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Tiere

Rettungsaktion nimmt unglückliches Ende

Die Wasserwacht rettete eine verletzte Gans von einer Insel im Steinberger See. Kurze Zeit später starb das Tier.
von Nina Brolich

Martin Zizler rettete die verletzte Kanadagans von der Insel.
Martin Zizler rettete die verletzte Kanadagans von der Insel. Foto: Lukas Zweck

Steinberg am See.Badegäste sichteten in der vergangenen Woche immer wieder eine verletzte Kanadagans auf der großen Insel im Steinberger See. Am vergangenen Sonntag konnte die Wasserwacht in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr das Tier retten. Die Nacht in der Vogelauffangstation Regenstauf überlebte der Entenvogel dann allerdings nicht.

Bereits am Donnerstagmittag sahen Badegäste am Steinberger See die verletzte Gans auf der Insel und alarmierten die Wasserwacht der zuständigen Ortsgruppe. Nach Auskunft eines Badegasts habe er die Gans schon einige Tage zuvor beobachtet. Dieser Anruf setzte eine eineinhalbständige Suchaktion in Gang. Eine Truppe der Wasserwacht konnte die Kanadagans allerdings nicht mehr finden. Am Donnerstagabend hielt die Wasserwacht der Ortsgruppe Steinberg eine Übung ab, die ebenfalls das Ziel hatte, die Gans zu sichten und sie anschließend in Sicherheit zu bringen. Auch diese hatte keinen Erfolg.

Das ganze Wochenende Ausschau gehalten

„Wir haben das ganze Wochenende immer wieder Ausschau gehalten“, sagt Markus Tröster, Erster Vorstand der Wasserwachtsortsgruppe Steinberg am See. Auch bei gelegentlichen Streifenfahrten über den Steinberger See tauchte die Kanadagans nicht wieder auf. Erst am Sonntag konnte der Vogel erneut ausgemacht werden. Eine Gruppe von Tretbootfahrern gab der Wasserwacht Steinberg Bescheid, dass sie das Tier auf der Insel gesehen haben. Eine Truppe der Hilfsorganisation rückte daraufhin aus, um die Kanadagans zu retten. „Wir sind dann rausgefahren und haben die Gans in Gewahrsam genommen“, sagt Martin Zizler, der beim Einsatz dabei war und dabei half, die Kanadagans zu sichern und zum Ufer zu transportieren. Dort übergaben die Wasserwachtler das Tier an Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Steinberg. „Es waren eine Handvoll Leute im Einsatz, um die Gans zu retten“, berichtet Tröster.

Tier in die Vogelauffangstation gebracht

Die Feuerwehr brachte das verletzte Tier dann nach Regenstauf in die Vogelauffangstation. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, verletzte Vögel gesund zu pflegen und sie baldmöglichst wieder in die Freiheit zu entlassen. Dort übernahm ein Falkner die Pflege der geretteten Kanadagans. Sie hatte sich einen Fuß gebrochen und sich darüber hinaus weitere Verletzungen zugezogen. „In der Nacht ist sie dann leider gestorben“, sagte ein Mitarbeiter der Vogelauffangstation.

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