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Jubiläum

Frauen seit 100 Jahren ein Aktivposten

Der frühere Mütterverein und heutige Katholische Frauenbund bringt sich auf vielfältige Weise ein.
Von Johann Ippisch

Hedwig Schneider führte mit der Vereinsfahne den Kirchenzug zum 100-jährigen Bestehen des Katholischen Frauenbunds an. Foto: sjj
Hedwig Schneider führte mit der Vereinsfahne den Kirchenzug zum 100-jährigen Bestehen des Katholischen Frauenbunds an. Foto: sjj

Steinberg am See.Bei der weltlichen Feier zum 100-jährigen Bestehen des Katholischen Frauenbunds Steinberg am See erinnerte die Vorsitzende Erika Oberndorfer nochmals an die Geschichte des Ortsverbands, der am 28. Januar 1919 als Mütterverein aus der Taufe gehoben wurde.

Bis zum Jahr 1960 existieren nur wenige Aufzeichnungen über den Verein, nur dass sich der damalige Mütterverein regelmäßig an den kirchlichen Festen beteiligte. Nach Benefiziat Wolf, der 1921 die Wendelinkirche erweiterte, wirkte ab 1934 Benefiziumsprovisor Josef Fink und danach ab 1947 Benefiziumsprovisor Franz Dietheuer in Steinberg. Während seiner Amtszeit wurden 15 neue Kastendoppelfenster in der Wendelinkirche eingebaut. Eines davon stiftete der Mütterverein. Es zeigt die Mutter Anna, die auch auf der Vereinsfahne des Katholischen Frauenbunds aufgestickt worden ist. Im Jahr 1955 übernahm Pfarrer Michael Gschwendtner das Kuratbenefizium Steinberg, das 1959 zur Pfarrkuratie erhoben wurde und 1963 zur Pfarrei. Während seiner Amtszeit wurde die neue Kirche St. Martin (1970 bis 1972) erbaut. Zu dieser Zeit führte Maria Strasser den Mütterverein. Sie war über viele Jahre die Vorsitzende, bevor im Jahr 1966 Anna Kaindl den Vorsitz übernahm. Während der Amtszeit von Pfarrer Gschwendtner bzw. Anna Kaindl wurde beschlossen, Protokolle über die Sitzungen zu führen. So sind seit 1969 Aufzeichnungen vorhanden.

Die Anfänge

  • Gründung:

    Der Frauenbund Steinberg wurde am 28. Januar 1919 als Mütterverein gegründet. Es wurden nur katholische, verheiratete Frauen mit Kindern aufgenommen.

  • Geistlicher Beirat:

    Ein Jahr nach Endes des Ersten Weltkriegs war Benefiziat Wilhelm Wolf für die 350-Seelen-Gemeinde Steinberg zuständig.

Im Jahr 1971 zählte der Verein 171 Mitglieder. Zur Einweihung der neuen Pfarrkirche St. Martin stiftete der Verein einen Kelch und eine Hostienschale. Ab 1973 leitete Aurelia Wiendl den Verein. Neben der Gestaltung von Adventfeiern, Muttertagsfeiern oder Bastelabenden wurde auch Theater gespielt.

Maria Degenhardt, die bereits ab 1966 Schriftführerin war, übernahm 1977 das Amt der Vorsitzenden. Das Angebot wurde nochmals erweitert und zum Beispiel Faschingsbälle abgehalten sowie Bäderfahrten durchgeführt. Im Jahr 1980 führte der Frauenbund den Palmbuschenverkauf ein. Im Jahr 1981 übernahm Rita Weiß den Vorsitz. In ihrer Amtszeit wurde die Vereinsfahne erneuert.

Im September 1985 trat Pfarrer Josef Kiener die Nachfolge des verstorbenen Pfarrers Michael Gschwendtner an. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein bereits 230 Mitglieder. Vor rund 30 Jahren, im Mai 1989, trat Hildegard Ernst die Nachfolge von Rita Weiß an und leitete den Frauenbund bis 2013, also mehr als 24 Jahre. Sie ist zwischenzeitlich Ehrenvorsitzende des Katholischen Frauenbunds Steinberg am See.

Erika Obendorfer listete auch die Geistlichen Beiräte des Frauenbunds seit der Gründung 1919 auf: Benefiziat Wilhelm Wolf (1919 bis 1924), Benefiziat Josef Fink (1924 bis 1934), Benefiziat Alfons Beck (1934 bis 1947), Benefiziumsprovisor Franz Dietheuer (1947 bis 1955), Pfarrer Michael Gschwendtner (1955 bis 1985), Pfarrer Josef Kiener (1985 bis 2005), Pfarrer Andreas Ullrich (2006 bis 2016), ab 2017 Pater Stephan.

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