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Kultur

Schlagzeug ist beliebtestes Instrument

Schwerpunkt des Musikvereins ist die Ausbildung und Förderung von Jungmusikern. Die musikalische Früherziehung ist der Einstieg.
Von Max Schmid

Der Musikverein Wackersdorf/Steinberg am See ehrte langjährige aktive Musiker(innen) und Vorstandsmitglieder. Bürgermeister Falter, NBMB-Bezirksvorsitzender Engl und stv. Kreisvorsitzender Schmid gratulierten. Foto: smx
Der Musikverein Wackersdorf/Steinberg am See ehrte langjährige aktive Musiker(innen) und Vorstandsmitglieder. Bürgermeister Falter, NBMB-Bezirksvorsitzender Engl und stv. Kreisvorsitzender Schmid gratulierten. Foto: smx

Wackersdorf.Die Kapelle eröffnete die Jahresversammlung im Schwimmbad-Cafe mit dem „Jungbläsermarsch“ musikalisch. Vorsitzender Peter Gaschler begrüßte als Vertreter des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) Bezirksvorsitzenden Gerhard Engl und den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Georg Schmid. Das vergangene Jahr, über das Gaschler berichtete, war von Freude über die positive musikalische Entwicklung geprägt. Gaschler verwies auf zahlreiche Proben und Auftritte sowie das Probenwochenende, bei dem die Qualität der Klangkörper weiterentwickelt wurde.

In Steinberg angekommen

Peter Gaschler zeigte sich davon überzeugt, dass der Musikverein nun auch wirklich in der Nachbargemeinde Steinberg am See angekommen ist. Er verwies auf zwei Bläserklassen an der Wackersdorfer Schule, allerdings werde es hier im neuen Schuljahr einen größeren Umbruch geben, weil etliche Ausbilder berufsbedingt nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Für die Zukunft wünsche er sich, dass die Partnerschaft mit dem Musikverein Alberndorf/Österreich stabil bleiben möge und die musikalische Arbeit mit Menschen mit Behinderung wieder angekurbelt werden könne. Sein Dank galt beiden VG-Gemeinden und den drei Feuerwehren für die Unterstützung des Ausbildungsbetriebes und bei Veranstaltungen. Bürgermeister Thomas Falter sicherte diese Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten der beiden Kommunen auch für die Zukunft zu. Rückblickend stellte er fest, dass der Einzug des Musikvereins in das Mehrgenerationenhaus die richtige Entscheidung gewesen sei. Falter unterstrich die Bedeutung der Klangkörper bei weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen in der Gemeinde. Geschäftsführer Lothar Prechtl und Kapellmeister Martin Brunner gaben den Jahresbericht für 2018 gemeinsam ab. Daraus ging hervor, dass die Zahl der Mitglieder wieder auf 272 Personen angestiegen ist (156 Fördermitglieder und 116 aktive Musiker/innen). Die Ausbildungsarbeit gliedere sich in drei Bereiche, der Grundförderung in der musikalischen Früherziehung, dem frühinstrumentalen Unterricht und die Ausbildung in der Gruppe bis hin zur Jugendblaskapelle.

Elf Ausbilder und 76 Schüler

Die Ausbildung der Musikschüler erfolgt derzeit mit den Instrumenten Melodica, Querflöte, Klarinette, Saxofon, Kornett, Trompete, Flügelhorn, Tenorhorn, Bariton, Posaune, Waldhorn, Tuba. Spitzenreiter ist das Schlagzeug, aktuell werden 14 Schüler unterrichtet. Mittlerweile habe man das Ausbildungskonzept „Timpano – der Wegweiser zur Musik“ seit drei Jahren im Einsatz, Ausbilderin sei Julia Eisenreich. Dem Geschäftsbericht waren auch Ausbildungen im NBMB zu entnehmen. 2018 wurde die Juniorenprüfung in der Bläserklasse durchgeführt, die Jungmusikerleistungsprüfung D 1 (Bronze) haben zwei, die Prüfung D 2 (Silber) drei und die D-3-Prüfung (Gold) zwei Nachwuchsmusiker bestanden. Bläserklassenleiterin Conny Gaschler berichtete vom aktuellen Stand der beiden Bläserklassen an der Grundschule. Träger ist die Schule, die Instrumente werden durch die Gemeinde gefördert und die Eltern leisten einen Eigenbeitrag für Verbrauchsmaterialien. Der Gruppenunterricht für die dritte und vierte Klasse findet laut Gaschler mit sechs Ausbildern in Räumen der Schule und des Musikvereins statt. Ab der vierten Klasse ist der Einstieg in das Nachwuchsorchester des Musikvereins möglich. Die Bläserklassenleiterin verwies zudem auf 37 Musiker/innen im Nachwuchsorchester und weiteren 21 Musiker/innen im „Nachwuchsorchester Plus“. Hauptklangkörper des Musikvereins sei nach wie vor die Jugendblaskapelle mit 42 aktiven Musiker/innen, betonte Dirigent Martin Brunner. Bei 40 Proben habe man viele Auftritte vorbereitet, wobei die komplette musikalische Bandbreite gepflegt wurde, von Volks- und Kirchenmusik über sinfonische Musik bis hin zu Arrangement populärer Musik. Albert Rückerl gab einen umfassenden Kassenbericht ab, Kassenrevisorin Anneliese Buttler bescheinigte eine einwandfreie Buchführung.

Ehrungen

  • Langjährige Mitglieder:

    Magdalena Prechtl für 20 Jahre aktives Musizieren mit der Ehrennadel in Silber, Klara Oberhansl (Schlagzeug) für 15 Jahre, Leonie Schicha (Klarinette), Niklas Winterstein (Trompete), Gabriel Schmitt (Waldhorn), Florian Mückl (Posaune) und Kilian Fleischmann (Schlagzeug) für jeweils zehn Jahre;

  • Engagement:

    Für zehnjährige engagierte Tätigkeit im Verein wurde Vorsitzender Peter Gaschler und für 15 Jahre Georg Weinfurtner von der FFW Rauberweiherhaus geehrt.

  • Lob:

    Der stellvertretende Kreisvorsitzende des NBMB, Georg Schmid und Bezirksvorsitzender Gerhard Engl bescheinigten dem Musikverein eine erfolgreiche Arbeit und zeigten sich beeindruckt vom fließenden Übergang der einzelnen Gruppierungen.

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