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Soziales

Drei Tage für den guten Zweck

Über 60 Jugendliche beteiligten sich an der 72-Stunden-Aktion in Teublitz. Neben dem Pfarrheim war das Kinderhaus Thema.
Von Werner Artmann

Eröffnet wurde die Aktion durch Pfarrer Michael Hirmer und Marianne Schieder im Garten des Kinderhauses. Foto. Werner Artmann
Eröffnet wurde die Aktion durch Pfarrer Michael Hirmer und Marianne Schieder im Garten des Kinderhauses. Foto. Werner Artmann

Teublitz.Die bundesweite Solidar-Aktion der katholischen Jugendverbände startete auch in der Pfarrei Herz-Jesu. Innerhalb von 72 Stunden galt es dabei ein soziales, ökologisches oder kulturelles Projekt durch die Jugend auf die Beine zu stellen.

„Es ja schon das zweite Mal, dass wir in Teublitz bei dieser Aktion dabei sind,“ sagte Oberministrantin Martina Emmert, „bei der letzten 72-Stunden-Aktion vor sechs Jahren haben wir uns für unser Kinderhaus engagiert“. Logisch, dass die Begeisterung unter den Teublitzer Jugendlichen wieder groß war, als Pfarrer Michael Hirmer schon vor gut einem Jahr in einer Gruppenleiterrunde erwähnte, dass es wieder eine 72-Stunden-Aktion geben wird. Es gründete sich ein Vorbereitungsteam, das nach Projekten und Kooperationspartner Ausschau hielt.

„Ich bin immer ganz verwundert, welche Ideen unsere Jugendlichen haben,“ sagte Pfarrer Hirmer und betonte den Elan der Teublitzer Pfarrjugend. Schließlich hatten sie sich gleich auf zwei Projekte geeinigt. Neben der Neugestaltung der Pergola des Pfarrheimes war auch das Kinderhaus Herz-Jesu ein Schwerpunkt der Aktionen.

Zwei Aktionen in 72 Stunden

In Teublitz wurden gleich zwei Projekte binnen 72 Stunden umgesetzt. Auch die vielen Kooperationspartner waren ein Aushängeschild der Pfarrgemeinde Teublitz. „Ich habe mich sofort für die 72-Stunden-Aktion begeistert,“ sagte Susanne Ertl, die als Klassenleitung der siebten Jahrgangsstufe an der Telemannschule Teublitz unterrichtet.

Mit Pinseln „bewaffnet“ stand sie auf einer Leiter und strich dort mit 30 Schülern das Gartenhaus des Kindergartens. Auch der große Sandkasten und der Wasserspielplatz der Kinder wurden von den Schülern wieder hergerichtet. Angeleitet wurden sie dabei von Hausmeister Stephan Schwarz und Schreinermeister Karl Popp, der sich extra für die 72-Stunden-Aktion freinahm und das Arbeitsmaterial kostenlos zur Verfügung stellte. Als weiterer Kooperations-Partner trat der Elternbeirat des Kinderhauses mit auf. Der legendäre Zug aus Eisenrohren, auf dem schon mehrere Generationen von Kindern spielten, erhielt einen neuen Anstrich. „Für uns ganz selbstverständlich sind die Jugendliche, die bei der Lebenshilfe in Schwandorf arbeiten,“ sagte Pfarrer Hirmer. „Integration von Menschen aller Fähigkeiten und jeder Herkunft ist in unserer Pfarrgemeinde und unserem Kinderhaus seit vielen Jahren eine gelebte Realität.“

Abschlusswallfahrt

  • Abschluss:

    Zum Abschluss der 72-Stunden-Aktion in Teublitz wurde die große 75. Friedenswallfahrt nach Schwandorf unternommen.

  • Fazit:

    „Wir leben und wir glauben gemeinsam und wir wollen diese Welt verbessern,“ sagte Oberministrant Matthias Zankl zum tieferen Sinn der katholischen Jugendarbeit. „Deshalb ist es gut, dass wir nach Schwandorf gehen und für den Frieden auf der Welt beten.“

Das Projekt „Pergola“ stand unter der Leitung von Pfarrgemeinderatsmitglied Uwe Störtebecker. „Nach 20 Jahren ist hier mal eine Neugestaltung nötig geworden.“ Die Jugendlichen demontierten zuerst alte Bodenschwellen und verwitterte Holzplanken. „Es sollen der Bodenbelag erneuert und eine Einhausung geschaffen werden. Für unsere vielen Veranstaltungen entstand eine Theke“, sagte Störtebecker.

Wichtig für die über 60 Kinder und Jugendlichen war eine gute Verpflegung. Pfarrhaushälterin Alexandra Zeins übernahm diese Aufgabe mit Tochter Franziska und deren Freundin Miriam Hubrich. Die Teublitzer 72-Stunden-Aktion erreichte auch über die Pfarrgrenzen hinaus ein weites Echo. So besuchte gleich zu Beginn der Aktion Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder die Jugendlichen und bedankte sich für deren ehrenamtliches Engagement. Am ersten Tag mit dabei war auch die Leiterin der katholischen Jugendstelle Schwandorf Linda Lichtenberg.

Die Diözese ist begeistert

Clemens Metzler, der diözesane Vorsitzende aller katholischen Jugendverbände, besuchte ebenfalls die Teublitzer Jugendlichen. Auch die Diözesanleitung der Kolpingjugend zeigte sich beeindruckt bei ihrer Visite am Samstag. „Wahnsinn was die hier auf die Beine gestellt haben“, sagten Max Körner und Markus Kraus von der Diözesjugendleitung des Kolpingwerkes.

Neben den Aktionen und der vielen guten Arbeit standen in Teublitz aber auch spirituelle Elemente im Mittelpunkt der Aktion. So feierten die Jugendlichen gemeinsam eine Messe, in der Pfarrer Michael Hirmer an das „Wesentliche allen Gelingens, die Liebe,“ erinnerte.

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