspruch und begrüßte die Autoren der Bierdeckelkrimis Petra Nacke, Martin Droschke, Elmar Tannert, die Musikanten der Blaskapelle Stadlern, die Bürgermeisterkollegen aus dem Schönseer Land, das Bavaria Bohemia Team und die vielen Gäste aus der ganzen Region.

Martin Droschke suchte sich als erster der Krimischriftsteller seinen Vortragsplatz auf einem kleinen Felsvorsprung. Als einer der Ideengeber für den Bierdeckelkrimi las er zuerst aus seinem jüngsten Werk, einem Reiseführer ins Bierland Pilsen zu Kleinbrauereien im Nachbarland. Nach dieser Einstimmung in die böhmische Brautradition abseits des Pilsner Großkonzerns folgten die neun Episoden aus seinem Bierdeckelkrimi über den Pilsner Robin Hood, der den Reichen Bier nimmt und den Armen Bier gibt.

Die Stadlerner Musikanten unterhielten mit bayerisch-böhmischen Klängen, bis die nächste Autorin, Petra Nacke, den Lesefelsen bestieg, Sie las zuerst eine Kurzgeschichte über das Fränkische Mantra „Bassd scho“, die die ganze Runde zum Schmunzeln brachte. Ihr Bierdeckelkrimi „Museumsbesuch“, dessen Handlung im Pilsner Puppentheater spielt, schaffte den Einstieg über Kaiser Karl IV und setzte sich fort mit Spannung, Geheimnis und Magie.

Elmar Tannert, der dritte der Kurzkrimiautoren, wagte sich zur Lesung am höchsten hinauf. Auf einem Felszacken knapp unter vom Gipfel fand er einen erhabenen Leseplatz. Auch er hatte noch eine zweite Geschichte dabei und gab einen Blogbeitrag, den er regelmäßig im Internetportal des CeBB auf www.bbkult.net unter dem Titel „Tschechisch lernen – Mission impossible?“ veröffentlicht.

Auch Tannerts Krimi „Vermisst in Pilsen“ dreht sich um das Thema „Liebe zum Bier“. Alle drei Autoren bekamen viel Applaus für ihre Geschichten, aber auch für die Idee, mit einem Krimi auf neun Bierdeckeln für die Kulturhauptstadt Pilsen 2015 zu werben.

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