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Tiere

Neue Glanzpunkte für Wildpark Höllohe

Die neuen Volieren im Naturpark wurden gesegnet und durch Landrat Thomas Ebeling ihrer Bestimmung übergeben.
Von Werner Artmann

Das gefiederte Leben im Naturpark Höllohe hat wieder eine Heimat gefunden und fühlt sich sehr wohl. Foto: Werner Artmann
Das gefiederte Leben im Naturpark Höllohe hat wieder eine Heimat gefunden und fühlt sich sehr wohl. Foto: Werner Artmann

Teublitz.Es hat zwar etwas länger gedauert als geplant, doch jetzt wurden die neuen Vogelgehege im Wild- und Freizeitpark Höllohe gesegnet und ihrer Bestimmung übergeben. Bei einem kleinen Festakt am Freitagnachmittag betonte Landrat Thomas Ebeling, dass nach der verheerenden Vogelgrippe Anfang 2017 der Landkreis, die Stadt Teublitz, der Förderverein und viele Förderer alles unternommen hätten, um neues Tierleben, insbesondere bei den Vögeln und gefiederten Tieren, wieder in die Höllohe einkehren zu lassen. Die beiden Geistlichen, der katholische Pfarrer Michael Hirmer aus Teublitz und der evangelische Pfarrer Gottfried Tröbs aus Burglengenfeld, segneten die neuen Vogelgehege.

Ebeling: ein „freudiges Ereignis“

Die neuen Volieren im Naturpark Höllohe wurden gesegnet. Foto: Werner Artmann
Die neuen Volieren im Naturpark Höllohe wurden gesegnet. Foto: Werner Artmann

Zu „einem freudigen Ereignis,“ wie Landrat Thomas Ebeling bei der Begrüßung feststellte, konnte er vor den neuen Gehegen einige Ehrengäste, den Förderverein und die Geistlichkeit willkommen heißen. „Dieser Tag wird zweifellos auch in die positive Geschichte des Wild- und Freizeitparks Höllohe eingehen“, sagte er. Ebeling erinnerte an die vor zwei Jahren herrschende Vogelgrippe, die die Keulung von über 200 Tieren in der Höllohe zur Folge hatte.

„Ich glaube, dass hier jeder Cent sehr gut angelegt ist. Die Höllohe ist eine Attraktion für den Landkreis Schwandorf, viele Leute kommen zu uns, und das kann man nicht gut genug unterstützen“, stellte Ebeling fest. Dank sagte er dem Kreisbauamt, dem Geschäftsführer Stefan Jahreis, dem Förderverein Höllohe mit Vorsitzendem Rudolf Hintermeier und der Stadt Teublitz mit Bürgermeisterin Maria Steger für die tatkräftige und finanzielle Unterstützung für den Neuaufbau. Bei der Segnung fungierte Landrat Thomas Ebeling für die Geistlichen als Ministrant und hielt den Weihwasserkessel bereit. Pfarrer Hirmer erklärte, dass er noch nie einen „so ranghohen“ Ministrant als Assistent gehabt habe.

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Geschäftsführer Stefan Jahreis stellte in seinem Rückblick fest, dass die ersten Vögel bereits in den Volieren Einzug gehalten hätten. „Die Gebäude sind ein Glanzpunkt für den Park und bieten den Tieren ein artgerechtes Zuhause“, sagte er. Baubeginn war im Oktober 2017. Dabei handelt es sich um drei Gebäude, die fünf neuen Tierarten ein Zuhause bieten. Zusätzlich entstand das Eulengehege und wurde das Storchengehege ausgebaut. Die überbaute Fläche für die Ställe und Gehege ist rund 320 Quadratmeter groß. Davon entfallen 160 Quadratmeter auf die Stallbereiche und ebenso viel auf die umzäunten Freiflächen.

Die Vogelgrippe und ihre Folgen

  • Beginn der Vogelgrippe:

    Ende Januar 2017 wurden 14 Tiere in ihren Volieren verendet aufgefunden. Diese wurden durch das Veterinäramt Schwandorf zur Untersuchung eingesandt und dabei die Vogelgrippe festgestellt. Der gesamte Geflügelbestand musste gekeult werden..

  • Ablauf:

    Das Keulen von 210 Tieren wurde durch eine Fachfirma vorgenommen. Das gesamte Höllohe-Gelände wurde abgesperrt und durfte von Besuchern nicht mehr betreten werden. Bereits 2007 brach die Vogelgrippe in der Höllohe aus, jedoch gab es damals keine Keulungen. (bat)

Die Kosten für den Landkreis Schwandorf belaufen sich auf 230 000 Euro, die Stadt Teublitz beteiligte sich mit 20 000 Euro an der Finanzierung des Storchen-Gebäudes, und der Förderverein Höllohe stellte für das Eulengehege 50 000 Euro zur Verfügung. Für die Störche wurde ein neues Stallgebäude errichtet, das an die bestehende Freiflugvoliere mit Schauteich anschließt. Derzeit sind noch keine Tiere im Gehege, da noch Umbaumaßnahmen am Zaun erfolgen. Das Gebäude für den Blauen Pfau, Gold- und Silberfasan ist das größte der drei Volieren und besteht aus drei getrennten Gehegen, die über einen Versorgungstrakt verbunden sind. In einem weiteren Gebäude wird künftig ein Schnee-Eulenpaar beheimatet sein. Die erste Eule zieht schon in den nächsten Tagen ein. „Alle Gebäude entsprechen dem höchsten Standard, um für die artgerechte und sichere Haltung unserer Tiere zu sorgen“, stellte Jahreis fest.

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Sozusagen als Dank für ihr neues Zuhause haben die Silber-Fasane mit sechs Küken und die Goldfasane mit fünf Küken bereits für den ersten Nachwuchs in den neuen Gehegen gesorgt. Dies sei ein Zeichen dafür, dass es den Tieren gut gehe, zumal es in den vergangenen zwei Jahren keinen Nachwuchs bei den Fasanen gab. Bürgermeisterin Maria Steger erinnerte in ihrem Grußwort an die Vogelgrippe vor zwei Jahren und erklärte, jetzt könne man wieder positiv und problemlos in die Zukunft sehen.

Nachwuchs stellt sich ein

Der Vorsitzende des Fördervereins Höllohe, Rudi Hintermeier, bemerkte, „was lange währt, wird endlich gut“ und freute sich, dass sich die neuen Gebäude hervorragend in den Naturpark Höllohe einfügten. Interessiert nahmen die Gäste bei der Segnung zur Kenntnis, dass es heuer im Tierpark Höllohe schon reichlich Nachwuchs gegeben habe. Seit einer Woche wurden drei Hirschkälber geboren. Eine kleine Sensation geschah bei den Mufflons, bei denen dreimal Zwillinge das Licht der Welt erblickten.

Das Schwarzwild hat sechs Frischlinge, ein Wildentenpaar gleich zehnfachen Nachwuchs und die Kanadagänse vier bzw. ein Junges. In der Teublitzer Metzgerei Wilhelm-Meyer lief eine Spendenaktion zum Ankauf für ein Schnee-Eulenpaar. In das Ziegengehege ist ein zweijähriger Strahlenziegenbock eingezogen, und im Schildkrötenteich tummeln sich vier nordamerikanische Schmuckschildkröten.

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