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Auf die Bretter, fertig – los!

Am Steinberger See erleben Besucher eine Mischung aus Sport und Abkühlung. Die Wassersportanlage bietet Action für jeden.
von Sabrina Beer und Friederike Lehmann, MZ

Das Panorama am Steinberger See von der Sonnenterrasse aus betrachtet.
Das Panorama am Steinberger See von der Sonnenterrasse aus betrachtet. Fotos: Lehmann

Steinberg.Die Sonne scheint, die Luft flirrt vor Hitze, weißblauer Himmel, kleine Wellen schlagen gegen das Kiesufer. Wer hier steht, wähnt sich ein paar Momente lang in einer Bucht an der Adria in Kroatien. Plötzlich zerreißt ein Schrei die Stille. „Zefix!“ schallt es durch die Luft. Dann platscht es laut. Ein Mann ist von seinem Wakeboard ins Wasser gestürzt. Er rudert mit den Armen und seinem Board an den nächsten Steg. Um ihn herum gleiten Menschen über den Steinberger See. Sechs Kilometer südöstlich von Schwandorf gelegen, ist er einer der Lieblingsorte für Ostbayerns Wassersportler.

Wer sich selbst an Wasserski, Wakeboard oder Kneeboard heranwagen möchte, der geht zur Ausleihstation am Ufer des Sees. Kinder, Jugendliche bis 17 Jahre und Studenten zahlen für eine Stunde inklusive Anfängerwakeboard 23 Euro, Erwachsene fünf Euro mehr. Kaum ist das Wassersportgerät ausgeliehen, geht es schon mit der Anfängereinweisung zu Liftanlagen und Wakeboard los. Sie ist kostenlos, findet zu jeder vollen Stunde statt und bietet allen die Möglichkeit, die Theorie zu erlernen und die Praxis schon einmal im Trockenen zu üben.

Übungslift hilft Anfängern

Danach geht es am Übungslift weiter, der manuell gesteuert wird und den Anfängern hilft, ein Grundgefühl für ihr Sportgerät zu bekommen. Diejenigen, die das Fahren schnell beherrschen, können dort schon die ersten Sprünge ausprobieren. Nach drei bis vier Versuchen an den Übungsliften ist der Start auf größeren Bahnen im Regelfall kein Problem mehr.

Doch Anfänger sollten sich nicht zu viel zumuten. Ein Tag am Steinberger See macht aus niemandem einen Profi. Hierfür braucht es regelmäßige Übung und Geduld. Spaß und erste Erfolgserlebnisse bietet der Crashkurs dennoch. Bereits Kinder ab acht Jahren dürfen die Wassersportarten alleine ausprobieren, für die Jüngeren ab sechs Jahren gibt es Sonntagvormittag extra einen „Bambinikurs“. Generell sind keine Vorkenntnisse nötig, doch wer Ski-, Snowboard- oder Skateboardfahren kann, hat einen kleinen Vorteil.

Auch für die Kleineren ist auf dem Wakeboard Platz.
Auch für die Kleineren ist auf dem Wakeboard Platz.

Das Schwierige dabei ist, sich auf dem Brett oder den Skiern zu halten und gleichzeitig darauf zu achten, dass das Seil gespannt bleibt. Besonders anspruchsvoll ist das in den Kurven der Rundstrecken. Der kleinere Rundlift zieht den Wassersportler mit einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometer, auf dem größeren ist man noch schneller, und zwar 30 Stundenkilometer. Der Unterschied scheint nicht groß zu sein, aber dieser Lift ist hauptsächlich für fortgeschrittene und erfahrene Sportler gedacht. Wer mitfährt, merkt schnell, warum: Der Start ist schwieriger und in Kurven erreicht man so hohe Geschwindigkeiten, dass der Halt auf dem Wakeboard problematisch ist.

Der See ist von den umliegenden Bäumen windgeschützt, so ist die Wasseroberfläche meist glatt. Ein Wakeboarder verrät: „Am schönsten ist es, wenn keiner fährt und gar keine störenden Wellen auftreten“. Die sind besonders für Anfänger tückisch, da sie damit kaum umgehen können. Wer ins Wasser fällt, hat aber nichts zu befürchten. Jeder Anlagenbenutzer muss eine Schwimmweste tragen. Wer möchte, kann sich auch einen Helm zum Schutz der Ohren ausleihen. Allgemein liegt die Verletzungsgefahr beim Wassersport viel niedriger als bei anderen Sportarten, da das Wasser Stürze abfängt und dämpft.

Stand-Up-Paddling als Ausgleich

Für alle, die dem Wasser weniger rasant begegnen wollen, gibt es seit vier Jahren das Stand-Up-Paddling, das leichter zu erlernen ist. So können auch mal die Eltern oder sogar Großeltern das Gefühl genießen, auf dem Wasser zu gleiten. Unter zehn Jahren dürfen die Kinder noch auf dem Brett der Eltern mitfahren. Nach der sportlichen Betätigung können die Muskeln in Ruhe in der Badestelle oder auf einer der Sitz- und Liegegelegenheiten entspannen. Im Restaurant kann der kleine oder große Hunger gestillt werden, bevor es wieder nach Hause geht.

Die Übungsstrecke für Anfänger ist kürzer, knapp 40 Meter. Dort geht es auch etwas gemächlicher zu als auf der Hauptstrecke.
Die Übungsstrecke für Anfänger ist kürzer, knapp 40 Meter. Dort geht es auch etwas gemächlicher zu als auf der Hauptstrecke.

Ein Wakeboarder bringt das Schönste am Wassersport auf den Punkt: „Auf dem Wasser zu schweben, ist einfach ein irres Gefühl.“ Und auch Anfänger erleben das nach kurzer Zeit.

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