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Interview

„Ich hatte immer freie Hand“

Für Richard Gleissner von TGW in Teunz hat in der Ausbildung das Formen junger Facharbeiter für die Produktion Priorität.

Richard Gleissner, Ausbilder bei TGW Teunz
Richard Gleissner, Ausbilder bei TGW Teunz

Teunz.Sie sind seit 2007 hier in Teunz verantwortlich für die Ausbildung, zunächst bei der Firma Klug und seit 2014 beim Nachfolger TGW. Wie wichtig sind Ihnen solche Erfolge mit ihren Auszubildenden?

An erster Stelle steht das Ausbildungsziel, junge Facharbeiter für die Produktion zu formen. So schön, wie es ist, sie zu haben, sind Kammer-, Landes- und Bundessieger doch eher ein Nebenprodukt. Für uns steht die Handlungskompetenz an erster Stelle. Ich weiß dann, dass wir alles richtig gemacht haben, wenn wir positive Rückmeldungen aus den Fachabteilungen bekommen.

Gibt es ein Rezept dafür, dass ihre Auszubildenden fast immer in der Spitzengruppe dabei sind?

Nein, da spielen viele Dinge eine Rolle. Zum einen muss das Ausbildungssystem und die Möglichkeiten, die von der Firma dafür bereitgestellt werden, einfach stimmen. Das Zweite sind die Bewerber. Wenn über einen längeren Zeitraum erfolgreiche Abschlüsse nachweisbar sind, spiegelt sich dass auch bei der Qualität der Bewerber wieder, man wird interessanter. Der dritte Punkt sind die Ausbilder, die eine solide Grundausbildung und den Hang zur ständigen Weiterbildung mitbringen müssen.

Sie kommen ursprünglich aus einem weltweit namhaften Unternehmen. Warum sind sie seinerzeit zu der wesentlich kleineren Firma gewechselt?

Mir war es schon immer sehr wichtig, eigene Ideen einzubringen und das ist in einem Konzern viel schwieriger. Hier hatte ich in jeder Beziehung absolut freie Hand beim Aufbau der Abteilung. Das gilt auch bei TGW. Die besondere Herausforderung hier ist es, Menschen so zu formen, dass die sowohl im Team als auch im Umgang mit Kunden bestehen können und nicht nur in der Lage sind, Schalter zu bedienen.

Was war für sie persönlich bislang die größte Herausforderung?

Von 2011 bis 2013 einer außerbetrieblichen Weiterbildung an der Bayerischen Ausbilderakademie in Westerham die drei Stufen zum „zertifizierten Ausbildungscoach“ zu durchlaufen. Dass ich damit der Erste in Bayern war, hat mich schon ein wenig mit Stolz erfüllt.

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