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Kommunalwahl

ÖDP Teublitz sieht sich im Aufwind

Die Umweltpartei geht optimistisch in die Kommunalwahl. Sie will künftig mit sechs Mitgliedern im Kreistag vertreten sein.
Von Josef Schaller

Auf der Kreistagsliste der ÖDP sind auch viele Kandidaten aus dem Städtedreieck zu finden.  Foto: Josef Schaller
Auf der Kreistagsliste der ÖDP sind auch viele Kandidaten aus dem Städtedreieck zu finden. Foto: Josef Schaller

Teublitz.Klimawandel, Umweltschutz, Ernergie- und Verkehrswende sowie die Daseinsvorsorge standen am Mittwochabend beim Wahlkampfauftakt der Kreis-ÖDP in der Gaststätte Keskins in Teublitz im Mittelpunkt. Die ÖDP musste sich nicht erst dem Zeitgeist anpassen, um sich damit auseinanderzusetzen. Es waren schon immer die Themen der Partei.

Bei der ÖDP heiße es schon immer „Everyday for future“, wie deren Kreisvorsitzende Alfred Damm sagte. Nicht nur deswegen, weil diese Themen immer drängender würden und in das Bewusstsein der Menschen rückten, gehe die ÖDP optimistisch in die Kommunalwahlen, so der Schwandorfer. Auch das erfolgreiche Volksbegehren über die Artenvielfalt und steigende Mitgliederzahlen zeigten, dass sich die ÖDP im Aufwind befinde. „Unser Ziel ist, künftig mit sechs Kandidaten im Kreistag vertreten zu sein“, so Damm. 14 von den 60 Kandidaten auf der Liste kommen aus dem Städtedreieck.

Zu hoher Flächenverbrauch

Das Land Bayern habe mit 11,7 Hektar pro Tag den höchsten Flächenverbrauch in ganz Deutschland, so der Kreisvorsitzende, der eine Senkung auf wenigstens fünf Hektar einforderte. Möglich sei dies unter anderem durch eine bessere Zusammenarbeit der Kommunen bei der Ausweisung von Gewerbeflächen als interkommunale Gewerbegebiete.

In Bezug auf die Klimazukunft für den Landkreis Schwandorf fordert die ÖDP, dass ab sofort bei jeglichen Entscheidungen deren Auswirkungen auf das Klima berücksichtigt werden. Dazu gehöre auch die Gründung von Bürger-Energiegenossenschaften nach dem Vorbild von BEMO. Der Südostlink wird von der ÖDP abgelehnt.

Listenkandidaten

  • Aus Burglengenfeld:

    Ursula Schindler, Hans Glatzl, Peter Schindler, Markus Lobinger, Heinz Haushofer, Karlheinz Daßberger

  • Aus Maxhütte-Haidhof:

    Evi Dams, Brigitte Schütze

  • Aus Teublitz:

    Maria Münz, Isabella Weingärtner, Rosi Pretzl, Heinrich Krammer, Niklas Deml

Die Partei fordert eine regionale Stromerzeugung anstatt neuer Stromtrassen sowie ein Förderprogramm für Solaranlagen auf privaten und öffentlichen Gebäuden. Des Weiteren spricht sich die Umwelt- und Naturschutzpartei für die Abschaffung der 10H-Regelung aus. Um der Windkraft im Landkreis wieder eine Zukunft zu geben, solle eine Flächenanalyse erstellt werden. Um eine Verkehrswende zu ermöglichen, sei ein besserer ÖPNV notwendig, wie der Kreisvorsitzende betonte. Zudem regte er einen Beitritt Schwandorfs zum Regensburger und Nürnberger Verkehrsverbund an.

Er forderte die Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets oder eines 1-Euro-Tagestickets, die Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken und Bahnhöfen (Klardorf, Ponholz), den Ausbau von P+R-Parkplätzen sowie den Ausbau des Radwegenetzes und absperrbare Fahrradabstellplätze an den Bahnhöfen. Mit Blick auf den demografischen Wandel gelte es, rechtzeitig die Weichen für mehr Betreuungsplätze zu stellen.

Schwandorf Müllhauptstadt?

Die ÖDP sagte auch, was sie nicht will: Keine weitere Erhöhung der Verbrennungsmenge im Schwandorfer Müllkraftwerk. 450 000 Jahrestonnen seien mehr als genug, so Damm. Schwandorf dürfte nicht zur Müllhauptstadt Bayerns werden. Der Kreisvorsitzende forderte Landrat Thomas Ebeling auf, zu einer möglichen Erhöhung der Kapazitäten beim Müllkraftwerk noch vor der Wahl Stellung zu beziehen.

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