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Wallfahrt

Gelöbnis zum 75. Mal eingelöst

Zum 75. Mal pilgerte die Pfarrei Herz-Jesu Teublitz zum Kreuzbergmünster nach Schwandorf, um das alte Versprechen zu halten.
Von Werner Artmann

Die Teublitzer Friedenskerze wurde in das Kreuzbergmünster in Schwandorf getragen. Foto: Werner Artmann
Die Teublitzer Friedenskerze wurde in das Kreuzbergmünster in Schwandorf getragen. Foto: Werner Artmann

Teublitz.Schon seit Monaten bereitete sich die Pfarrgemeinde Herz Jesu Teublitz auf die große 75. Jubiläums-Friedens-und Gelöbniswallfahrt nach Schwandorf zum Kreuzberg vor. Die bei der Wallfahrt mitgetragene große Friedenskerze begleitete die Gebete der Pfarrgemeinde und Wallfahrer um den Frieden in den Beziehungen und den Frieden unter den Völkern und Nationen. Viele Vereine aus Teublitz und Saltendorf, Vertreter des öffentlichen Lebens, der Politik und viele Gläubige haben ihre Gebetsanliegen im Vorfeld der Wallfahrt an das Pfarramt geschickt.

Überraschend groß war am Sonntagmorgen die Zahl der Wallfahrer am Rathausplatz. Die Polizei zählte 300 Fußpilger, hinzu kamen noch 40 Buspilger und viele, die mit dem Fahrrad oder dem Pkw zum Kreuzberg hochfuhren.

Die Teublitzer Wallfahrer wurden am Fuße des Kreuzbergs durch Karmeliten-Pater Josef empfangen. Über 600 Gläubige fanden sich dann zur Feier der Pilgermesse, zelebriert von Pfarrer Michael Hirmer in Konzelebration von Diakon Heinrich Neumüller, gestaltet vom Teublitzer Kirchenchor, vor dem Gnadenbild der Gottesmutter Maria auf dem Kreuzberg ein.

Wie jedes Jahr bereicherte Pfarrer Michael Hirmer die Fußwallfahrt nach Schwandorf mit spirituellen Impulsen, Texten und Liedern. Jedes Geheimnis des Rosenkranzes wurde biblisch erschlossen und ins Heute gedeutet. Viele Gedanken des Geistlichen luden zum Nachdenken ein. Wieder einmal herrlich war das Gebet mit und in der Natur. Immer wieder lenkte der Pfarrer das Augenmerk auf die Schönheit der Schöpfung. Der Schwerpunkt der Gedanken lag auf dem Thema „Frieden“, was auch das Motto der alljährlichen Wallfahrt ist.

Gebet um den Frieden

Allen Pilgern konnte man anmerken, wie wichtig ihnen das Anliegen des alten Gelöbnisses ist, das der damalige Pfarrer von Teublitz, Saltendorf und Katzdorf Regens Dr. Karl Hofmann am Ende des Krieges gab: „Sollte seine Pfarrgemeinde von den Wirren des Krieges verschont bleiben, würde die Pfarrgemeinde alljährlich zum Kreuzberg nach Schwandorf betend ziehen.“ Das Gebet um den Frieden ist dabei heute wichtiger denn je, erinnerte Pfarrer Michael Hirmer immer wieder.

Besonders anerkennenswert war das Engagement der weltlichen Vereine und der Stadt Teublitz. Viele Vereine spendeten Geld und gaben Gebetsanliegen mit auf den Weg. Auch die politische Gemeinde war mit ihren drei Bürgermeistern Maria Steger, Robert Wutz und Thomas Beer zusammen mit vielen Stadträten vertreten.

Solidarität-Frieden

  • Vereine und Institutionen,

    die ihre Solidarität zur Friedenswallfahrt ausgedrückt haben: Stadt Teublitz, die Kolpingfamilie, FB, CSU, Blaskapelle, Skiclub, WW Saltendorf, Ministranten, Parkschützen, Schützen Saltendorf, TuS, Eine-Welt-Laden, SC und Eltern-Kind-Gruppen .

  • Pfarrer Michael Hirmer

    hat für die Friedenswallfahrt ein eigenes Gebet unter dem Motto „Die Welt sehnt sich nach Frieden!“ verfasst.

Nach viereinhalb Stunden Fußmarsch und Gebet waren vor allem die Trägerinnen und Träger der Friedenskerze froh, diese heil auf den Kreuzberg gebracht zu haben. Kerze und Tragegestell wogen nahezu zwei Zentner. Doch Kirchenpfleger Matthias Obermeier hatte tags zuvor sogar eine „Trageprobe“ organisiert, bei der sich die Träger schon einmal an das Gewicht aber auch die Tragetechnik gewöhnen konnten.

Mit dabei waren auch viele Jugendliche. Immerhin war die Wallfahrt der Abschluss der bundesweiten 72-Stundenaktion, bei der die Teublitzer Jugendlichen mit angepackt haben.

„Der Herr segne dich“

Am Ende der Wallfahrt bedankte sich Pfarrer Michael Hirmer bei allen, die zum Gelingen der 75. Gelöbniswallfahrt mit beigetragen, mit angepackt und mit gebetet haben. Sein Dank galt auch der Polizei und dem BRK für die Begleitung der Wallfahrer. Beim Teublitzer Segenslied „Der Herr segne dich“ stimmten alle Gläubigen kräftig mit ein. Denn der Friede ist ein Segen Gottes, den dieser uns anvertraut hat.

Der Teublitzer Kirchenchor umrahmte die Wallfahrermesse im Marienmünster auf dem Kreuzberg unter der Leitung von Kirchenmusiker Norbert Hintermeier gesanglich. Es wurden neben Teilen der Choralmesse „Missa de Angelis“ in der Bearbeitung von Norbert Hintermeier deutsche Chor- und Liedsätze, so wie Mariengesänge von Wolfram Menschick, Andreas Unterguggenberger und Otmar Faulstich dargeboten.

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